Landesgartenschau in Fulda: Das Weidenellipsium im „Kulturgarten“ treibt bereits aus.
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Das Weidenellipsium im „Kulturgarten“ treibt bereits aus.

Obstbäume und Aktionsbänder

Vorbereitungen zur Landesgartenschau 2023 in Fulda laufen - Blick hinter die Kulissen

  • vonAnja Hildmann
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In Vorbereitung auf die Landesgartenschau Fulda 2023 wird fleißig gebaut. Am Freitag hat die Stadt bei der Auftaktveranstaltung für weitere Baustellenbegehungen erstmals einen Blick hinter die Kulissen gewährt.

Fulda - Etwa zwei Stunden dauerte der erste öffentliche Rundgang über die zwei Ausstellungsbereiche „Park überm Engelshaus“ und „Garten am Sprengelsresen“ der Landesgartenschau 2023 in Fulda. Mehr als 50 interessierte Bürger nutzten die Gelegenheit, um sich den Baufortschritt genauer anzusehen.

„Ich finde das Thema Landesgartenschau total interessant und wollte mal sehen, wie der derzeitige Stand ist. Sonst sieht man die Flächen nur von der Straße aus“, sagte Stephan Kowold, der an der Führung über die Baustellen am Freitag teilnahm. Der gelernte Gärtner aus Eichenzell findet, dass die geplanten Anlagen „langfristig eine gute Sache“ für die Stadt Fulda sind. Denn die Erholungsgebiete sollen auch nach der Landesgartenschau 2023 für Anwohner und Besucher erhalten bleiben.

Landesgartenschau 2023 in Fulda: Vorbereitungen laufen - Rundgang über die Baustelle

Aufgrund der hohen Anzahl an Teilnehmern führten die Baustellenleiter Hans-Otto Kolmar und Martin Hauck die Teilnehmer in zwei Gruppen über die Baustellen. Erste Station: der „Garten am Sprengelsresen“ – auch Sonnengarten genannt. Was vorher eine landwirtschaftlich genutzte Fläche war, soll nun zu einer Obstwiese mit Erlebniselementen werden. Die Fläche ist bereits modelliert und einige Obstbäume sind schon zu sehen.

Hier sollen Besucher sich durch die hügeligen Wiesenlandschaften bewegen und historische Obstsorten kennenlernen können. Geplant seien außerdem ein Torhaus für den Heimattiergarten, ein durchgängiges Aktionsband mit Balancieranlagen, Insektengarten, Beerengarten und mehr sowie drei Großschaukeln, von denen eine für Mitmenschen mit Einschränkungen geeignet sein werde, erklärten die Bauleiter. Die fast 20 000 Quadratmeter großen abwechslungsreichen Wiesenflächen sollen außerdem zu einem Insekten-Hotspot werden. Etwa 2,1 Millionen Euro werden in die 4,2 Hektar große Fläche investiert.

Im „Park überm Engelshaus“ sollen kulturelle Veranstaltungen stattfinden

Auf der anderen Seite der Sickelser Straße befindet sich die zweite Station des Rundgangs: der „Park überm Engelshaus“ – auch als „Kulturgarten“ bezeichnet. Wie der Name bereits verrät, seien hier kulturelle Veranstaltungen während der Gartenschau geplant. Blickfang ist derzeit aber vor allem das Weidenellipsium, das bereits munter austreibt und für Besucher begehbar ist. „Man hat hier einen tollen Blick auf Fulda und die Rhön“, bemerkte Kolmar. „Das ist ein echtes Highlight.“

Im „Sonnengarten“ stehen schon erste Bäume der geplanten Obstwiese mit Erlebniselementen.

Auch hier sei ein Aktionsband geplant – Vorrichtungen für Trampoline sind bereits erkennbar. Hinzukommen sollen Kletternetzanlagen, Balancierflächen und Hängematten. „Wir stehen hier mit dem großen Höhenunterschied vor einer Herausforderung, denn die Anlage soll zum Schluss barrierefrei sein“, erklärte Kolmar. Geplant sei dazu eine kombinierte Treppen- und Rampenanlage. Die Kosten des 3,6 Hektar großen „Kulturgartens“ liegen voraussichtlich bei etwa 2,6 Millionen Euro.

Im „Park überm Engelshaus“ entsteht mit der Pflanzung von 21 an den Klimawandel angepassten Bäumen außerdem der erste Klimabaumpfad in Fulda. Der neue temporäre Wohnmobilstellplatz „Fulda-Aue“ an der Frankfurter Straße, der kürzlich eröffnet wurde, soll 2023 ebenfalls Bestandteil der Landesgartenschau sein.

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