Die Koalition hat den Magistrat in Fulda zu Verhandlungen mit den Kerber-Eigentümern aufgefordert.
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Die Koalition hat den Magistrat in Fulda zu Verhandlungen mit den Kerber-Eigentümern aufgefordert.

Pläne und Vorstellungen

Koalition fordert: Stadt Fulda soll Kerber-Immobilie kaufen - „Riesiges Potenzial“

  • Sabrina Mehler
    VonSabrina Mehler
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Die Koalition aus CDU, FDP und CWE hat am Montagabend ihre Pläne und Vorstellungen für das Kerber-Areal präsentiert. Ihr Wunsch: Die Stadt soll mit den Eigentümern in Verhandlungen treten, um das Gebäude zu erwerben. Unions-Fraktionsvorsitzende Patricia Fehrmann sprach von einem „Filetstück mit riesigem Entwicklungspotenzial“. 

Fulda - Seit mehr als acht Monaten steht der ehemalige Kerber leer, im Januar beschlossen die Stadtverordneten eine Veränderungssperre für das Areal, um unerwünschte Nutzungen zu verhindern. Nun geht die Koalition mit einer Forderung an die Öffentlichkeit: Die Stadt Fulda soll das Gebäude zum Gutachter-Wert kaufen.

Fulda: Stadt soll Kerber-Immobilie kaufen - Koalition sieht großes Potenzial

Für die künftige Gestaltung schlagen CDU, FDP und CWE eine Entwicklungsgesellschaft vor. Später soll die Stadt Teilflächen an Interessenten verkaufen. Die Stadt solle hier deshalb tätig werden, weil eine Entwicklung des Areals zügig erfolgen müsse, betonten die Vertreter der Koalition, CDU-Fraktionschefin Fehrmann sowie FDP-Vorsitzender Michael Grosch und Martin Jahn von der CWE.

Was hier künftig entstehen könnte, soll über eine Bedarfsanalyse entwickelt werden. Im Gespräch ist ein Nutzungs-Mix aus bezahlbarem Wohnraum, Einzelhandel, Dienstleistungen und Kultur. Während sich die FDP moderne Arbeitsflächen wünscht, um auch Pendler aus dem Umland anzuziehen, setzt die CWE auf eine Markthalle.

Dass die Stadt die Möglichkeit habe, das Areal zu erwerben, sei „ein Geschenk, das uns in den Schoß fällt“, unterstrich Martin Jahn von der Wähler-Einheit. Fulda dürfe keine „Schlafstadt“ werden, sondern müsse lebendig bleiben. Auch er wies darauf hin, wie ideal es sei, wenn die Stadt die Entwicklung der Immobilie „in Eigenregie“ gestalten könne. 

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Dafür soll die Stadt eine Entwicklungsgesellschaft gründen, schlägt die Koalition vor. Finanziert werden soll das Ganze sowohl mit städtischem Kapital als auch über den Verkauf von Gesellschaftsanteilen. Das Areal soll zudem nicht komplett in der Hand der Stadt bleiben, Teilflächen könnten später veräußert werden. 

Wie viel Geld die Stadt für den Kauf in die Hand nehmen muss, mochten die Koalitionsvertreter am Montag nicht sagen. Die Entscheidung, die Immobilie zu erwerben, bezeichnete Fehrmann als eine der wichtigsten Entscheidungen in der noch jungen Legislaturperiode.

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