Großbrand in Fulda-Kohlhaus: Spurensicherung nimmt Arbeit in einsturzgefährdeter Halle auf.
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Zerborstene Scheiben und eingestürzte Wände: Eine Woche nach dem Brand ist unverkennbar, dass Flammen in der Lagerhalle in Kohlhaus gewütet haben.

Großbrand in Kohlhaus

Keine Brandstiftung: Spurensicherung schließt Ermittlungen in einsturzgefährdeter Lagerhalle ab

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Es war ein Großeinsatz für die Feuerwehr: Eine Lagerhalle in Fulda-Kohlhaus ist in der vergangenen Woche in Brand geraten. Die Rauchwolken waren über der ganzen Stadt zu sehen. Nach Abschluss der Ermittlungen gab die Fuldaer Polizei bekannt, dass es keine Brandstiftung war.

  • Eine Lagerhalle ist in der vergangenen Woche in Fulda-Kohlhaus in Brand geraten. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf zwei Millionen Euro.
  • Bei der Ermittlung der Brandursache gab es Komplikationen, da das Gebäude einsturzgefährdet ist.
  • Nachdem die Ermittlungen abgeschlossen wurden, gab die Polizei bekannt, dass es keine Brandstiftung war.

Update vom 4. August, 12.08 Uhr: Am Montag haben die Experten der Fuldaer Kriminalpolizei - unter Hinzuziehung von Brandursachenermittlern des Hessichen Landeskriminalamtes - ihre Untersuchungen an der einsturzgefährdeten Lagerhalle durchgeführt und abgeschlossen. Im Ergebnis haben die bisherigen polizeilichen Untersuchungen und Ermittlungen keine Anhaltspunkte auf eine vorsätzliche Brandstiftung ergeben. Die genaue Brandursache ist weiterhin unklar.

Nach dem Großbrand in Hünfeld geht die Fuldaer Polizei dort ebenfalls nicht von Brandstiftung aus.

Update vom 3. August, 18.25 Uhr: Zerborstene Scheiben und eingestürzte Wände: Eine Woche nach dem Brand ist unverkennbar, dass Flammen in der Lagerhalle in Kohlhaus gewütet haben. „Es ist schon sehr gefährlich, da reinzugehen. Bei dem Wind weiß man nicht, wie lange die Balken noch halten“, erklärt Matthias Genzler von der Grundstücksgemeinschaft Genzler Gbr, dem das Grundstück gehört.

Spurensicherung ermittelt in einsturzgefährdeter Lagerhalle

Großbrand in Fulda-Kohlhaus: Spurensicherung nimmt Arbeit in einsturzgefährdeter Halle auf.
Zerborstene Scheiben und eingestürzte Wände: Eine Woche nach dem Brand ist unverkennbar, dass Flammen in der Lagerhalle in Kohlhaus gewütet haben. © Sarah Malkmus
Großbrand in Fulda-Kohlhaus: Spurensicherung nimmt Arbeit in einsturzgefährdeter Halle auf.
Zerborstene Scheiben und eingestürzte Wände: Eine Woche nach dem Brand ist unverkennbar, dass Flammen in der Lagerhalle in Kohlhaus gewütet haben. © Sarah Malkmus
Großbrand in Fulda-Kohlhaus: Spurensicherung nimmt Arbeit in einsturzgefährdeter Halle auf.
Zerborstene Scheiben und eingestürzte Wände: Eine Woche nach dem Brand ist unverkennbar, dass Flammen in der Lagerhalle in Kohlhaus gewütet haben. © Sarah Malkmus
Großbrand in Fulda-Kohlhaus: Spurensicherung nimmt Arbeit in einsturzgefährdeter Halle auf.
Zerborstene Scheiben und eingestürzte Wände: Eine Woche nach dem Brand ist unverkennbar, dass Flammen in der Lagerhalle in Kohlhaus gewütet haben. © Sarah Malkmus
Großbrand in Fulda-Kohlhaus: Spurensicherung nimmt Arbeit in einsturzgefährdeter Halle auf.
Zerborstene Scheiben und eingestürzte Wände: Eine Woche nach dem Brand ist unverkennbar, dass Flammen in der Lagerhalle in Kohlhaus gewütet haben. © Sarah Malkmus
Großbrand in Fulda-Kohlhaus: Spurensicherung nimmt Arbeit in einsturzgefährdeter Halle auf.
Zerborstene Scheiben und eingestürzte Wände: Eine Woche nach dem Brand ist unverkennbar, dass Flammen in der Lagerhalle in Kohlhaus gewütet haben. © Sarah Malkmus
Großbrand in Fulda-Kohlhaus: Spurensicherung nimmt Arbeit in einsturzgefährdeter Halle auf.
Zerborstene Scheiben und eingestürzte Wände: Eine Woche nach dem Brand ist unverkennbar, dass Flammen in der Lagerhalle in Kohlhaus gewütet haben. © Sarah Malkmus
Großbrand in Fulda-Kohlhaus: Spurensicherung nimmt Arbeit in einsturzgefährdeter Halle auf.
Zerborstene Scheiben und eingestürzte Wände: Eine Woche nach dem Brand ist unverkennbar, dass Flammen in der Lagerhalle in Kohlhaus gewütet haben. © Sarah Malkmus
Großbrand in Fulda-Kohlhaus: Spurensicherung nimmt Arbeit in einsturzgefährdeter Halle auf.
Zerborstene Scheiben und eingestürzte Wände: Eine Woche nach dem Brand ist unverkennbar, dass Flammen in der Lagerhalle in Kohlhaus gewütet haben. © Sarah Malkmus

Matthias Genzler sagt, wie es nun weitergeht: „Es wird ein Statiker kommen, der nachschaut, welche Teile der Halle zuerst abgerissen werden können.“

Lesen Sie hier: Dicke Rauchwolken über Hünfeld: Lagerhalle der Raiffeisen in Flammen. Und: In Lauterbach brannte es am Montagabend, 3. August, ebenfalls.

Großbrand in Fulda-Kohlhaus: Spurensicherung muss Halle zum Abriss freigeben

Bevor der Abriss beginnt, müssen die Bereiche jedoch von den Brandursachenermittlern freigegeben werden. Dazu wird die Spurensicherung erneut vorbeikommen, wie Genzler berichtet. Wann die Halle abgerissen wird, kann der Eigentümer deshalb noch nicht sagen.

Update vom 3. August, 16.22 Uhr: Mehrere Beamte der Kriminalpolizei in Fulda und des Hessischen Landeskriminalamtes haben am Montagvormittag in der abgebrannten Lagerhalle in Fulda-Kohlhaus mit der Spurensicherung begonnen.

„Die Kollegen versuchen, die Brandursache zu ermitteln. Dafür suchen sie an der Brandstelle nach Spuren und machen Fotos von möglichen Hinweisen“, erklärt Polizeisprecher Stephan Müller auf Nachfrage unserer Zeitung.

Großbrand in Fulda-Kohlhaus: Ermittler haben mit der Spurensicherung begonnen

Ob es schon konkrete Hinweise auf die Brandursache gibt, kann Stephan Müller noch nicht sagen. „Wie lange die Kollegen mit der Spurensicherung an der Brandstelle beschäftigt sind, ist unklar. Das ist von Fall zu Fall unterschiedlich.“

In Fulda-Kohlhaus stand am Montagabend, 27. Juli, eine Lagerhalle in Flammen.

Zwar konnten die Ermittler trotz Einsturzgefahr ihre Arbeit in der Lagerhalle aufnehmen, die Spurensuche könnte allerdings erneut ins Stocken geraten. „Die Sicherheit der Kollegen steht im Vordergrund. Deshalb wird die Gefahr immer wieder neu bewertet“, sagt Müller.

Abgebrannte Lagerhalle in Kohlhaus: Einsturzgefahr verzögert Ermittlungen

Update vom 30. Juli, 12.16 Uhr: Die Polizei teilt am Donnerstag mit, dass die Brandursache weiterhin unklar ist. Da das Gebäude stark einsturzgefährdet ist, konnte eine Begehung der Brandstelle bislang noch nicht erfolgen, heißt es. Voraussichtlich am kommenden Montag (3. August) werden die Experten der Fuldaer Kriminalpolizei - mit Unterstützung von Brandursachenermittlern des Hessischen Landeskriminalamtes - mit ihren Untersuchungen vor Ort beginnen. Das Brandobjekt bleibt bis auf Weiteres beschlagnahmt.

Bei dem zweiten Brand am Montag - in Petersberg-Steinau ist in einer Scheune ein Brand ausgebrochen - teilt die Polizei mit: Anzeichen für eine Brandstiftung gibt es nicht. 

Update vom 29. Juli, 14.39 Uhr: Die Ursachensuche lässt nach dem Großbrand in der Lagerhalle in der Christian-Wirth-Straße auf sich warten. Das Gebäude sei einsturzgefährdet, eine Begehung sei noch nicht terminiert. Wahrscheinlich werde eine Untersuchung aber noch in dieser Woche stattfinden, sagte ein Polizeisprecher in Fulda.

Neben einer Autowerkstatt und dem Outdoor-Händler Doorout hat auch der Versandhändler Hermes einen Teil der Lagerhalle genutzt. Wie viele Pakete dem Feuer zum Opfer gefallen sind, konnte die Pressestelle auf Nachfrage unserer Zeitung noch nicht genau beziffern. „Die Kollegen gehen von einer mittleren dreistelligen Zahl aus“, erklärt Sebastian Kaltofen, Hermes-Pressesprecher.

Dass nun keine Pakete mehr geliefert werden können, darüber werden die Kunden über die jeweiligen Auftraggeber informiert. „Keiner von ihnen bleibt auf dem entstandenen Schaden sitzen. Hier unterscheiden wir nach Privatkunden oder Bestellungen beim Onlinehändler. Privatkunden müssen bei unserem Kundenservice eine Verlustmeldung einreichen, die dann reguliert wird. Bestellungen bei einem Onlinehändler werden neu versendet“, erklärt der Pressesprecher

Update vom 28. Juli, 12.39 Uhr: Nach dem Großbrand am Montagabend in der Christian-Wirth-Straße ist die Feuerwehr Fulda aktuell mit 18 Einsatzkräften vor Ort. „Wir lassen eine Drohne mit Wärmebildkamera über die Lagerhalle fliegen, um mögliche Glutnester zu finden“, sagt Timo Link, Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr Fulda. Die rund 1200 Quadratmeter große Lagerhalle ist laut Link einsturzgefährdet. „Verhindert werden kann das aber nicht“, so Link.

Die Kriminalpolizei ermittelt zurzeit die Brandursache. „Wenn das abgeschlossen ist, wird der Eigentümer die Halle abreißen lassen“, erklärt der Einsatzleiter. Das Wohn- und Geschäftshaus, das sich vor der Lagerhalle befindet, sei weiterhin bewohnbar. „Wir haben zwischen die angrenzende Lagerhalle und das Haus eine Brandwand gesetzt, sodass das Feuer nicht übergreifen konnte“, sagt Timo Link.

Insgesamt waren am Montagabend mehr als 100 Feuerwehrkameraden von der Berufsfeuerwehr sowie von den Feuerwehr-Stützpunkten Ost, Mitte und Nord sowie von den Feuerwehren aus Harmerz, Haimbach und Maberzell im Einsatz.

Nachdem mehrere Lagerhallen in Fulda in Flammen standen, sind die Gebäude nun einsturzgefährdet

Erstmeldung von Montag, 27. Juli: Fulda - In der Christian-Wirth-Straße in Fulda wurde ein Großbrand einer Lagerhalle gemeldet. Die Polizei wurde um 19.33 Uhr von der Rettungsleitstelle informiert. Beim Eintreffen der Rettungskräfte standen drei Lagerhallen schon in Vollbrand. Wie die Polizei vor Ort berichtete, handelt es sich dabei um Lagerhallen, die von mehreren Firmen zusammen angemietet werden, unter anderem vom Outdoor-Ausrüstungsgeschäft Doorout und vom Paketversand Hermes. Außerdem sind eine Autowerkstatt und eine Maklerfirma dort untergebracht.

Eine Familie, die im vorderen Bereich an der Christian-Wirth-Straße in einem Wohnhaus wohnt, entdeckte den Brand. „Sie konnten das Haus aber unbeschadet verlassen“, sagte Alexandra Koch von der Polizei in Fulda. Laut den Einsatzkräften sei es nicht möglich, den hinteren Teil des Gebäudes zu retten. Der Sachschaden wird deshalb auf zwei Millionen Euro geschätzt.

Großbrand in drei Lagerhallen in Fulda-Kohlhaus: Massive Rauchbildung wegen Kunststoff-Gegenständen

Die massive Rauchbildung hatte sich wohl deshalb entwickelt, weil in der Halle Gegenstände mit hohen Kunststoffanteilen gelagert worden waren, darunter Zelte, erklärte der Leiter der Feuerwehr, Thomas Helmer. Auch wegen der Wetterverhältnisse sei der Rauch eher nach oben gestiegen anstatt zu den Seiten. Dennoch war der Qualm auch noch in weiter Entfernung zu riechen.

Ziel sei es zunächst gewesen, das Ausbreiten des Brandes auf den vorderen Teil des Gebäudekomplexes zu verhindern. Daher bemühten sich die Einsatzkräfte vor allem, das Feuer an der Brandschutzwand aufzuhalten, erklärte Helmer. Insbesondere von der Drehleiter aus versuchten die Feuerwehrleute, das Feuer in den Griff zu bekommen. „Wir müssen mit weiten Wurfweiten arbeiten“, so Helmer. Zahlreiche Schaulustige standen hinter den Absperrbändern der Polizei, um die Arbeiten zu verfolgen.

Brandursache ist noch unklar

Die Deutsche Bahn wurde zudem benachrichtigt, da hinter dem Gelände des Unternehmens Gleise verliefen. Es habe aber keine Beeinträchtigungen im Betriebsablauf bei Fulda gegeben, sagte ein Bahnsprecher

Wie es zum Brand kommen konnte, ist noch unklar. Laut Thomas Helmer waren über 90 Einsatzkräfte vor Ort. Außerdem stünden verschiedene Wehren aus Fulda in Bereitschaft.

Hohe Rauchwolken stiegen über Fulda auf.

Auch nach Petersberg-Steinau wurde die Feuerwehr am Montagabend zu einem Großbrand gerufen. Die Feuerwehr stand deshalb vor einer logistische Herausforderung.

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