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Rettungshubschauer-Bilanz: So häufig war „Christoph 28“ aus Fulda 2021 im Einsatz

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Startbereit für den nächsten Einsatz - Christoph 28 auf dem Dach des Klinikums in Fulda.
Startbereit für den nächsten Einsatz - Christoph 28 auf dem Dach des Klinikums in Fulda. © ADAC Hessen-Thüringen e.V.

Aus der aktuellen Einsatzstatistik der ADAC-Luftrettung geht hervor, dass „Christoph 28“ aus Fulda im Jahr 2021 zu 1258 Einsätzen geflogen ist. Das sind acht Einsätze mehr als im Jahr 2020. 

Fulda - „Christoph 28“ ist am Klinikum Fulda stationiert und wird dort seit April 1984 von der ADAC-Luftrettung betrieben. Der Einsatzradius der Station beträgt circa 70 Kilometer. In der Regel besteht ein Stationsteam aus drei Piloten, fünf Notfallsanitätern und 15 Notärzten, gab der ADAC in einer Pressemitteilung bekannt. 

Von den 1258 Einsätzen waren (Unfall-)Verletzungen mit 33 Prozent der häufigste Einsatzgrund – davon handelte es sich bei neun Prozent um Verkehrsunfälle –, dicht gefolgt von Notfällen des Herz-Kreislaufsystems mit 30 Prozent. Bei 17 Prozent handelte es sich um neurologische Notfälle und bei acht Prozent um Notfälle des Atmungssystems. 12 Prozent entfielen auf sonstige Einsatzgründe wie psychiatrische oder geburtshilfliche Notfälle. Im Jahr 2020 flog „Christoph 28“ zu 1250 Einsätzen.

Fulda: So häufig war „Christoph 28“ 2021 bei Unfällen im Einsatz

Vergangenes Jahr rückte der Helikopter nach Hessen (78,6 Prozent der Einsätze), Bayern (14 Prozent), Thüringen (7,3 Prozent), und Sachsen-Anhalt (0,1 Prozent) aus, teilte der ADAC mit: „Dabei handelte es sich um 1133 Primäreinsätze, in denen ein Notarzt zum Einsatzort gebracht oder ein notfallmedizinisch versorgter Patient direkt in ein geeignetes Krankenhaus geflogen wird.“

43 Einsätze waren Sekundäreinsätze, also Flüge, um Patienten von einem Krankenhaus in ein anderes zu verlegen oder wichtige Medikamente, Blutkonserven oder Organe zu transportieren. Bei 82 Einsätzen handelte es sich um Fehleinsätze. 

Video: Wenn jede Sekunde zählt: Unterwegs mit der ADAC Luftrettung

Dank umfangreicher Hygienemaßnahmen waren die mehr als 50 Hubschrauber der ADAC Luftrettung an 37 Stationen trotz Corona auch letztes Jahr uneingeschränkt im Einsatz. Insgesamt sind die Crews im Jahr 2021 zu 52.234 Einsätzen gestartet (2020: 51.749). 

ADAC Luftrettung gGmbH

Mit mehr als 50 Rettungshubschraubern und 37 Stationen ist die gemeinnützige ADAC Luftrettung eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas mit bis heute mehr als 1,1 Millionen Einsätzen. Die ADAC Rettungshubschrauber gehören zum deutschen Rettungsdienstsystem, werden immer über die Notrufnummer 112 bei der Leitstelle angefordert und sind im Notfall für jeden Verunglückten oder Erkrankten zur Stelle.

„Gegen die Zeit und für das Leben“ lautet der Leitsatz der ADAC Luftrettung gGmbH. Denn gerade bei schweren Verletzungen oder Erkrankungen gilt: Je schneller der Patient in eine geeignete Klinik transportiert oder vor Ort vom Notarzt versorgt wird, desto besser sind seine Überlebenschancen bzw. seine Rekonvaleszenz. Die Crews der ADAC Luftrettung werden trainiert von der ADAC HEMS Academy GmbH. Die Wartung und technische Bereitstellung erfolgt über die ADAC Heliservice GmbH. Die ADAC Luftrettung ist ein Tochterunternehmen der ADAC Stiftung. 

Mit den Rettungshubschraubern der Typen H145 und H135 von Airbus Helicopters wurden 2021 ungefähr 3,3 Millionen Kilometer zurückgelegt. Das sind rund 100.000 Kilometer mehr als ein Jahr zuvor. Die durchschnittliche Flugzeit bei einem Einsatz betrug circa 30 Minuten. (sec)

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