Das Denkmal steht ungeschützt auf dem Domplatz in Fulda. In seiner Mitte fehlt ein Mosikstein.
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Das Denkmal steht ungeschützt auf dem Domplatz. In seiner Mitte fehlt ein Mosikstein.

Kunstwerk von Walther

Schon wieder: König-Konrad-Denkmal am Fuldaer Domplatz beschädigt

  • Alina Komorek
    VonAlina Komorek
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  • Volker Feuerstein
    Volker Feuerstein
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Bereits zweimal wurde das Ende 2019 aufgestellte König-Konrad-Kunstwerk von Franz Erhard Walther beschädigt. Aktuell steht das Denkmal ungeschützt auf dem Domplatz in Fulda. Wieder gibt es Beschädigungen.

Fuda - Sechs Tage nachdem das König-Konrad-Denkmal im Dezember 2019 auf dem Domplatz enthüllt wurde, wurde das Objekt beschädigt. Schnell wurde das vom Fuldaer Künstler und Biennale-Preisträger Franz Erhard Walther geschaffene Kunstwerk wieder verhüllt, um die Schmierereien beseitigen zu lassen.

Während der Reinigungs- und Sanierungsarbeiten wurde im Sommer 2020 die Schutzfolie, die das Denkmal bedeckte, angezündet und das Objekt ein weiteres Mal beschädigt. Damals hatte der Künstler vorgeschlagen, durch eine Art Glas- oder Plastikkasten sein Werk vor weiteren Beschädigungen zu schützen.

Fulda: König-Konrad-Denkmal am Domplatz schon wieder beschädigt

Auf Nachfrage der Fuldaer Zeitung sagte Johannes Heller von der Magistratspressestelle der Stadt Fulda, dass die Möglichkeit einer Videoüberwachung aus datenschutzrechtlichen Gründen derzeit nicht weiter verfolgt werde. Und auch die vom Walther vorgeschlagene Lösung lehnt die Stadt ab: „Die Überlegungen, eine Glasplatte zum Schutz des Kunstwerks anzubringen, haben sich als technisch nicht umsetzbar erwiesen.“

Momentan, so lässt sich beim Blick auf das Denkmal feststellen, fehlt wieder eines der Plättchen in dem Mosaik des 3,75 Meter hohen Kunstwerks. Auf den anderen Plättchen wurden Kratzer hinterlassen – augenscheinlich mutmaßliche Beschädigungen. Künstler Franz Erhard Walther sagte dazu: „Ich bin zutiefst enttäuscht und traurig über die neuerliche Beschädigung des Denkmals für König Konrad“, erklärte Walther.

Es sei ein Kunstwerk, das keine Aggressionen hervorrufe, sondern als Projektion den Betrachter erreichen und zum Nachdenken anregen soll. „Solche Beschädigungen sind völlig sinnlose Aktionen“, machte er klar.

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