Thomas Hering ist Chef der CDU-Kreistagsfraktion.
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CDU (hier Fraktionsvorsitzender Thomas Hering) und FDP haben eine qualifizierte Zusammenarbeit im Kreistag in Fulda beschlossen.

„Wir wollen ein Miteinander“

Kreistag Fulda: CDU und FDP beschließen qualifizierte Zusammenarbeit

FDP und CDU haben gemeinsam eine qualifizierte Zusammenarbeit im Kreistag in Fulda beschlossen.

Fulda - „Die CDU-Fraktion hat auf ihrer Sitzung am Freitagabend eine qualifizierte Zusammenarbeit mit der FDP-Fraktion beschlossen“, erklärt Thomas Hering, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion in Fulda in einer Pressemitteilung. „Wir sind der Überzeugung, dass wir mit der FDP-Fraktion eine zielgerichtete und zukunftsorientierte Zusammenarbeit begründen können“, sagt Hering. Wichtige Punkte für die Entscheidung seien die „großen Schnittmengen in inhaltlichen Fragen sowie die sehr offene und vertrauensvolle Atmosphäre während der Gespräche“ gewesen.

Hering nennt Beispiele der inhaltlichen Schwerpunkte, wie solide Kreisfinanzen, Investitionen in Bildung, Digitalisierung, Straßen, Radwege und Kinderbetreuung, Stärkung der mittelständischen Wirtschaft, Nachhaltigkeit, gesundheitliche Versorgung sowie Anerkennung und angemessene Preise für die Landwirtschaft. Gleichzeitig ermögliche diese Form der Kooperation auch eine Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen des Kreistages.

Kreistag Fulda: CDU und FDP wollen zusammenarbeiten

Mario Klotzsche, Kreisvorsitzender der Freien Demokraten und Vorsitzender der Kreistagsfraktion erklärt: „Wir haben viele gemeinsame Positionen in den Gesprächen herausgearbeitet.“ Besonders wichtig sei der FDP die Digitalisierung für Schulen und die Verwaltung. Die Corona-Pandemie habe Defizite offen gelegt. „Wir wollen auch Akzente für eine neue Gründerkultur setzen und die Bildungsregion Fulda, von Kita und Schule über die Hochschule bis zur beruflichen Weiterbildung, stärken.“

Mit der Union könne die FDP eine mittelstandsorientierte Wirtschaftspolitik umsetzen. „Gerade der Einzelhandel, die Gastronomie und der Tourismus stehen angesichts der noch immer geltenden Beschränkungen vor enormen Herausforderungen“, sagt Klotzsche.

„Zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger im gesamten Landkreis wollen wir Projekte umsetzen. Das geht mit der CDU. Gleichzeitig ermuntern wir andere Fraktionen, sich mit eigenen Vorschlägen einzubringen. Es wird keine festgefügten Mehrheitsblöcke geben. Jede Fraktion kann für gute Ideen eine Mehrheit im Kreistag bekommen. Das stärkt den Kreistag und macht Diskussionen spannender“, betont der FDP-Fraktionsvorsitzende.

Vertreter der CDU hatten nach der Kommunalwahl in Hessen in den vergangenen Wochen mit Vertretern der SPD, der Grünen, der CWE, der FWG sowie der FDP sondiert. „Ich danke hier ausdrücklich allen Fraktionen für die vertrauensvollen und offenen Gespräche. Wir sehen sie als Grundlage für eine weiter gute Zusammenarbeit und freuen uns gleichzeitig auf die Zusammenarbeit mit der FDP im Fuldaer Kreistag. Wir sind überzeugt, dass daraus viele wichtigen Initiativen und Entwicklungen für den Landkreis folgen“, betont Thomas Hering. (Lesen Sie hier: CDU fehlen im Kreistag fünf Sitze zur Mehrheit)

„Wir wollen miteinander die Zukunft des Landkreises gestalten“

In der kommenden Woche wollten CDU- und FDP-Fraktion eine gemeinsame Fraktionssitzung abhalten, um die Vorbereitungen auf die konstituierende Kreistagssitzung abzuschließen.

„Teil der qualifizierten Zusammenarbeit ist ein regelmäßiger und enger Austausch zwischen den Fraktionen und mit der hauptamtlichen Verwaltungsspitze sowie die gegenseitige Konsultation zu geplanten Initiativen und Anträgen“, heißt es in der Pressemitteilung. Grundsätzliches Ziel sei dabei ein abgestimmtes Vorgehen zu finden. „Die Fraktionen bleiben in ihrem Abstimmungsverhalten aber frei. Bei der Besetzung von Ausschüssen und Gremien werden gemeinsame Listen gebildet werden.“

„Gleichzeitig laden wir ein, auch in Zukunft in den Gremien zum Wohle unserer Heimat zusammenzuarbeiten. Um dieses Angebot von Anfang an zu bekräftigen, werden wir gemeinsam vorschlagen, dass die zweitgrößte Fraktion das Vorschlagsrecht für einen Ausschussvorsitz erhält. Auch bei der Besetzung der Positionen der stellvertretenden Kreistagsvorsitzenden sollen die Fraktionen der Grünen und der SPD Berücksichtigung finden. Für uns heißt es: Wir wollen miteinander und nicht gegeneinander die Zukunft des Landkreises gestalten. Die Menschen unserer Region haben eine solche Kommunalpolitik verdient“, so Thomas Hering. (lea)

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