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In der Gemeinde Eichenzell startet nun ein Projekt, bei dem die Straßenbeleuchtung digitalisiert wird.

Smart City Eichenzell

Straßenlaternen werden smart: Pilotprojekt der Gemeinde mit RhönEnergie Fulda

Die Gemeinde Eichenzell gehört zum kleinen Kreis deutscher Kommunen, die für ein wegweisendes Digitalisierungsprojekt ausgewählt und mit Fördermitteln ausgestattet wurden. Ein Pilotprojekt zur digitalen Aufrüstung Eichenzeller Beleuchtungsanlagen ist jetzt gestartet.

Eichenzell - Bundesinnenminister Horst Seehofer persönlich übergab dem Eichenzeller Bürgermeister Johannes Rothmund im März diesen Jahres zusammen mit dem Fuldaer Bundestagsabgeordneten Michael Brand den Förderbescheid in zweistelliger Millionenhöhe. In den kommenden Jahren will die Gemeinde im Sinne der Smart City-Charta liefern: mit guter Planung, Tempo und starken Partnern. Dass eines der ersten Projekte zusammen mit der Rhön Energie Fulda-Gruppe realisiert werden soll, lag da nahe.

„Ergänzend zu unserem vorbildlichen Breitband-Glasfasernetz für schnelles Internet, gibt uns das Projekt „Smart City“ die Möglichkeit an vielen Stellen in der Gemeinde die Chancen der Digitalisierung dafür zu nutzen, die Lebensqualität unserer Bürgerinnen und Bürger weiter zu erhöhen - im Kernort wie auch in den Ortsteilen“, freut sich Bürgermeister Johannes Rothmund. (Lesen Sie hier: Auf welchem Stand sind die Projekte in der Smart City? Ines Claus zu Besuch in Eichenzell)

Fulda: Smart City Eichenzell startet Digitalisierung der Straßenbeleuchtung

In der Smart-City-Gemeinde Eichenzell betreibt die RhönEnergie Fulda-Gruppe rund 1700 öffentliche Leuchten. Ein Teil davon wird im Rahmen des Projekts sukzessive auf energieeffiziente LED-Technologie umgerüstet und um zusätzliche Funktionen erweitert. Die Beleuchtung soll „nachtfreundlich“ im Sinne des Sternenparks Rhön optimiert werden. Neben einer warmen Lichtfarbe und der richtigen Neigung der Leuchten lässt sich über intelligente Steuerung viel erreichen. „Adaptive Lichtsteuerung“ lautet das Schlüsselwort: Im Standby-Modus sind die Leuchten nachts energiesparend heruntergedimmt. Nähert sich jedoch eine Person oder ein Fahrzeug, wird die Lichtstärke kurzzeitig bedarfsgerecht erhöht. Das hilft Lichtemissionen zu vermeiden.

Ergänzend können die modernisierten Leuchten nun mit unterschiedlichsten Sensoren bestückt werden. Diese messen beispielsweise Temperatur, Luftfeuchtigkeit sowie die Konzentration von Schadstoffen (Ozon, CO2, NOx). Ferner erfassen sie für ein Parkleitsystem, wie die Parkplätze im Umfeld der Leuchte belegt sind. Diese Nachrüstungen machen herkömmliche Straßenbeleuchtung zu „Smart Poles“ - und damit zu Pfeilern der Digitalisierung. (Lesen Sie auch: Edag Group präsentiert Digitalministerin den CityBot)

Bürgermeister Johannes Rothmund sieht in der Digitalisierung eine Verbesserung der Lebensqualität

„Dass die Gemeinde Eichenzell zum Auftakt ein anspruchsvolles Pilotprojekt zur Aufrüstung der Straßenbeleuchtung wählt, macht Sinn“, unterstreicht Ralf-Stefan Stöppler, Geschäftsführer der RhönEnergie Effizienz + Service GmbH. Das von ihm geführte Unternehmen betreibt in Osthessen und angrenzenden Gebieten rund 32.000 Straßenleuchten. „Im Bereich der öffentlichen Beleuchtung sind in Eichenzell praxisbewährte Strukturen vorhanden, auf denen wir jetzt zukunftsgerichtet aufbauen werden. Diese Herausforderung nehmen wir gerne an.“ 

„Mit rund 11.000 Einwohnern sind wir die kleinste Kommune im Kreis der vom Innenministerium ausgewählten Smart Citys. Das sehen wir durchaus als Chance, Beschlossenes auch schnell und bürgerfreundlich umzusetzen. Die nächsten Jahre werden für uns alle spannend“, sagt Thorsten Sturm, Projekteiter Smart City der Gemeinde Eichenzell. (ah)

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