Projektleiter Reinhard Goos präsentiert das Modell des „WeidEllipsiums“, das zur Landesgartenschau in Fulda 2023 am Park überm Engelshaus entstehen soll.
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Projektleiter Reinhard Goos präsentiert das Modell des „WeidEllipsiums“, das zur Landesgartenschau in Fulda 2023 am Park überm Engelshaus entstehen soll.

Im Park überm Engelshaus

Landesgartenschau in Fulda: Mit dem „WeidEllipsium“ entsteht nachhaltige Bühne aus Weidenzweigen

Sie wird ein Ort zum Ausruhen werden, eine Stätte für Kultur mit kleinen Konzerten, Theatervorführungen und besinnlichen Lesungen: Zur Landesgartenschau 2023 in Fulda soll das „WeidEllipsium“, eine Bühne aus Weidenzweigen im entstehenden Park überm Engelshaus, fertig sein.

Fulda - Das „WeidEllipsium“ – so der Arbeitstitel – sei ein lebendes Bauwerk, teilt die Landesgartenschau Fulda 2023 gGmbH mit. Noch rage es wie ein Gerippe in die Landschaft zwischen Neuenberg und Fulda-Galerie. Hier entsteht bis zur Landesgartenschau der Park über dem Engelshaus mit Rad- und Spazierwegen sowie Spielplätzen. Und bald schlagen die ersten Weidentriebe aus. So werde in den kommenden zwei Jahren ein grünes Bauwerk für die Besucher der Landesgartenschau entstehen.

Initiator des Bauwerks ist Reinhard Goos, Projektleiter „Ausstellungen“ der Landesgartenschau. „Den neuen Geländeteilen für die Gartenschau in Fulda mangelt es an vorhandenem Baumbestand. So ist die Idee entstanden, zusätzliche Schattenplätze für die Besucher zu entwickeln“, erläutert Goos. (Lesen Sie hier: Tiergarten Fulda wird in drei Bereiche gegliedert)

Landesgartenschau 2023 in Fulda: Bei Neuenberg entsteht eine Bühne aus Weidenzweigen

Die Idee der natürlichen Kleinkunstbühne sei dem Gedanken der Nachhaltigkeit geschuldet, so Goos weiter. „Ein temporäres Zelt als Kleinkunstbühne neben den kleineren Weidentipis, die am Park überm Engelshaus ebenfalls entstehen sollen, wäre die Alternative gewesen.“

Fleißig bei der Arbeit: Die Künstlergruppe „Sanfte Strukturen“ vom Bodensee baut die Bühne aus Weidenzweigen.

Rund 150 Quadratmeter Fläche wird das Innenareal des „WeidEllipsiums“ haben, laut den Organisatoren genug Raum für eine kleine Bühne und das Publikum. Ein temporäres Segel soll in den Sommermonaten für Überdachung sorgen. Ein erster Test der Weidenbühne soll 2022 stattfinden. Bis dahin habe das Konstrukt durch das eigene Wachstum genug Stabilität erhalten.

„WeidEllipsium“ zur Landesgartenschau in Fulda: 150 Quadratmeter für Bühne und Publikum

Gebaut wird das Objekt von der Künstlergruppe „Sanfte Strukturen“ aus Herdwangen am Bodensee, die sich in der dritten Generation mit Aktionskunst beschäftigt. Anna Kalberer, deren Vater Marcel als „grüner Architekt“ Gründer des Familienbetriebs ist, und ihre Partnerin Peedy Evacic sind mit einem Team aus sechs Personen angereist, um das künstlerische Gebilde in nur drei Wochen im Park überm Engelshaus entstehen zu lassen. Bis zur Gartenschau werden sie sich um den optimalen Grünbewuchs kümmern.

„Weiden brauchen viel Wasser und viel Licht, dann holt sich die Natur das von Menschen gemachte Bauwerk zurück“, erklärt Anna Kalberer. Das Team von „Sanfte Strukturen“ ist spezialisiert auf grüne Kunstobjekte, auch der Entwurf für das „WeidEllipsium“ stammt von den Künstlern vom Bodensee.

Landesgartenschau 2023 in Fulda: Idee für „WeidEllipsium“ stammt vom Bodensee

„Es gibt nur wenige Spezialisten auf dem Gebiet des Weidenbaus. Für Anbieter aus der Region war die Größe des gewünschten Objektes ein Ausschlusskriterium, daher haben wir eine Ausschreibung durchgeführt. Das Konzept von ‚Sanfte Strukturen‘ hat uns am meisten überzeugt“, beschreibt Projektleiter Reinhard Goos die Entwicklung im Vorfeld.

Für die geplanten kleineren Weidentipis für das Gartenschaugelände werde es eine gesonderte Ausschreibung geben und Goos hofft, dass sich dann auch Weidenbauer aus der Region finden, die sich daran beteiligen werden. (sko)

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