Aus für das Honky-Tonk in Fulda: Keine Partie im September.
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Aus für das Honky-Tonk in Fulda: Keine Party im September. (Archivbild)

Nährboden für das Corona-Virus?

Kein Honky Tonk in Fulda - Ansteckungsrisiko zu groß

Die Corona-Pandemie und die fehlende Perspektive in der Veranstaltungsbranche führen nun dazu, dass die Agentur L19 GmbH aus Schweinfurt alle geplanten Veranstaltungen für dieses Jahr absagt. Dazu zählt auch das Honky Tonk in Fulda.

Fulda - Das Festival war in Fulda ursprünglich für den 19. September geplant. Jetzt gibt die veranstaltende L19 GmbH aus Schweinfurt bekannt, dass das Honky Tonk in diesem Jahr überhaupt nicht stattfinden wird. Laut des Unternehmens habe es keinen Sinn, mit der Absage zu warten oder auf eine Verschiebung des Events auf die Zeit nach dem 31. Oktober zu hoffen.

„Es ist im Moment nicht abzusehen, dass es in diesem Jahr wirtschaftlich funktionierende Rahmenbedingungen für die Veranstaltung von großen Events geben wird. Aber auch emotional werden es Gästen kaum als Genuss empfinden, mit Maske und Abstandsgebot in Kneipen Livemusik zu hören", wird L19-Geschäftsführer Ralf Hofmann in einer Pressemitteilung zitiert.

Honky Tonk in Fulda: Festival wird trotz Lockerungen wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden

Bei allen Lockerungen sei für die Veranstaltungsbranche eine Entspannung noch weit entfernt. „Wir arbeiten in unserer Branche mit einem Kostendeckungsgrad von 70% bis zum Teil 90%. Bei einer zugelassenen Kapazität von vielleicht 25% kann sich jeder schnell ausrechnen, dass solche Veranstaltungen sich niemals tragen können", so Hoffmann weiter. Man habe mit den Genehmigungsbehörden in einigen Städten in den letzten Wochen Kontakt aufgenommen und die Lage erörtert.

Die Einschätzung seien alle eindeutig gewesen: Veranstaltungen könnten irgendwie möglich sein, allerdings nur mit hohen Hygienestandards, entsprechendem Abstandsgebot und Kapazitätseinschränkungen.

Ansteckungsrisiko hoch: Covid-19 zu aggressiv

Zwar falle dem Unternehmen die Absage nicht leicht - vor allem, weil damit auch Aufträge für Dienstleister und Künstler verbunden seien. „Aber wir hoffen auf Verständnis, dass wir unter diesen momentanen Bedingungen nicht veranstalten können", so Hoffmann.

Denn: „Die Ansteckungsszenarien in Südkorea und in der Schweiz, wo Clubs wieder geöffnet sind und Veranstaltungen mit vielen Menschen auf engem Raum indoor erlaubt wurden, aber vor allem auch in den USA, zeigen, wie aggressiv das Virus ist.“

Neben Fulda fällt die Veranstaltungsreihe auch in Haßfurt, Lohr und Schweinfurt aus. (akh)

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