Das Buswartehäuschen Nüsterrasen in Hofbieber vor (links) und nach (rechts) der Umrüstung.
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Das Buswartehäuschen Nüsterrasen in Hofbieber vor (links) und nach (rechts) der Umrüstung.

Schutz für Insekten

LNG Fulda rüstet Beleuchtung an 50 Rhöner Bushaltestellen um

Energie einsparen und dem Verlust der Artenvielfalt entgegenwirken: Mit diesem Ziel hat die Lokale Nahverkehrsgesellschaft (LNG) Fulda an 50 ausgewählten Standorten in der Rhön die Beleuchtung an Buswartehäuschen umgerüstet. Gefördert wurde die Maßnahme vom Landkreis Fulda.

Fulda - Vor allem in der Rhön sind die Bushaltestellen oft von viel Natur umgeben – wichtige Lebensräume für nachtaktive Tiere und Insekten. Künstliches Licht mit einem hohen Blauanteil und großer Streuwirkung wird hier schnell zur tödlichen Barriere, schreibt der Landkreis Fulda. Die neuen, nach unten ausgerichteten Leuchten haben nun eine wärmere Lichtfarbe (2700 Kelvin) sowie eine reduzierte Lichtmenge. Dank Bewegungsmelder-Sensoren geht das Licht nur dann an, wenn es gebraucht wird. „Eine sinnvolle Lösung, zumal zwischen 22.30 Uhr und 4.30 Uhr kein Busverkehr stattfindet“, erklärt LNG-Geschäftsführer Daniel Vollmann.

LNG Fulda rüstet Beleuchtung an 50 Rhöner Buswartehäuschen um

Insgesamt wurden rund 19.600 Euro investiert, davon sind 10.600 Euro Eigenmittel, 9000 Euro stammen aus Biodiversität-Fördermitteln des Landkreises. Umgerüstet wurden Buswartehäuschen an 50 Standorten in Dipperz, Ebersburg, Ehrenberg, Gersfeld, Hilders, Hofbieber, Künzell, Nüsttal, Poppenhausen, Rasdorf und Tann. „Die ausgewählten Haltestellen liegen vorwiegend außerhalb von geschlossenen Ortschaften oder am Rand der Siedlungsbereiche und hatten somit einen vergleichsweise großen Einfluss auf die Nachtlandschaft“, sagt Vollmann. „Mit der Umrüstung konnte das emittierte Licht erheblich reduziert werden.“ Die Beleuchtung entspricht nun den Vorgaben für Außenbeleuchtung im Sternenpark Rhön. (lea)

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