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Projekt am Klinikum Fulda: Medizinstudenten und Pflegeschüler versorgen gemeinsam Patienten

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Priv.-Doz. Dr. Achim Hellinger mit dem IPSTA-Team der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie.
Priv.-Doz. Dr. Achim Hellinger mit dem IPSTA-Team der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie. © Klinikum Fulda

Am 17. Januar starteten drei „IPSTAs“ am Klinikum Fulda: Interprofessionelle Ausbildungsstationen, auf denen Medizinstudierende, angehende Pflegefachpersonen sowie Pharmazeutinnen und Pharmazeuten gemeinsam Patientinnen und Patienten betreuen.

Fulda - Auf den drei speziellen IPSTA-Stationen, die Teil regulärer Stationen des Klinikums sind, betreuen die Lernenden weitgehend eigenverantwortlich vier bis sechs Patientinnen und Patienten, heißt es in einer Mitteilung vom Klinikum Fulda.

„Während des Einsatzes auf einer IPSTA-Station wird das eigenverantwortliche und gemeinsame berufsgruppenübergreifende Arbeiten unserer Auszubildenden trainiert. Die zukünftigen Fachkräfte arbeiten eng zusammen, übernehmen Verantwortung im realen Stationsbetrieb und werden von unseren Lernbegleiterinnen und Lernbegleitern, die ihnen stetig zur Seite stehen, unterstützt“, erläutert Ronald Poljak, Pflegedirektor des Klinikums Fulda.

Fulda: Medizinstudierende und Pflegeschüler versorgen gemeinsam Patienten

Zu den Aufgaben der IPSTA-Teilnehmenden gehört neben der Patientenbetreuung auch die Organisation der Stationsabläufe im Team. Die ersten Erfahrungen zeigen: Die gute Kommunikation, der inhaltliche Schwerpunkt Patientensicherheit und die intensive Lernbegleitung wirken sich auch auf die Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten aus: Sie fühlen sich überdurchschnittlich gut betreut. (Lesen Sie hier: Mangel an Pflegekräften: So angespannt ist die Lage in den Kliniken)

Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) sieht in den IPSTAs ein zentrales Instrument zur Verbesserung der Qualität des Medizinstudiums. Davon sind auch die Verantwortlichen im Klinikum Fulda überzeugt und gingen deshalb im Jahr 2020 mit gleich drei IPSTA-Bewerbungen auf finanzielle Förderung durch das Studiendekanat des Fachbereichs Medizin der Philipps-Universität Marburg ins Rennen.


Die Fuldaer IPSTAs befinden sich in der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Endokrine und Onkologische Chirurgie (Station B3a), in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin (Station H22) und in der Medizinischen Klinik III (Nephrologie, Station B5b). (ah)

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