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Firma Kropp präsentiert besonderes Bauprojekt auf Symposium in Leipzig

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Kropp Bau stellte die Talbrücke Langer Grund im Zuge des Neubaus der A44 her.
Kropp Bau stellte die Talbrücke Langer Grund im Zuge des Neubaus der A44 her. © Loeffler Photography & Film/Kropp Bau

Am 15. und 16. Februar fand das 22. Symposium Brückenbau statt. Zu der Fachtagung in Leipzig war auch das Fuldaer Bauunternehmen Kropp eingeladen, um ein aktuelles Bauprojekt zu präsentieren.

Leipzig - Im Zuge des Neubaus der A44 stellte das in Großenlüder im Kreis Fulda ansässige Unternehmen zwischen Lichtenau und Marsberg die Talbrücke Langer Grund her. Das Bauwerk überführt mehrere Wirtschafts- und Wartungswege sowie ein Gewässer, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Die Talbrücke Langer Grund hat eine Länge von rund 260 Metern, eine Gesamtbreite von 31,05 Metern und ist rund 25 Meter hoch.

Bei der Herstellung wurden umfangreiche Gründungsarbeiten in Form von Bohrpfählen und Vorschüttungen durchgeführt. Insgesamt waren Erdbewegungen von rund 40.000 Kubikmeter notwendig. Weiterhin wurden rund 2050 Tonnen Betonstahl, 305 Tonnen Spannstahl und 15.650 Kubikmeter Stahlbeton verbaut. (Lesen Sie hier: Stipendien für Startups aus Fulda - Rote-Linse-Projekt und Dirt-Torpedo-Team werden gefördert)

Fulda: Kropp präsentiert Bauprojekt auf Symposium in Leipzig

„Besonders interessant für das Fachpublikum in Leipzig war, dass die beiden Überbauten nicht mit einem klassischen bodengestützten Traggerüst hergestellt wurden, sondern eine Vorschubrüstung zum Einsatz kam“, heißt es weiter. Diese wurde an Aussparungen in den Brückenpfeilern befestigt. Eine Besonderheit hierbei ist, dass die Widerlager nur teilweise hergestellt wurden, damit das Vorschubgerüst durch die aufgelösten Widerlager fahren konnte. Nach der Herstellung der Überbauten wurden die Widerlager vervollständigt.

Durch den Einsatz der Vorschubrüstung konnten die 14 Überbauabschnitte in einem Takt von zwei Wochen hergestellt werden. Bei den Überbaubetonagen kamen jeweils zwei Betonpumpen zum Einsatz, um die planmäßige Lastverteilung während der Betonage sicherzustellen. Je Betonierabschnitt wurden rund 500 Kubikmeter Stahlbeton verbaut. Durch dieses aufeinander abgestimmte System der Vorschubrüstung ist es möglich, die Verformungen während der Überbaubetonage zu minimieren.

Das Beeindruckende dieser Methode sei die hohe Präzision, die bei der Sollgradiende erreicht wurde, so dass hier tatsächlich Konvention auf Innovation trifft, wie die Veranstalter den Themenbereich für die Präsentation überschrieben hatten. „Für die effektive Methode und das beeindruckende Ergebnis erntete die Firma Kropp viel Zuspruch von dem in Leipzig versammelten internationalen Fachpublikum“, so das Unternehmen. (ah)

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