Die Kunden haben zum Jahreswechsel der RhönEnergie Fulda die Zählerstände selbst durchgegeben.
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Die Kunden haben zum Jahreswechsel der RhönEnergie Fulda die Zählerstände selbst durchgegeben.

Versorger räumt Schwierigkeiten ein

Kunden der RhönEnergie sollen Zählerstand selbst ablesen - Fuldaer Leser berichten von Problemen

  • Volker Nies
    vonVolker Nies
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Es war eine Corona-bedingte Premiere: Die RhönEnergie Fulda hat zum Jahreswechsel die Zähler nicht mit eigenen Mitarbeitern abgelesen, sondern bat die Kunden, ihr die Zählerstände durchzugeben. Das klappte nicht überall.

Fulda - Mehrere Leser der Fuldaer Zeitung berichten, dass die von ihnen per E-Mail oder QR-Code übersandten Stände ihres Stromzählers wohl bei der RhönEnergie Fulda „verschwunden“ seien. Die Leser berichteten, sie hätten nach der ersten Aufforderung durch die RhönEnergie den Zählerstand zum Jahresende abgelesen und an die angegebene Mailadresse versandt und von dort sogar eine Empfangsbestätigung erhalten. (Lesen Sie hier: Zu viel Beleuchtung in der Bahnhofstraße in Fulda? Umweltschützer beklagen Lichter)

Wochen später erhielten sie allerdings eine Benachrichtigung von ihrem Stromversorger, dass noch kein Zählerstand vorliege und sie bitte ihre Verbrauchswerte mitteilen mögen – diesmal an eine andere Mailadresse. „Telefonische Nachfragen waren erfolglos, da ich stundenlang in einer Warteschleife landete“, berichtete ein Leser.

Fulda: Kunden der RhönEnergie berichten von Problemen beim Zählerstand-Ablesen

Die RhönEnergie bestätigt jetzt unserer Zeitung: Ja, es gab Probleme. Aber insgesamt sei das erstmalige flächendeckende Ablesen der Zählerstände durch die Stromkunden gut gelaufen. Aufgrund der Corona-Pandemie hatte sich die OsthessenNetz GmbH als zuständiger Netz- und Messstellen-Betreiber entschieden, zum Jahreswechsel keine Ableser in die Haushalte zu schicken. „Da die Gesundheit absolute Priorität hat, wollte das Unternehmen damit zur Vermeidung von Kontakten und somit auch zur Eindämmung der Ausbreitung der Pandemie beitragen“, berichtet die Pressestelle der RhönEnergie unserer Zeitung.

„Bei rund 220.000 Zählwerken, für die rund um den Jahreswechsel der Zählerstand übermittelt werden musste, ist die Selbstablesung in diesen außergewöhnlichen Zeiten insgesamt erfolgreich verlaufen“, bilanziert die RhönEnergie.

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Das Unternehmen räumt aber ein: „Gleichwohl gab es auch Anlaufschwierigkeiten und Reibungsverluste, die bei einer Aktion dieser Größenordnung nie ganz auszuschließen sind. Diese reichen von unleserlichen Antwort-Karten und schwer zu verstehenden Zahlen auf dem Anrufbeantworter über unplausible oder unvollständige Zählerstände bis hin zu temporären Serverproblemen bei unserem Dienstleister, die zu Verzögerungen bei der Verarbeitung bereits abgegebener Zählerstände führten.“ Aus diesem Grund seien versehentlich dann auch einige Erinnerungsschreiben an Kunden versandt worden, die ihre Zählerstände bereits abgegeben hatten.

Die RhönEnergie Fulda bittet seine Kunden um Verständnis und dankt für Unterstützung: „Wir bedauern, dass es in diesem Zusammenhang bei einigen Kunden zu Irritationen gekommen ist. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten auf Hochtouren, um alle Anrufe, Schreiben und Eingaben zu verarbeiten. Wir bedanken uns bei allen Kundinnen und Kunden für die Unterstützung durch die Zählerselbstablesung und für ihr Verständnis, dass in einer solch außergewöhnlichen Situation nicht immer alles glatt laufen kann.“

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