Die Frequenz in der Fuldaer Innenstadt wächst – gerade bei schönem Wetter.
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Die Frequenz in der Fuldaer Innenstadt wächst – gerade bei schönem Wetter.

Stadt Fulda will helfen

Nach Öffnungen der Läden: Verbraucher kehren in Fuldaer Innenstadt zurück - aber nur allmählich

  • Volker Nies
    vonVolker Nies
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Nach der coronabedingten Zwangsschließung der Läden in der Innenstadt kehren die Verbraucher wieder zurück – aber nur vorsichtig. Das zeigen Erhebungen vom City Marketing. Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU) will Händlern und Gastronomen helfen.

  • Nach den Zwangsschließungen wegen der Corona-Pandemie füllt sich die Fuldaer Innenstadt langsam wieder.
  • Trotzdem ist in der Innenstadt noch nicht annähernd so viel los, wie es sonst der Fall wäre.
  • Die Stadt will schon bald konkret helfen, kündigt Fuldas Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld (CDU) an.

Fulda - Es ist noch nicht wieder wie vor der Schließung, aber die Zahlen steigen. Bei herrlichem Sonnenschein sind viele Menschen in der Fuldaer Innenstadt unterwegs – sie genießen einen Kaffee in der Sonne oder schauen sich in Geschäften nach Sommermode um.

Am letzten Samstag vor der Schließung – als allerdings schon viele Verbraucher aus Sorge lieber zu Hause geblieben waren – wurden in der Innenstadt 44.200 Menschen gezählt. Während der Schließung der meisten Geschäfte sank die Zahl samstags auf 10.000 Menschen – vielleicht Reisende auf dem Weg zum Bahnhof oder Kunden der Bäckereifilialen.

Nach Öffnung der Läden in Fulda: Anzahl an Menschen in der Innenstadt steigt

Ende April und Anfang Mai, als die Geschäfte Teilflächen bis 800 Quadratmeter öffnen durften, stieg die Zahl auf 16.000 Menschen, Mitte Mai mit der Öffnung der Gastronomie wuchs sie weiter auf 23.000 Menschen. Die Zahl steigt also. Aber nur langsam.

Die Tische in den Cafés füllen sich wieder.

Hinzu kommt, dass der Anteil der Besucher, die dann tatsächlich etwas kaufen, geringer ist als vor der Krise. „Wir sind froh, dass die Kunden wieder kommen. Aber die Umsätze sind lange nicht so, wie wir sie bräuchten. Mit den aktuellen Umsätzen kann es auf lange Sicht nicht funktionieren“, sagt Reginald Bukel, Vorsitzender des City Marketing Fulda.

Nach Öffnung der Läden in Fulda: Drei Erklärungen für Kaufzurückhaltung

Für die Kaufzurückhaltung hat Bukel drei Erklärungen: Der „Shutdown“ sei noch nicht lange her, er sei vielen Kunden also noch ganz bewusst. Dann gelte bei vielen Verbrauchern das Maskentragen als Bremse für das Einkaufsvergnügen, auch wenn sich immer mehr an das Tragen gewöhnten; und schließlich seien viele Osthessen in Kurzarbeit und lebten in wirtschaftlicher Unsicherheit.

Moderne Messung

Fast jeder Jugendliche und Erwachsene trägt ein Handy mit sich, das ständig Signale aussendet. An 21 Frequenz-Messstellen in Fuldas Innenstadt werden seit 2018 die Passanten anhand ihrer Handys anonym erfasst. Die Messstellen tauschen ihre Ergebnisse aus, so dass jeder Passant nur einmal am Tag gezählt wird, man aber auch sehen kann, wie lange er sich in der Stadt aufhält.

Aber Bukel ist optimistisch: „Die Osthessen lieben die Fuldaer Innenstadt. Wenn es drauf ankommt, stehen die Fuldaer zu ihrer Innenstadt. Sie wollen ja, dass sie so lebendig bleibt, wie sie ist.“

Fuldas Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld kündigt an, dass die Stadt schon bald konkret helfen will. „Uns ist bewusst, wie schwierig die aktuelle Situation ist. Die Besucherzahlen nach der Zeit des Shutdowns nehmen nur langsam zu.“

Nach Öffnung der Läden in Fulda: Zahl der Touristen steigt nur langsam

Ein Grund für den Frequenzrückgang sei auch, dass sich jetzt viele wegen des Infektionsschutzes lieber im Freien aufhalten. Bei Regen sinkt die Besucherzahl dann. Zudem steige die Zahl der Touristen, die gerade am Wochenende für viel Frequenz gesorgt haben, nur langsam.

Wingenfeld erklärt: „Die lokalen Geschäfte und Gastronomiebetriebe sind enorm wichtig für die Attraktivität unserer Stadt. Daher stehen wir bereits in intensiven Gesprächen mit dem City Marketing und weiteren Gastronomen und Händlern, damit wir den städtischen Gremien zeitnah konkrete Vorschläge zur Unterstützung der Gastronomie und des Handels und damit zur Belebung der Innenstadt unterbreiten können.“

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