Mit dem Spatenstich startet der Bau der neuen Kita St. Pius in Fulda.
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Mit dem Spatenstich startet der Bau der neuen Kita St. Pius in Fulda.

Platz für fünf Gruppen

Bau von Kita St. Pius in Fulda beginnt: Spatenstich für Millionen-Projekt

Der Bau der neuen Kita St. Pius neben der gleichnamigen Kirche startet: Das haben die Verantwortlichen gemeinsam mit den Kindergartenkindern bei einem Spatenstich gefeiert.

Fulda - Mit einem symbolischen Spatenstich ist im Fuldaer Stadtteil Ziehers-Süd in unmittelbarer Nähe der St.-Pius-Kirche ein Bauprojekt gestartet worden, „das einen weiteren städtebaulichen Akzent im Viertel rund um das Klinikum Fulda setzen wird und künftig noch mehr Kindern im Quartier eine Betreuungsmöglichkeit bieten wird“, erklärt die Stadt Fulda. Neben Vertreterinnen und Vertretern der städtischen und kirchlichen Gremien, der Baufirmen und des Architekturbüros nahmen auch die Kindergartenkinder teil.

Die Trägerschaft der Kita St. Pius werde in den Händen der Kirchengemeinde bleiben, die Stadt fungiere als Bauträger und trage die Gesamtbaukosten von kalkulierten 5,3 Millionen Euro. Von Land Hessen und Bund wird das Projekt im Rahmen des Förderprogramms „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier“ mit drei Millionen Euro gefördert. Die Fertigstellung und Eröffnung ist laut Stadt für die erste Jahreshälfte 2023 avisiert.

Fulda: Bau von Kita St. Pius beginnt - Spatenstich für „wegweisendes Projekt“

Bei der kleinen Feier zum Spatenstich betonte Pfarrer Rudolf Liebig die gute Zusammenarbeit mit der Stadt, auch wenn man bei Vertragsverhandlungen im Detail manchmal hart habe ringen müssen. Gleichwohl könne sich das Ergebnis sehen lassen, und die Kinder und Eltern im Quartier könnten sich auf eine ganz besondere Kita freuen. (Lesen Sie hier: Schulen, Sport und Kitas - Stadt Fulda will 121 Millionen Euro investieren)

5,3 Millionen Euro soll der Bau der Kita St. Pius kosten.

Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld sprach von einem „wegweisenden Projekt in bewegten Zeiten für Kirche und Staat“. Er freue sich, dass Pfarrer Liebig auch langfristig die Trägerschaft der Einrichtung durch die Kirchengemeinde zugesichert habe. Die Stadt werde ihr Möglichstes tun, um weitere Betreuungsplätze zu schaffen, gerade in einem wachsenden, kinderreichen Quartier wie Ziehers-Süd/Ostend.

Zahlen

Die Nutzfläche beträgt 1060 Quadratmeter, der umbaute Raum beträgt 5468 Kubikmeter, und die Außenabmessungen des langgestreckten Gebäudes lauten 70 mal 11,50 Meter.

„Durch den Neubau wird das Angebot an Kita-Plätzen in Ziehers-Süd neu strukturiert und dem wachsenden Bedarf angepasst“, erklärt die Stadt. Geplant sei ein zweigeschossiger Bau für fünf Gruppen, ein großzügiges Foyer, ein Mehrzweckraum, ein lichtdurchfluteter Turnraum sowie mehrere Nebenräume. Insgesamt sollen dort künftig rund 100 Kindergartenkinder in der Altersgruppe 1 bis 6 Jahre betreut werden. „Der Standort der künftigen Kita liegt auf einem bisherigen Parkplatz des Kirchengrundstücks, das der Stadt im Erbbaurecht übertragen wurde“, heißt es.

5,3 Millionen Euro werden für Baukosten kalkuliert

Das architektonisch anspruchsvolle Gebäude (nach dem Entwurf von Büro Reith, Wehner, Storch in Fulda) schmiege sich mit seiner polygonal gefalteten Gebäudefigur an die St.-Pius-Kirche. „Ein wesentliches gestaltgebendes Motiv des Entwurfs, der sich 2020 in einem Architektenwettbewerb durchgesetzt hatte, ist der integrierte Spielhügel“, betont die Stadt. Der diene neben der direkten Erschließung der Freianlagen für die Gruppen des Obergeschosses als Erlebnisraum für die Kinder.

Die Neugestaltung des Areals biete auch die Möglichkeit, nicht nur das künftige Kita-Gebäude, sondern auch den bestehenden Pfarrsaal/Gemeindezentrum St. Pius im Erdgeschoss des Kirchengebäudes barrierefrei und rollstuhlgerecht zu erschließen.

Während der Bauzeit werde die Kita St. Pius weiter in ihrem angestammten Quartier an der ehemaligen Athanasius-Kircher-Schule (Dingelstedtstraße) anzutreffen sein. Langfristig soll in dem Gebäude der Betriebskindergarten des Klinikums Fulda einziehen, der bislang noch auf den Standort ehemaliges Schwesternwohnheim (Buseckstraße) und das Übergangsquartier in der Alten Schule in Sickels aufgeteilt ist. (lea)

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