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Demo in Fulda: Männer setzen Zeichen gegen Gewalt an Frauen

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Von: Sophie Brosch

Mehrere Menschen demonstrierten am Montag gegen Gewalt an Frauen.
Mehrere Menschen demonstrierten am Montag gegen Gewalt an Frauen. © Sophie Brosch

Eine Kundgebung auf dem Universitätsplatz und anschließendem Demozug gegen Gewalt an Frauen hat der Verein „Welcome In“ am Montag in Fulda veranstaltet. Dabei meldete sich spontan auch eine 16-Jährige zu Wort.

Fulda - Zu einem Demonstrationszug gegen Gewalt an Frauen und für Gleichberechtigung haben sich am Montagnachmittag rund 20 Personen um 15 Uhr auf dem Universitätsplatz in Fulda versammelt. Die Veranstaltung wurde vom Verein Welcome In aus Fulda im Rahmen des Projektes „MenUnited“ organisiert, welches sich seit 2019 mit Geschlechterrollen und Gleichberechtigung beschäftigt.

„Etwa 35 Prozent, also fast 12 Millionen Frauen, erleben laut Weltgesundheitsorganisation im Laufe ihres Lebens körperliche oder sexuelle Gewalt. Wir wollen uns als Männergruppe gegen Gewalt, insbesondere gegen die Gewalt an Frauen einsetzen und stehen als Gruppe für ein solidarisches und respektvolles Miteinander“, sagte Versammlungsleiter Ahmad Bayan in einer Kundgebung.

Fulda: Männer demonstrieren gegen Gewalt an Frauen

Er forderte die Politik dazu auf, für soziale Gerechtigkeit und Gleichbehandlung zu sorgen. „Gerade Männer müssen dafür sorgen, dass die Strukturen sich ändern“, verkündete Bayan. Anschließend trug die 16-jährige Frauke Goldbach ihren eigenen Poetry-Slam „Nein“ vor, in dem sie Respekt gegenüber Frauen und Selbstbestimmtheit forderte. (Lesen Sie hier: Gegen Gewalt an Frauen: „One Billion Rising“ im Vogelsberg als Online-Veranstaltung)

Bilder, die Teilnehmende des Projekts „MenUnited“ zum Thema „Statements gegen Gewalt“ gemalt hatten, wurden beim Demozug durch die Innenstadt ins Stadtschloss getragen. Dort werden sie für zwei Wochen, bis zum 16. Mai, ausgestellt und können kostenfrei betrachtet werden.

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