Ein mittlerweile gewohntes Bild: Mit reichlich Abstand sitzen die Schüler und ihre Eltern bei der Zeugnisübergabe in der Aula des Marianums. Insgesamt zehn Veranstaltungen hat die Schule zu meistern.
+
Ein mittlerweile gewohntes Bild: Mit reichlich Abstand sitzen die Schüler und ihre Eltern bei der Zeugnisübergabe in der Aula des Marianums. Insgesamt zehn Veranstaltungen hat die Schule zu meistern.

Im Zug Richtung Zukunft

Marianum Fulda ehrt Real- und Abiturjahrgang in zehn Veranstaltungen

  • Tobias Konrad
    vonTobias Konrad
    schließen

Die Schulaula des Marianums war erneut gut gefüllt, doch im Vergleich zu den Zeugnisübergaben der vergangenen Jahre war zwischen den Tischen reichlich Platz. Coronabedingt haben die Organisatoren gleich zehn Veranstaltungen auf die Beine gestellt.

Fulda - Fünf Durchgänge für die Abiturienten und fünf Durchgänge für die Realschüler: Die Verantwortlichen des Marianums haben bei der diesjährigen Zeugnisübergabe alle Hände voll zu tun, die Veranstaltungen erstrecken sich gleich über drei Tage. Schulleiter Steffen Flicker macht allerdings klar, „dass es uns das allemal wert ist“. Das Marianum sei schließlich eine Erziehungsgemeinschaft, die von Anfang bis Ende ihre Schüler begleiten möchte.

Dass bei einer Zeugnisübergabe die Eltern nicht fehlen dürfen, stellte Flicker ebenso heraus: „Es ist ganz einfach persönlicher, wenn die Familie bei einem solchen Moment mit dabei ist. Uns war es deshalb ein besonderes Anliegen, die Eltern mit einzuladen. Das Feedback dazu gibt uns recht.“

Abschluss am Marianum Fulda: Im Zug Richtung Zukunft

Die rund eineinhalbstündige Zeremonie gestaltet sich derweil für jede Klasse individuell. Schülerinnen und Schüler der jeweiligen Klasse sorgten für die musikalische Umrandung, egal ob auf der Orgel, dem Klavier oder per Klarinette. Gleich ist hingegen immer das Motto: „mit dem Zug geht es vom Hauptbahnhof aus in Richtung Zukunft.“

Ehrungen

Jahrgangsbeste:

Anna Fleck (1,0), Julia Diegelmann (1,1), Nadine Sauer (1,4), Franziska Weber, Laurin Witzel, Charlotte Hoff (alle 1,5)

Sonderpreise für langjährige Dienste:

- Ruben Enders als Schulsprecher

- Franziska Weber als schulpastoralische Engagierte

Passend zum Thema war die Dekoration hergerichtet. In einem Bahnhofsgebäude sprach Studienleiter Christian Heil, der kurzum mit Schulleiter Flicker ein Rollenspiel improvisierte. Darin ließen die beiden die vergangenen Monate Revue passieren. Statt der „Goldenen Zwanziger“ sei der diesjährige Jahrgang nur „Homeschooling 2020“, der bedauerlicherweise auf den Abi-Gag oder die Abi-Party verzichten müsse. Von nun an solle aber alles anders werden, mit dem Abschluss beginne ein Stück Freiheit oder ein Aufbruch. Für manche sei der Erwerb der allgemeinen Hochschulreife gar ein Aufstieg zum Olymp, den, sinnbildlich zum Motto, viele im Zugabteil gemeinsam erreicht haben. Mit der Übergabe der jeweiligen Zeugnisse würden die Abgänger nun ihre Fahrkarte in die große, weite Welt erhalten.

Schulleiter des Marianum Fulda: Schulbildung keine Selbstverständlichkeit

In seiner Rede ging Flicker derweil auf die harte Arbeit zum Erwerb des Abschlusses ein. Nicht selbstverständlich sei es zudem, einen Schulabschluss vorweisen zu können, denn erst vor wenigen Tagen habe er in einem Weltbildungsbericht der UNO gelesen, dass rund 250 Millionen Kinder keinen Zugang zur Bildung haben.

Umso wichtiger sei es, dass sich die Abiturienten in der Zukunft ihre eigene Meinung bilden und keine Vorurteile annehmen würden.

Zudem sprach der Schulleiter Grußworte in Richtung des Fördervereins sowie des Vorstands des Elternbeirates, die wegen der besonderen Umstände nicht vor Ort sein können. Bereits im Vorfeld der Zeremonie hat Pfarrer Sebastian Bieber einen geistlichen Impuls an die Schüler und Eltern verteilt.

Das könnte Sie auch interessieren