So leer sieht es am Campus der Hochschule Fulda dieser Tage häufiger aus.
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Die Europäische Kommission hat die Hochschule Fulda ausgezeichnet.

Gütesiegel

Europäische Kommission zeichnet Hochschule Fulda aus: Hier lässt es sich „hervorragend“ forschen

Forschenden bietet die Hochschule Fulda ein „stimulierendes und positives Arbeitsumfeld“, erklärt die Europäische Kommission. Sie hat der Hochschule Fulda jetzt das Gütesiegel „HR Excellence in Research“ verliehen.

Fulda - Damit ist die Hochschule Fulda die erste in Hessen, die für ihre sehr guten Forschungsbedingungen ausgezeichnet wurde, teilt die Hochschule mit. Bundesweit tragen bislang 18 Institute, darunter drei Hochschulen, das Siegel.

„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung. Sie zeigt, dass wir für Forschende ein hervorragender Arbeitgeber sind“, sagt der Kanzler der Hochschule Fulda, Ralf Alberding. „Wissenschaftler*innen aller Karrierestufen sollen bei uns die bestmöglichen Bedingungen vorfinden, um exzellente Forschung zu betreiben“, wird er in der Pressemitteilung zitiert. „Wir wollen die Forschung an der Hochschule weiter ausbauen und erstklassige Forschende auf der Ebene von Professuren, aber auch auf der Ebene der wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen und Promovierenden gewinnen – vor allem auch im internationalen Rahmen.“ Hervorragende Arbeitsbedingungen zu bieten, sei dafür unerlässlich. (Lesen Sie hier: Joghurt aus Kartoffeln gewinnt den Ideenwettbewerb der Hochschule Fulda)

Fulda: Europäische Kommission zeichnet Hochschule für Forschung aus

Der Vizepräsident für Forschung und Entwicklung, Professor Dr. Steven Lambeck, weist darauf hin, dass „durch die hochschuleigenen und kooperativen Promotionszentren sowie zusätzliche Mittel für den Aufbau des wissenschaftlichen Mittelbaus hervorragende Rahmenbedingungen auch und gerade für junge Forschende an der Hochschule Fulda bestehen werden.“

Die Hochschule Fulda hatte sich an der europäischen Initiative „Personalstrategie für Forschende (HRS4R)“ beteiligt - ein Prozess, der von der Europäischen Kommission entwickelt wurde, um die „Europäische Charta für Forscher“ und den „Verhaltenskodex für die Einstellung von Forschern“ umzusetzen. Das Ziel ist laut Hochschule dabei, die Arbeitsbedingungen für Forschende auf allen Karrierestufen zu verbessern - etwa durch faire Einstellungsverfahren, Angebote zur Personalentwicklung, erleichterte transnationale Mobilität, Verpflichtung zur Chancengleichheit und Gewährleistung der wissenschaftlichen Integrität.

Kernanliegen sei es, offene, transparente und faire Auswahl- und Rekrutierungsverfahren für Forschende sicherzustellen. Dazu habe die Hochschule Fulda eine „Leitlinie zur Einstellung von Forschenden an der Hochschule Fulda“ entwickelt. Zudem habe sie systematisch alle Arbeitsprozesse mit der Europäischen Charta für Forschende und dem Verhaltenskodex für die Einstellung von Forschenden abgeglichen, Optimierungen geplant und so ihre eigene Personalstrategie für Forschende entwickelt. In einem Aktionsplan seien alle Maßnahmen festgeschrieben.

Hochschule Fulda stellt Aktionsplan auf

„Erfreulicherweise konnten wir mehr als die Hälfte der Anforderungen direkt erfüllen, etwa mit Blick auf Gleichstellung. Auch ein Familienbüro und ein Welcome Center für internationale Forschende hatten wir beispielsweise bereits eingerichtet“, erläutert Brigitte Jestädt-Fiedler, Leiterin der Abteilung Personalmanagement an der Hochschule Fulda. Der Aktionsplan werde in den kommenden zwei Jahren umgesetzt und regelmäßig evaluiert. Unter anderem sollen die Fortbildungen für Forschende weiter ausgebaut werden.

Das Gütesiegel „HR Excellence in Research“ ist zunächst für zwei Jahre verliehen. Nach einem Zwischenbericht und der Erarbeitung eines weiteren Aktionsplans für die nächsten drei Jahre erfolgt die Reauditierung durch die Europäische Kommission. (lea)

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