Feuerwehren im Einsatz

Landesamt meldet „außergewöhnliches Hochwasser“ in Bronnzell - Schäden in der Rhön

Nach den kräftigen Regenfällen der vergangenen Tage sind in Osthessen erneut Flüsse und Bäche über die Ufer getreten. In der Fulda-Aue war am Morgen unter anderem die Hornungsbrücke überschwemmt.

Fulda - Erneut Hochwasser-Alarm in Osthessen: In der Region sind nach den starken Regenfällen am Mittwoch und in der Nacht zu Donnerstag Flüsse und Bäche über die Ufer getreten. Vor allem rund um Fulda waren die Pegelstände am Donnerstagmorgen hoch, wie das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie auf seiner Homepage schrieb.

An mehreren Messstationen wurde die Meldestufe zwei überschritten, die für ein mittelschweres Hochwasser steht. An der Station in Bronnzell stieg der Pegel sogar über die dritte Meldestufe, dort herrscht laut Landesamt also „außergewöhnliches Hochwasser“. In der Fulda-Aue steht das Wasser. Hier war am Morgen unter anderem ein Teil der Hornungsbrücke überschwemmt. Ein acht Jahre alter Junge hat das Hochwasser in Bronnzell falsch eingeschätzt. Er wurde eingeschlossen und musste gerettet werden.

Die Fulda ist über die Ufer getreten. Hier ein Blick auf die Hornungsbrücke.

Hochwasser in Fulda: Achtjähriger war eingeschlossen

Auch in der Rhön und im Vogelsberg mussten die Feuerwehren am Mittwoch und Donnerstag zu Hochwasser-Einsätzen ausrücken. „Die Fulda ist innerhalb kürzester Zeit über die Ufer geflossen“, schildert der stellvertretende Gemeindebrandinspektor (GBI) von Ebersburg, René Bolz. Er schätzt, dass kurz vor Mitternacht zwischen 35 und 45 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen sind, und das gut anderthalb Stunden lang. „Durch diesen Starkregen war die Kreuzung Hauptstraße/Brückenstraße, wo die Fulda fließt, überflutet“, so Bolz.

Die Feuerwehr musste ein Fahrzeug aus dem Wasser holen – der Fahrzeugführer kam mit dem Auto nicht mehr weiter. Die Person habe sich laut Bolz aber in Sicherheit bringen können. Außerdem mussten die 14 Kräfte der Feuerwehr Schmalnau Gebäude im Umfeld vor den Wassermassen schützen, unter anderem den Kindergarten. „Wir haben Sandsäcke verlegt“, erläutert Bolz. Der Bauhof der Gemeinde habe unterstützt und Hessen Mobil habe die Straße gesperrt.

Landesamt meldet „außergewöhnliches Hochwasser“ in Bronnzell - Zahlreiche Einsätze für die Feuerwehren

Die Haune in Hünfeld ist über die Ufer getreten.
Die Haune in Hünfeld ist über die Ufer getreten. © Hartmut Zimmermann
Die Haune in Hünfeld ist über die Ufer getreten.
Die Haune in Hünfeld ist über die Ufer getreten. © Hartmut Zimmermann
Besonders betroffen war der Ortsteil Reulbach, wo 40 Einsatzkräfte Schutzmaßnahmen gegen überflutete Keller getroffen haben.
Besonders betroffen war der Ortsteil Reulbach, wo 40 Einsatzkräfte Schutzmaßnahmen gegen überflutete Keller getroffen haben.  © Feuerwehr Reulbach
Der Regen in der vergangenen Nacht hat zu einer heftigen Überschwemmung in Fulda geführt. Hier ein Drohnen-Foto aus dem Bereich Kohlhaus/Bronnzell.
Der Regen in der vergangenen Nacht hat zu einer heftigen Überschwemmung in Fulda geführt. Hier ein Drohnen-Foto aus dem Bereich Kohlhaus/Bronnzell. © Anton Witzel
Der Regen in der vergangenen Nacht hat zu einer heftigen Überschwemmung in Fulda geführt. Hier ein Foto aus dem Bereich Kohlhaus/Bronnzell.
Der Regen in der vergangenen Nacht hat zu einer heftigen Überschwemmung in Fulda geführt. Hier ein Foto aus dem Bereich Kohlhaus/Bronnzell. © Anton Witzel
Die Fulda ist über die Ufer getreten. Besonders betroffen ist die Fulda-Aue.
Die Fulda ist über die Ufer getreten. Besonders betroffen ist die Fulda-Aue. © Marius Scherf
Die Fulda ist über die Ufer getreten. Besonders betroffen ist die Fulda-Aue.
Die Fulda ist über die Ufer getreten. Besonders betroffen ist die Fulda-Aue. © Marius Scherf
Die Fulda ist über die Ufer getreten. Besonders betroffen ist die Fulda-Aue.
Die Fulda ist über die Ufer getreten. Besonders betroffen ist die Fulda-Aue. © Marius Scherf
Die Fulda ist über die Ufer getreten. Besonders betroffen ist die Fulda-Aue.
Die Fulda ist über die Ufer getreten. Besonders betroffen ist die Fulda-Aue. © Marius Scherf
Die Fulda ist über die Ufer getreten. Besonders betroffen ist die Fulda-Aue.
Die Fulda ist über die Ufer getreten. Besonders betroffen ist die Fulda-Aue. © Marius Scherf
Die Fulda ist über die Ufer getreten. Besonders betroffen ist die Fulda-Aue.
Die Fulda ist über die Ufer getreten. Besonders betroffen ist die Fulda-Aue. © Marius Scherf
Die Fulda ist über die Ufer getreten. Besonders betroffen ist die Fulda-Aue.
Die Fulda ist über die Ufer getreten. Besonders betroffen ist die Fulda-Aue. © Marius Scherf
Die Fulda ist über die Ufer getreten. Besonders betroffen ist die Fulda-Aue.
Die Fulda ist über die Ufer getreten. Besonders betroffen ist die Fulda-Aue. © Marius Scherf
Die Fulda ist über die Ufer getreten. Besonders betroffen ist die Fulda-Aue.
Die Fulda ist über die Ufer getreten. Besonders betroffen ist die Fulda-Aue. © Marius Scherf
Die Fulda ist über die Ufer getreten. Besonders betroffen ist die Fulda-Aue.
Die Fulda ist über die Ufer getreten. Besonders betroffen ist die Fulda-Aue. © Marius Scherf
Die Fulda ist über die Ufer getreten. Besonders betroffen ist die Fulda-Aue.
Die Fulda ist über die Ufer getreten. Besonders betroffen ist die Fulda-Aue. © Marius Scherf
Die Fulda ist über die Ufer getreten. Besonders betroffen ist die Fulda-Aue.
Die Fulda ist über die Ufer getreten. Besonders betroffen ist die Fulda-Aue. © Marius Scherf

Hochwasser in Osthessen: Feuerwehren in der Rhön im Einsatz

Der Einsatz hat von 0.30 Uhr bis 4 Uhr gedauert. „Wir sind auch weitere Orte in der Gemeinde abgefahren. Wir kennen ja die Schwerpunkte, wo es durch Hochwasser oft brenzlig wird“, erklärt der stellvertretende GBI. Die Gemeinde Ebersburg sei häufiger von solchen Lagen betroffen, da hier drei Bäche verlaufen: die Fulda, die Lütter und der Thalaubach. Die Gemeindepolitik hat dieses Thema auf der Agenda.

Auch in der Gemeinde Ehrenberg hat der Starkregen für Hochwasser gesorgt. „Alle fünf Ortsteilfeuerwehren waren im Einsatz“, berichtet Gemeindebrandinspektor Stefan Faulstich, teilweise von 0 Uhr bis um 6 Uhr morgens. Besonders betroffen war der Ortsteil Reulbach, wo 40 Einsatzkräfte Schutzmaßnahmen gegen überflutete Keller getroffen haben. Hier sei fast das ganze Dorf auf den Beinen gewesen.

Mit Sandsäcken kämpften die Feuerwehren in der Rhön gegen das Wasser.

Das Hochwasser sei heftig gewesen. „Mit einem Radlader haben wir versucht, die Gräben auszuschaufeln und das Wasser umzuleiten“, erklärt Faulstich. „In Wüstensachsen in ein Haus erheblich beschädigt worden. Das Wasser ist sturzflutartig in den Keller geschossen. Mit Sandsäcken konnten wir da nicht mehr viel ausrichten. Wir haben mit Lkw und Radlader Material beigeschafft, um an dem Gewässer Krumbach einen Damm zu bauen und das Wasser vom Haus wegzuleiten. Dann haben wir den Keller ausgepumpt.“

Auch in Melperts habe er so viel Wasser gesehen, wie lange nicht. Er ist seit 40 Jahren in der Einsatzabteilung: „Dass die Ulster einen so hohen Wasserpegel hat, das habe ich noch nicht erlebt.“ Infolge der Schneeschmelze und des kräftigen Regens hatte es erst in der vergangenen Woche in vielen Teilen Osthessens Hochwasser gegeben. Besonders betroffen war das Kinzigtal.

Laut Wetterdienst bleibt es am Donnerstag in Hessen trocken

Die gute Nachricht: Am Donnerstag bleiben die Hessen vorerst von neuem Regen verschont. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) soll es weitgehend trocken und bewölkt werden. Die Höchstwerte liegen zwischen 8 Grad in Nordhessen und bis zu 13 Grad am Rhein. Am Freitag setzt der Regen laut Vorhersage aber wieder ein. Bei Temperaturen zwischen 6 und 10 Grad kommt von Süden Regen auf. Die verbreiteten Niederschläge bleiben den Hessen auch am Samstag erhalten. (jev, zen, dpa)

Rubriklistenbild: © Anton Witzel

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