Das Hunde-Trio hilft bei der tiergestützten Therapie im Klinikum Fulda aus.
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Das Hunde-Trio hilft bei der tiergestützten Therapie im Klinikum Fulda aus.

Hunde-Trio im Krankenhaus

Klinikum Fulda begrüßt tierische Mitarbeiter: Ronja, Joel und Brutus sind die neuen Therapiehunde

Die neuen „Kollegen“ im Therapie-Team in der von Dr. Solveigh Hilliard geleiteten Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie heißen Ronja, Joel und Brutus. Mit den drei neuen Therapie-Hunden kann jetzt auch stationären Patienten eine tiergestützte Therapie ermöglicht werden.

Fulda - Therapie-Hunde sind speziell ausgebildete Hunde, die nur im Team mit dem Besitzer zur Therapiearbeit zugelassen sind. Neben verschiedenen Ausbildungen des Hundes muss auch der Besitzer über eine therapeutische oder pädagogische Ausbildung verfügen.

Die Klinik in Fulda verfügt über langjährige Erfahrung mit der tiergestützten Therapie. „Bereits im Jahr 1987 wurde die Therapie mit dem Pferd bei uns etabliert“, erklärt Regina Hoffmann, Bewegungstherapeutin und Gesundheitspädagogin an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie. „Auch Pferde eignen sich gut als „Co-Therapeut“, da sie  über ausgezeichnete Intuition und Beobachtungsgabe verfügen und letztendlich als Spiegel fungieren“, so Hoffmann weiter.

Fulda: Diese Hunde arbeiten im Krankenhaus - Klinikum begrüßt Therapiehunde

Da die tiergestützte Therapie mit dem Pferd nur für mobile Patienten geeignet ist, wurden kürzlich die drei ausgebildeten Therapiehunde Ronja, Joel und Brutus „eingestellt“. Von dem neuen Angebot profitieren besonders ältere Patienten mit körperlichen und geistigen Einschränkungen, die auf den gerontopsychiatrischen Stationen behandelt werden. (Lesen Sie hier: Theraphiehund Oskar ist auf Hünfelder Palliativstation tätig)

„Die drei Hunde sind speziell für die Therapie ausgebildet“, erläutert Wencke Schneider, Physiotherapeutin und BeNaTi Therapeutin. Jeder Therapiehund bringt - neben der Ausbildung zum Gehorsam - eine spezielle Ausbildung zum Therapiehund mit. „So verschieden Patienten sind, so verschieden sind auch die Einsatzgebiete unserer Therapiehunde.“

Hündin Ronja betreut Patienten die intensiven Körperkontakt benötigen und Störungen im sensomotorischen Bereich haben. Rüde Joel ist besonders für ängstliche Patienten mit verlangsamter Motorik oder Antriebsschwäche geeignet. Und Brutus hilft Menschen, die im Rollstuhl sitzen beziehungsweise überwiegend sitzenden Patienten.

Ronja, Joel und Brutus: Hunde sind neue Mitarbeiter im Klinikum Fulda

Dr. Solveigh Hilliard weiß um die Vorteile von der Arbeit mit Tieren. „Patienten, die unter Antriebsschwäche, Sprachbarriere, vermindertem Selbstbewusstsein, kognitiven Einschränkungen oder auch Ängsten leiden, profitieren von einer Tiergestützten Therapie besonders.“

Tiere nähmen uns so an, wie wir sind, Tiere begegnen uns vorurteilsfrei. Die tiergestützte Therapie arbeitet im Kontakt zum und in der Interaktion mit dem Tier. Hilliard weiter: „Enger Kontakt zum Tier, ebenso wie Nähe zu Menschen, setzt vermehrt das Hormon Oxytocin – auch Bindungshormon genannt – frei. Dies führt unter anderem zu Wohlgefühl, Entspannung und zur Senkung von Stress.“ (akh)

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