Michael Schwarz im Museumhof Fulda.
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Michael Schwarz im Museumhof Fulda.

Kultur. Findet. Stadt.

3000 Gäste bei knapp 75 Veranstaltungen in Fulda: Michael „Shaggy“ Schwarz ist super zufrieden

  • Anke Zimmer
    vonAnke Zimmer
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Neun Wochen mit knapp 75 Veranstaltungen und insgesamt etwa 3000 Gästen: Die Reihe „Kultur. Findet. Stadt.“ im Museumshof ging am Freitagabend mit „KKiKK“ zu Ende. Michael „Shaggy“ Schwarz vom Veranstalter, dem Kulturzentrum Kreuz, zieht Bilanz und ist zufrieden.

  • Das Kreuz hat in Fulda mit der Stadt gemeinsam die Veranstaltungsreihe Kultur. Findet. Stadt. auf die Beine gestellt.
  • Zu den knapp 75 Veranstaltungen kamen etwa 3000 Besucher.
  • Der Veranstalter Michael "Shaggy" Schwarz ist damit zufrieden.

Fulda - „Wahnsinn, wie schnell die Zeit rumgegangen ist“, sagt Michael „Shaggy“ Schwarz. Die Zeit: Damit meint er die vergangenen neun Wochen, in denen er und seine Kolleginnen und Kollegen, darunter vor allem Nina Lissek , Katja Schmirler-Wortmann und Wolfgang Wortmann, die Reihe „Kultur. Findet. Stadt.“ gestemmt haben – den Reigen abendlicher Veranstaltungen mit weitgehend regionalen Künstlern. Unterstützt wurde das Kreuz dabei von der Stadt Fulda, der Ort war stets der Museumshof, die Termine spiegelten die Bandbreite der Kultur ab: Es gab Konzerte, Lesungen, Kabarett, Kino, Zauberei, ein Künstlergespräch und mehrfach auch Kindertheater.

Kultur. Findet. Stadt. in Fulda: Veranstalter sind zufrieden

Mit rund 3000 Gästen bei knapp 75 Veranstaltungen sei er „zufrieden“, sagt Schwarz. Es habe einige ausverkaufte Abende gegeben, so etwa das Konzert von Scholz und Friends, das Herzberg-Wochenende und die Lesung von Jan Weiler. An anderen Abenden war die Gästezahl zwar hin und wieder überschaubar, der Stimmung habe das aber keinen Abbruch getan. Im Gegenteil. „Das Publikum war genauso heiß darauf, wieder zu solchen Veranstaltungen zu gehen, wie die Künstler, die ihre Bühne so vermisst haben. Das hat man deutlich gemerkt.“

Anfängliche Zurückhaltung

Die anfängliche Zurückhaltung, die sich in den Zuschauerzahlen ausdrückte, führt er darauf zurück, dass „niemand ganz genau wusste, wie es mit den Hygiene- und Abstandsregeln läuft“. Schnell jedoch habe sich alles eingespielt, „es gab keinerlei Probleme, auch nicht bei den Konzerten, bei denen wir überlegten, ob es vielleicht heikel werden könnte“. Auch als Veranstalter „hatten wir manches am Anfang nicht auf dem Schirm,“ sagt „Shaggy“ und fügt hinzu: „Wir haben so viel Neues gelernt.“ Vereinzelt mussten Termine abgesagt werden, der frühe Beginn vieler Veranstaltungen um 18 Uhr, der den nachfolgenden Kinovorstellungen geschuldet war, „war für den ein oder anderen Interessenten vielleicht auch nicht ganz optimal“.

Womit Schwarz nicht gerechnet hat: „Als Mitarbeiter beim Kreuz bin ich seit Jahren schon für die lokale Künstlerszene zuständig und dachte, ich hätte einen guten Überblick. Aber ich habe in diesem Sommer so viele Ensembles und Menschen erst jetzt kennengelernt, die in der kreativen Branche arbeiten und die ich gar nicht auf dem Schirm hatte.“ Begeistert hat ihn vor allem auch der Bereich Kindertheater. Lachend erzählt er von einer Vorstellung, nach deren Ende ein pfiffiger Junge lautstark forderte: „Nochmal!“

Fester Programmpunkt im Fuldaer Corona-Sommer?

Mit der gestrigen KKiKK-Show endete „Kultur. Findet. Stadt.“ Das Kleinkunst-Team um „Shaggy“ und Wolf Mihm hatte die Reihe Anfang Juli auch eöffnet. „Wir wollten, dass es eine Art Klammer für die vielen unterschiedlichen Abende gibt.“

Und nun aus und vorbei? „Vielleicht nicht“, sagt „Shaggy“. „Ich könnte mir gut vorstellen, dass diese Reihe mit regionalen Künstlern im Museumshof zum festen Programmpunkt der Fuldaer Sommer werden könnte.“ Und zwar völlig unabhängig von Corona.

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