Mit dem Bundesverdienstkreuz ehrt Bundespräsident Frank Steinmeier Lothar Plappert (links) für seine außerordentlichen Verdienste. Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld überreichte den Orden am Bande.
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Mit dem Bundesverdienstkreuz ehrt Bundespräsident Frank Steinmeier Lothar Plappert (links) für seine außerordentlichen Verdienste. Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld überreichte den Orden am Bande.

Mann der klaren Linie

Empfang im Fuldaer Stadtschloss: Lothar Plappert erhält Bundesverdienstkreuz am Bande

  • Sabrina Mehler
    vonSabrina Mehler
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Das Bundesverdienstkreuz ist die höchste Auszeichnung, die die Bundesrepublik zu vergeben hat. Und dass Lothar Plappert (66) diesen Orden am Bande verdient hat, daran ließen die Redner beim Empfang am Montagabend im Marmorsaal des Fuldaer Stadtschlosses keinen Zweifel.

Fulda - „Wenn Lothar Plappert sich ein Ziel gesetzt hat, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er es auch erreicht“, sagte Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU), bevor er Plappert die Urkunde des Bundespräsidenten überreichte und ihm den Verdienstorden ans Jackett steckte. Es sei beeindruckend, wie umfassend, kontinuierlich und verlässlich das Engagement Plapperts sei, lobte der OB und zählte zahlreiche Verdienste des 66-Jährigen auf.

Der „Fuldaer Jung“ und frühere Steueramtmann beim Finanzamt Fulda habe seit 1977 Fußball bei der SG Johannesberg gespielt und seit 1979 im Vorstand mitgearbeitet. Nur drei Jahre später – im Alter von 28 Jahren – habe Plappert bereits Verantwortung als Vorsitzender des Vereins übernommen, der heute mit fast 1000 Mitgliedern der zweitgrößte im Landkreis ist. Dass er seit mittlerweile 38 Jahren den Vorsitz innehat, spreche Bände, unterstrich Wingenfeld. Zugleich spiele Plappert auch eine bedeutende Rolle für die gesamte Stadt Fulda. Denn seit dem Jahr 2000 sei Plappert außerdem Vorsitzender des Sportverbands Fulda mit seinen 83 Vereinen und mehr als 20.000 Mitgliedern.

Lothar Plappert erhält Bundesverdienstkreuz: Lob von Oberbürgermeister Wingenfeld

Der Sport sei das, was den Fuldaer besonders geprägt habe, sagte der OB. Doch Kontinuität und Ausdauer seien auch Plapperts Stärken in der Kommunalpolitik, unterstrich der Rathauschef. Der 66-Jährige, der 1988 in die CDU eingetreten war, war von 1989 bis 2006 Stadtverordneter in Fulda. Seitdem gehört er dem Magistrat der Stadt an. Von 1993 bis 1997 war er Ortsvorsteher von Johannesberg.

Plappert habe den Menschen die Möglichkeit zur sportlichen Betätigung und vor allem zum gemeinschaftlichen Sport gegeben. „Er hat die Gabe, auf Menschen zuzugehen und sie begeistern zu können, und er hat den Willen, seine Ziele zum Wohle der Allgemeinheit hartnäckig zu verfolgen, würdigte Wingenfeld, der auch drauf einging, wie schwierig es heutzutage sei, Menschen für den langjährigen Dienst an der Gemeinschaft zu finden.

Pfarrer Michael Oswald bezeichnet Plappert als „großes Vorbild“

Würdigende Worte fand auch der Johannesberger Pfarrer Michael Oswald, der Plappert als „großes Vorbild“ bezeichnete. Vereins- und Vorstandskollege Manfred Günther berichtete, dass Plappert stets ein „Mann der klaren Linie“ sei, immer ein offenes Ohr habe und immer dort sei, wo er gebraucht werde: „Er kommt fast nie zur Ruhe.“

Lothar Plappert ergriff zum Schluss selbst das Wort und dankte seiner Familie, insbesondere Ehefrau Martina, sowie dem Vorstand der SG Johannesberg. Dem Sport gehöre seine große Leidenschaft, erklärte er. Dabei sei es ihm wichtig gewesen, dass sich die SG auch für andere Sportarten als dem Fußball öffnet. Auch er bedauerte es, dass es immer schwieriger werde, Menschen für das Ehrenamt zu begeistern. Dies habe allerdings auch Gründe, betonte er und wünschte sich in dieser Hinsicht weitere und mehr positive Signale vonseiten der Politik, aber auch den Arbeitgebern.

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