Ein Luftbild vom Klinikum Fulda.
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„Das Klinikum Fulda bietet mit seiner Vielfalt an Fachrichtungen Medizin auf dem Niveau eines Universitätsklinikums“, sagt der neue Ärztlicher Leiter der Abteilung für Thoraxchirurgie, Dr. Bora Kosan.

Bis Ende 2022

Kooperation zwischen Klinikum Fulda und Thoraxzentrum Bezirk Unterfranken - Lungenkrebszentrum entsteht

Eine neue Kooperation haben jetzt das Klinikum Fulda und das Thoraxzentrum Bezirk Unterfranken in Münnerstadt (Bayern) auf den Weg gebracht. Gemeinsam werden sie in den kommenden zwei Jahren ein Lungenkrebszentrum aufbauen.

Fulda/Münnerstadt - Als „beispiellose Kooperation“ bewerben Klinikum und Thoraxzentrum das Projekt in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Den Worten folgen bereits Taten: Um diese grenzüberschreitende Zusammenarbeit auch personell zu optimieren, hat der Chefarzt der Thoraxchirurgie (hier werden Krankheiten der Lunge behandelt) aus Unterfranken, Dr. Bora Kosan, vor kurzem auch die ärztliche Leitung der Abteilung für Thoraxchirurgie im Herz-Thorax-Zentrum des Klinikums Fulda übernommen.

Neues Lungenkrebszentrum: Ab Ende 2022 soll in Fulda und Münnerstadt behandelt werden

Das zertifizierte Lungenkrebszentrum soll bis Ende 2022 verwirklicht sein. Gemäß den Vorgaben der Deutschen Krebsgesellschaft muss eine solche Einrichtung pro Jahr 200 Patientinnen und Patienten mit der Erstdiagnose „Bronchialkarzinom“ behandeln sowie 75 Operationen an der Lunge wegen einer Krebserkrankung nachweisen. „Wenn ein Zentrum zwei Standorte hat, muss einer der beiden Standorte mindestens 75 Operationen und der andere mindestens 38 Operationen nachweisen. Dadurch ist ein nachhaltig hohes Niveau gewährleistet“, wird in der Pressemitteilung erklärt.

Die Patientinnen und Patienten im künftigen Lungenkrebszentrum werden an den zwei Standorten in Münnerstadt und in Fulda gemeinsam behandelt. Damit werde sichergestellt, dass das standortübergreifende Zentrum das geforderte Qualitätsniveau erreicht. (Lesen Sie hier: Klinikum Fulda hat bundesweit beste Frühchenstation: Platz 1 von 213 Stationen - „Erfolg ist eine Teamleistung“)

Direktor der Klinik für Herz- Thoraxchirugie am Klinikum Fulda, Prof. Dr. Hilmar Dörge, und Dr. Bora Kosan, Chefarzt der Thoraxchirurgie im Thoraxzentrum Bezirk Unterfranken

Klinikumsvorstand in Fulda spricht von einer „zukunftweisenden Art der Zusammenarbeit“

Wie der Vorstandssprecher des Klinikums Fulda, Dr. Thomas Menzel, betont, profitieren von der Zusammenarbeit beide Kliniken gleichermaßen. Insbesondere für die Patientinnen und Patienten bedeute das neue Zentrum über die Landesgrenzen hinweg eine deutliche Verbesserung der medizinischen Versorgung. „Wir verwirklichen hier gemeinsam mit unseren Partnern in Unterfranken eine zukunftweisende Art der Zusammenarbeit.“

Kooperation zwischen Klinikum Fulda und Thoraxzentrum Bezirk Unterfranken: Doppelrolle für Dr. Kosan

Dr. Bora Kosan sei für die Doppelrolle als Chefarzt der Thoraxchirurgie im Thoraxzentrum Bezirk Unterfranken einerseits und als Ärztlicher Leiter der Abteilung für Thoraxchirurgie im Klinikum Fulda andererseits eine Idealbesetzung. Menzel lobte Dr. Kosan als „engagierten, innovativen und zielorientierten Experten“. Dr. Kosan hat an der Berliner Charité Medizin studiert. Anschließend arbeitete er am Universitätsklinikum Tübingen, bevor er ans Thorax-Zentrum Schillerhöhe in Stuttgart wechselte. 2010 übernahm er die Sektionsleitung der Thoraxchirurgie am Westpfalz-Klinikum in Kaiserslautern.

Seit 2018 ist Dr. Bora Kosan Chefarzt am Thoraxzentrum Bezirk Unterfranken, einer Fachklinik mit den Schwerpunkten Pneumologie, Thoraxchirurgie, pneumologische Onkologie, Tuberkulose, Rehabilitation sowie Schlaf- und Beatmungsmedizin. Die Einrichtung in der Trägerschaft des Bezirk Unterfranken versorgt jährlich rund 3500 stationäre Akut- und circa 250 Rehabilitationspatienten.

Neues Lungenkrebszentrum des Klinikums Fulda und Thoraxzentrum Bezirk Unterfranken: Darum ist es so wichtig

Lungenkrebs sei eine der am häufigsten vorkommenden Krebsarten. Weil dieser Tumor keinen Schmerz in der Lunge erzeuge, und weil es keine Vorsorgeuntersuchung gäbe, kämen Menschen mit Lungenkrebs oft erst dann zum Arzt, wenn die Erkrankung schon fortgeschritten sei, so die Beobachtung von Dr. Bora Kosan.

Darum sei es nach seiner Auffassung wichtig, „dass wir uns mit dem Lungenkrebszentrum besser aufstellen“. Das künftige Zentrum bündele die Erfahrung der hochspezialisierten Klinik in Münnerstadt mit den Möglichkeiten des Fuldaer Klinikums, das alle medizinischen Disziplinen vorhalte. Das Klinikum Fulda biete mit seiner Vielfalt an Fachrichtungen Medizin auf dem Niveau eines Universitätsklinikums. (msf)

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