Investoren Sebastian Wess und Patrick Bohl, Bürgermeister Johannes Rothmund und Nico Schleicher, Leiter des Bauamts der Gemeinde
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Freude beim Spatenstich vor der Grube für die Tiefgarage (von links): die Investoren Sebastian Wess und Patrick Bohl, Bürgermeister Johannes Rothmund und Nico Schleicher, Leiter des Bauamts der Gemeinde.

Spatenstich

13 Wohnungen, Laden und Lokal: 3,5 Millionen Euro Investition in Eichenzeller Gugge-Viertel

  • Volker Nies
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Das Gugge-Viertel im Eichenzeller Ortskern soll ein Schmuckstück werden: Für 3,5 Millionen Euro entstehen nicht weit vom Bahnhof zwei Neubauten mit einem Laden, einer Gaststätte und 13 Wohnungen.

Eichenzell - Schon vor dem offiziellen Spatenstich haben die Investoren Sebastian Wess und Patrick Bohl (beide 40) und die von ihnen beauftragten Unternehmen eine Menge bewegt: Die knapp fünf Meter hohe Baugrube für die Tiefgarage ist bereits fertig ausgehoben. 17 Stellplätze für Autos werden hier unter dem Hauptgebäude entstehen.

Das Gugge-Viertel besteht aus zwei Gebäuden: Von der Kirche aus gesehen links entsteht ein zweigeschossiges Gebäude mit einem Lokal im Erdgeschoss und zwei Wohnungen. Rechts wird ein dreigeschossiges Gebäude mit einem kleinen Ladengeschäft und elf Wohnungen gebaut. Drei davon sind behindertengerecht. Die Apartments sind 35 bis 100 Quadratmeter groß, insgesamt entsteht eine Wohnfläche von 1000 Quadratmetern, rechnen die beiden Bauherren vor.

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Die Tiefgarage soll bis Weihnachten dieses Jahres fertig sein, für März/April 2023 planen Wess und Bohl die Fertigstellung der beiden Gebäude. „Wir erhalten schon jetzt viele Anfragen – Fragen, was hier eigentlich entsteht, und Fragen, die Interesse zeigen, eine Wohnung oder eine der beiden Gewerbeflächen zu mieten“, berichtet Wess. Die beiden Investoren wollen die Wohnungen vermieten, nicht verkaufen.

Zwischen den beiden geplanten Neubauten wird ein Gehweg verlaufen, um von der Fuldaer Straße zum Bahnhof zu kommen. An der Fulda soll eine kleine Außenterrasse entstehen. „Das Gugge-Areal soll die Menschen zum Verweilen animieren“, sagt Bohl. (Lesen Sie hier: 53 neue Wohnungen in der Fuldaer Innenstadt - Mehr Stellplätze für Fahrräder statt für Autos?)

Bohl und Wess hatten 2017 gehört, dass die Gemeinde einen Wettbewerb ausgeschrieben hatte. Gesucht wurde das beste Konzept, um das Areal zwischen der katholischen Kirche und der Bahnstrecke Fulda–Gersfeld zu beleben. Bohl und Wess entwickelten ein Konzept. Die Gemeindevertretung sprach sich einstimmig für ihre Ideen aus. „Wir sind froh und erleichtert, dass es jetzt richtig losgeht“, sagt Patrick Bohl.

Sebastian Wess verweist darauf, dass das Projekt im Bau nicht leicht umzusetzen sei. Die Fläche wird von zwei Nachbargebäuden, dem Bahndamm und der Landesstraße eingefasst. Der Baubeginn hatte sich verzögert, weil das Grundstück zum Teil im Überschwemmungsgebiet an der Fulda liegt. Um die Fläche in vollem Umfang nutzen zu können, musste die Gemeinde zunächst eine Ausgleichsfläche finden.

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„Das Projekt ist sehr ambitioniert. Die Bauherren haben schon jetzt Ehrgeiz, Kraft und Leidensfähigkeit bewiesen“, lobt Bürgermeister Johannes Rothmund (CDU). „Es wird den Ortskern deutlich aufwerten, und es schafft zugleich Wohnraum, der in Eichenzell dringend benötigt wird“, stellt Rothmund heraus. Er dankt den Investoren für ihr Engagement, denn das Projekt auf beengtem Raum sei nicht leicht umzusetzen.

Das Bauvorhaben auf dem 1300 Quadratmeter großen Areal des Gugge-Viertels sei das erste von mehreren Vorhaben, um den Ortskern aufzuwerten und die Aufenthaltsqualität hier zu erhöhen, sagt Rothmund.

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