Die Hochschule Fulda bekommt 7,4 Millionen Euro für die Gewinnung und Entwicklung von Professorinnen und Professoren.
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Die Hochschule Fulda bekommt 7,4 Millionen Euro für die Gewinnung und Entwicklung von Professorinnen und Professoren.

7,4 Millionen Euro

Hochschule Fulda wird bei Gewinnung von Professoren unterstützt

Zur Gewinnung und Entwicklung von Professorinnen und Professoren stehen der Hochschule Fulda in den kommenden sechs Jahren knapp 7,4 Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittel kommen aus dem Bund-Länder-Programm FH-Personal, das eigens zu diesem Zweck aufgelegt wurde.

Fulda - Den professoralen Nachwuchs zu sichern, sei für Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAWs) eine besondere Herausforderung, wie die Hochschule Fulda in einer Presserklärung deutlich macht: Geeignete Kandidatinnen und Kandidaten müssten demnach „nicht nur wissenschaftlich qualifiziert sein, über Lehrerfahrung verfügen und zugleich Berufserfahrung außerhalb von Hochschulen mitbringen. In vielen HAW-spezifischen und neu akademisierten Fächern gibt es zudem noch kaum promovierten Nachwuchs.“ Bundesweit fehle es daher in vielen Fachdisziplinen an qualifizierten Bewerberinnen und Bewerbern für HAW-Professuren.

Im Rahmen einer wettbewerblichen Ausschreibung konnten Hochschulen Konzepte zur Gewinnung von Professorinnen und Professoren einreichen. Das Fuldaer Konzept konnte die Fachjury ganz offensichtlich überzeugen. „Als eine von insgesamt 64 HAWs erhält die Hochschule Fulda nun Mittel, um die Bewerber*innenlage zu verbessern und den Nachwuchs entsprechend weiterzuentwickeln“, heißt es in der Mitteilung weiter. Aus dem Förderprogramm FH-Personal, das Bund und Länder speziell für HAWs aufgelegt haben, stehen dafür in den kommenden sechs Jahren mehr als sieben Millionen Euro zur Verfügung. (Lesen Sie hier: Corona an der Hochschule Fulda: So läuft das Studieren in der Krise)

Hochschule Fulda bekommt 7,4 Millionen Euro für Gewinnung von Professoren

„Für die Weiterentwicklung, Zukunftssicherung und Wettbewerbsfähigkeit der Hochschule Fulda ist es entscheidend, Professuren zügig und mit hochqualifizierten Kandidat*innen besetzen zu können“, sagt Hochschulpräsident Professor Dr. Karim Khakzar. „Das Bund-Länder-Programm FH-Personal ist für die Hochschule Fulda daher von großer strategischer Bedeutung. Es gibt uns die Möglichkeit, die Attraktivität unserer Professuren zu erhöhen und unseren Nachwuchswissenschaftler*innen Karriereperspektiven zu eröffnen.“

75 Berufungsverfahren stünden in den kommenden fünf Jahren an und müssten erfolgreich und effizient durchgeführt werden. Vor allem in den technischen und neu akademisierten Disziplinen sei die Lage mit Bewerberinnen und Bewerbern in Fulda schwierig. Hochspezialisierte Kandidatinnen und Kandidaten hätten oftmals keine ausreichende Berufserfahrung, es gebe zu wenige internationale Bewerberinnen und Bewerbern und die Berufungsverfahren seien zu aufwendig.

Hochschule Fulda: Programm soll auch für höheren Frauenanteil sorgen

Mit einem passgenauen und hochschulweiten Konzept zur Gewinnung und Entwicklung professoralen Personals will die Hochschule Fulda dies nun ändern. „Wir wollen die Stärken der Hochschule Fulda ins Blickfeld rücken und Bewerber*innen damit überzeugen: Dazu zählen unsere Forschungsstärke, das eigenständige Promotionsrecht, unsere Pionierleistung bei der Akademisierung von Gesundheits- und Pflegeberufen, die großen Erfolge bei der Gleichstellungsarbeit und bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie wie auch unsere sehr gute Vernetzung mit der Praxis und der Region“, betont Khakzar. 

So will die Hochschule Fulda das Programm auch nutzen, um den Anteil von Frauen in den technischen Fachbereichen zu steigern und eine bessere Planbarkeit und mehr Chancengerechtigkeit auf dem Weg zur HAW-Professur zu ermöglichen. Zugleich will sie ihr Profil in Lehre, Forschung und Transfer schärfen. Dafür sollen Schwerpunktprofessuren eingerichtet und gezielt die profilbezogenen Bereiche Gesundheit, Ernährung und Lebensqualität gestärkt werden. Daneben sind zahlreiche weitere Maßnahmen vorgesehen, etwa die Einrichtung zweier Promotionskollegs, um dem Mangel an berufungsfähigen Kandidatinnen und Kandidaten in neu akademisierten oder HAW-spezifischen Fächern entgegenzuwirken. 

Sogenannte Tandem-Programme mit regionalen Praxispartnern – dazu zählen antonius Netzwerk Mensch und die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) – sollen dabei helfen, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Berufserfahrung außerhalb der Hochschule sammeln können. Zudem strebt die Hochschule Fulda an, mit einem Weiterqualifizierungsprogramm in Kooperation mit der Universität Kassel wissenschaftliche Nachwuchskräfte beider Hochschulen strukturiert auf eine HAW-Professur vorzubereiten und zu qualifizieren. (lio)

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