Das Dipperzer Umspannwerk soll ab 2031 das Umspannwerk Mecklar in Ludwigsau mit dem Umspannwerk Berghreinfeld/West bei Schweinfurt verbinden.
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Das Dipperzer Umspannwerk soll ab 2031 das Umspannwerk Mecklar in Ludwigsau mit dem Umspannwerk Berghreinfeld/West bei Schweinfurt verbinden.

Mit Bürgern in Dialog treten

Vorschläge für Fulda-Main-Leitung über Dipperz: Netzbetreiber Tennet veröffentlicht Entwürfe

Ab 2031 soll die Fulda-Main-Leitung das Umspannwerk Meckler (Ludwigsau) und das Umspannwerg Berghreinfeld/West (Schweinfurt) über die Gemeinde Dipperz verbinden. Der für das Projekt verantwortliche Netzbetreiber Tennet hat nun den ersten Netzentwurf sowie die aktuellen Planungen veröffentlicht.

Dipperz - Die Fulda-Main-Leitung ist eine geplante 380 Kilovolt Wechselstromleitung, die mit einer Gesamtlänge von rund 130 Kilometern die zweite Verbindung auf der Höchstspannungsebene zwischen Hessen und Bayern werden wird. Mit ihrer Nord-Süd-Ausrichtung soll die Fulda-Main-Leitung das bestehende Stromnnetz in Hessen und Nordbayern entlasten und die Integration von regional erzeugtem Grünstrom verbessern. (Lesen Sie hier: Tennet gibt Namen des Projekts bekannt)

„Dieser hessisch-bayerische Lückenschluss wird auch dazu beitragen, den überregionalen Stromtransport von norddeutscher Windenergie in die süddeutschen Metropol- und Wirtschaftsregionen zukunftssicher zu gestalten“, befindet der verantwortliche Netzbetreiber Tennet in einer aktuellen Pressemitteilung.

Fulda-Main-Leitung bei Dipperz: Tennet veröffentlicht erste Pläne und Vorschläge für den Netzkorridor

Tennet hatte zum Projektauftakt im Sommer 2020 den Untersuchungsraum vorgestellt und veröffentlicht im zweiten Planungsschritt ab Mittwoch, 25. November den Korridornetzentwurf für die ab 2021 anstehende Bundesfachplanung. Am Ende der rund zweijährigen Bundesfachplanung wird die Bundesnetzagentur als Genehmigungsbehörde einen rund 1000 Meter breiten Korridor festlegen. Anschließend folgt das Planfeststellungsverfahren in dem die konkrete Leitungsführung geplant wird.

Um trotz der Corona-Pandemie den Dialog mit Bürgern, Verbänden und Kommunen weiterhin aufrecht zu erhalten, sind ab Mittwoch Kartenmaterialien und weitere Erläuterungen zu den Plänen von Tennet auf der Website des Projekts (tennet.eu/fulda-main-leitung-sprechstunden) zu finden. (Lesen Sie hier: Kritik an Fulda-Main-Leitung aus Bad Kissingen)

Tennet sucht Dialog mit den Bürgern - Pläne für Fulda-Main-Leitung online einsehbar

Die Fulda-Main-Leitung

Die Fulda-Main-Leitung wurde bereits 2013 als Projekt P43 in den Bundesbedarfsplan aufgenommen und bei der Novellierung des Bundesbedarfsplangesetztes (BBPIG) 2015 bestätigt. In den kommenden Wochen werden Bundestag und Bundesrat ihre Beratungen zur erneuten Novellierung des Bundesbedarfsplangesetzes abschließen und das Gesetz verabschieden. „Damit wird der Bundesgesetzgeber die energiewirtschaftliche Notwendigkeit sowie den vordringlichen Bedarf der Fulda-Main-Leitung als neue 380-kV-Wechselstromverbindung von Mecklar in Osthessen über Dipperz bei Fulda nach Bergrheinfeld/West bei Schweinfurt nochmals unterstreichen“, heißt es von Tennet. Das Unternehmen ist sowohl mit Planung als auch Umsetzung beauftragt.

Tennet verfolgt auch bei Planungen zur Fulda-Main-Leitung das Ziel, die bau- und betriebsbedingten Auswirkungen auf Mensch und Natur so gering wie möglich zu halten“, verkündet der Netzbetreiber in seiner Mitteilung und fügt an: „Aufgrund der geltenden Infektionsschutzbestimmungen und mit Blick auf die Gesundheit aller Beteiligten, können die Dialogangebote aktuell nur im digitalen Raum stattfinden. Hierfür bieten wir zwischen dem 30. November und 14. Dezember die Korridorsprechstunde an. Für alle interessierten Bürger werden zusätzlich offene Sprechstunden angeboten. Am 3. Dezember für den hessischen Bereich und am 16. Dezember für Unterfranken.“ (akh)

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