Der Kreisel entsteht an der Kreuzung von Johannis-, Schirrmann- und Neuenberger Straße.
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Der Kreisel entsteht an der Kreuzung von Johannis-, Schirrmann- und Neuenberger Straße.

Sperrung bis in den Sommer

Stadt Fulda baut Mini-Kreisel am Stadion und neuen Radweg: Arbeiten starten am Donnerstag

  • Hanna Wiehe
    vonHanna Wiehe
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Fulda bekommt einen neuen Kreisel – im Mini-Format. Entstehen soll dieser an der Kreuzung von Johannis-, Schirrmann- und Neuenberger Straße. Baubeginn ist am Donnerstag.

Fulda - Doch bevor mit dem Bau des Mini-Kreisels in Fulda begonnen werden kann, steht zunächst eine andere Maßnahme auf dem Zettel der Planer: die Erneuerung des städtischen Regenwasserkanals auf etwa 200 Metern Länge. Dieser Neubau wird laut Magistratspressestelle etwa sechs bis acht Wochen in Anspruch nehmen. Die Arbeiten sollen am Donnerstag, 4. März, beginnen. Ab diesem Zeitraum ist die Kreuzung zwischen Johannis- und Neuenberger Straße voll gesperrt. Erst nach Abschluss dieser Maßnahme wird mit dem Straßenbau begonnen.

Dazu gehört neben dem Kreisel-Bau auch der Ausbau eines neuen Geh- und Radwegs an der Schirrmannstraße. Dieser wird abgesetzt von der Straße entstehen und parallel zu ihr verlaufen. Auch die Schirrmannstraße selbst möchten die Planer ausbessern: Alle Verkehrsflächen sollen dazu grundhaft erneuert werden, teilen sie mit. Überdies werden die Bushaltestellen „Stadion“ in beiden Richtungen barrierefrei ausgebaut. Aber nicht nur in der Stadt Fulda wird in den nächsten Monaten kräftig gebaut: Hessen Mobil hat in dieser Woche drei Dutzend geplante Baustellen im Kreis Fulda angekündigt.

Fulda: An der Stadion-Kreuzung entsteht ein Mini-Kreisel

Die jetzigen Arbeiten sind Teil einer Gesamtmaßnahme, die im vergangenen Jahr begonnen wurde: Im September und Oktober 2020 wurde die Johannisstraße von der Hornungsbrücke bis zur Einmündung Neuenberger Straße erneuert. Die Bauarbeiten, die am Donnerstag starten, beginnen in Höhe der Jugendherberge und enden hinter dem dann entstehenden Kreisel. „Die Gesamtbauzeit für alle Maßnahmen wird sicherlich bis August/September 2021 andauern“, veranschlagt die Stadt Fulda.

Auch den Naturschutz hat die Stadt beim Ausbau der Schirrmannstraße im Blick: Man plane „umfangreiche Amphibienschutzeinrichtungen“, berichtet die Pressestelle. Das bedeutet, es werden fest installierte Schutz- und Leiteinrichtungen aus Metall gebaut. Derzeit sind entlang der Straße schon grüne, mobile Fangschutzzäune zu sehen. Diese sind errichtet worden, um festzustellen, wo die genauen Querungsstellen der Amphibien über die Schirrmannstraße liegen, berichtet die Stadt.

Stadt baut Mini-Kreisel: Gesamtkosten liegen bei 1,8 Millionen Euro

Die Zählungen sowie das Einsammeln und der Transport der Amphibien auf die gegenüberliegende Seite der Fahrbahn übernehmen ehrenamtliche Helfer des NABU. Nach den gewonnenen Erkenntnissen werden dann die Schutz- und Leiteinrichtungen fest installiert.

Die Gesamtkosten für den Ausbau der Johannis- und Schirrmannstraße belaufen sich nach Angaben der Stadt auf etwa 1,8 Millionen Euro, die Kosten für die Erneuerung des Regenwasserkanals schlagen mit etwa 265.000 Euro zu Buche. Der grundhafte Ausbau der Schirrmannstraße wird jedoch vom Land Hessen mit 420.000 Euro gefördert. Alles in allem – also mit Leitungsverlegungen von OsthessenNetz und Abwasserverband – belaufen sich die Kosten für die Baumaßnahmen auf insgesamt 2,2 Millionen Euro.

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