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Erfolgreicher Neustart: Ansturm auf MINT-Labortage an Hochschule Fulda

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Hochschule Fulda: Technik, Logik und Spass – das waren die Zutaten, um im Workshop „Lego Mindstorms für Einsteigerinnen und Einsteiger“ Roboter zu programmieren, die sich dann mobil durch den Raum bewegten.
Technik, Logik und Spass – das waren die Zutaten, um im Workshop „Lego Mindstorms für Einsteigerinnen und Einsteiger“ Roboter zu programmieren, die sich dann mobil durch den Raum bewegten. © Hochschule Fulda

1163 Kinder und Jugendliche nehmen vom 14. bis 25. März an Workshops der Hochschule Fulda und ihrer Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner teil.

Fulda - Zweimal im Jahr öffnen die Labore der Hochschule Fulda ihre Türen für Schulklassen aller Schulformen. Durch die Corona-Pandemie gab es eine zweijährige Pause der MINT-Labortage. MINT steht für naturwissenschaftlich-technische Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Durch Aktionen wie die MINT-Labortage soll bei Kindern und Jugendlichen Interesse für das Thema geweckt werden, schreibt die Hochschule Fulda in einer Pressemitteilung.

Und das Angebot stößt auf immer größeren Zuspruch: „Vor der Pandemie waren es im Schnitt etwa 800 Mädchen und Jungen, die an 40 Workshops teilgenommen haben. In diesem Jahr sind es sogar 1163 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in 58 Workshops – ein neuer Rekord“, berichtet Sandra Blum, Koordinatorin des MINTmachClubs Fulda.

Außerdem fügt Blum hinzu: „Wir freuen uns sehr über den großen Zuspruch vonseiten der Schulen und sind sehr froh, dass wir spontan noch mehr als 20 Workshops organisieren konnten. Daher finden die Angebote diesmal sogar noch in der Folgewoche statt. Unser großer Dank gilt vor allem unseren Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartnern, die den Großteil der Zusatz-Workshops anbieten.“ (Lesen Sie hier: Fälschungssichere Zeugnisse und Zertifikate - Projekt der Hochschule Fulda mit IT-Beratungsfirma Orexes)

Fulda: MINT-Labortage an der Hochschule - Neustart nach Corona-Pause

Die Veranstaltungsreihe der Hochschule Fulda findet seit 2016 jährlich im März und September statt und hat inzwischen ein Einzugsgebiet, das weit über den Landkreis Fulda hinausreicht. So reisen zum Beispiel in diesem Jahr auch Schulklassen aus Frankfurt, Hanau oder aus Bad Kissingen an, teilte die Hochschule Fulda mit.

Bei Schülerinnen und Schülern sowie ihren Lehrkräften stoßen die Labortage auf Begeisterung. Die Kleinsten können zum Beispiel bei einem der Kooperationspartner, dem Kindertreff Zitrone in der Fuldaer Innenstadt, Experimente wie die „Cola-Explosion“ durchführen oder im Kulturzentrum Kreuz einen Podcast erstellen. Auch einen Tag als „Kinderkrankenschwester“ können die Jüngsten am Fachbereich Pflege und Gesundheit erleben.

Für Klassen der Mittelstufe gibt es beispielsweise Workshops zu den Themen „Lego Mindstorms“ oder mit lebensnahen Fragen wie „Handy, App, Toaster, TV … wie funktioniert Programmieren?“, während Schülerinnen und Schüler der Oberstufe in wissenschaftliche Themen, zum Beispiel aus den Bereichen Mikrobiologie, Lebensmitteltechnologie und Angewandte Informatik eintauchen können. „Im Vordergrund steht, dass der Spaß an MINT in den jeweils vierstündigen Workshops vermittelt wird und alle die Möglichkeit haben MI(N)T zu machen“, so die Hochschule Fulda.

MINT-Labortage an der Hochschule Fulda: Diese Angebote gibt es

Anna Steinacker und Daniela Herchert vom Fachbereich Pflege und Gesundheit waren positiv überrascht von ihren beiden Grundschulklassen im Workshop „Erste Hilfe – Was muss ich tun?“: „Wir haben unser Angebot in diesem Jahr erstmals auf Grundschülerinnen und Grundschüler ausgerichtet und waren erstaunt, was die Kinder aus der 3. oder 4. Klasse bereits alles wussten und wie aktiv sie mitgemacht haben“, berichtet Anna Steinacker.

Die beiden Klassen von der Bonifatiusschule Fulda und der Grundschule Eichenzell rotierten durch drei inhaltliche Schwerpunkte. So durften die Mädchen und Jungen unter anderem an einer Reanimationspuppe Hand anlegen, sich gegenseitig Puls- und Blutdruck messen, einen Säugling wickeln, einen Inkubator für Frühgeborene näher betrachten und mit fluoreszierendem Waschmittel und einer Schwarzlampe testen, wie gut sie tatsächlich ihre Hände desinfizieren. 

Hintergrund zu den MINT-Labortagen

In Kooperation mit zahlreichen MINT-Akteuren aus dem Landkreis veranstaltet die Hochschule Fulda seit 2016 die beliebte Veranstaltungsreihe für Schulklassen. Das aktuelle Programm gibt es unter www.hs-fulda.de/mint-labortage

Die Workshops an der Hochschule Fulda werden angeboten durch die Fachbereiche Angewandte Informatik, Elektrotechnik und Informationstechnik, Lebensmitteltechnologie, Oecotrophologie, Pflege und Gesundheit und das Projekt MINTmachClub Fulda.

Die aktuellen Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner sind: Bürgerdialog Stromnetz, Haus der kleinen Forscher, offenes Labor Fulda, Vonderau Museum und Kindertreff Zitrone. Erstmals sind in diesem Jahr dabei: Kulturzentrum Kreuz, Mensch & Medien e.V. und Hans-Nüchter-Sternwarte.

Ebenfalls sehr zufrieden von seiner Premiere bei den Labortagen mit dem Thema „Wir produzieren gemeinsam einen Podcast“ war Michael Schwarz vom Kulturzentrum Kreuz. „Ich habe das erste Mal beim Thema Podcast mit Kindern gearbeitet. Es waren schon mehrere Klassen da, und es war jedesmal spannend. Sie haben alle richtig intensiv mitgearbeitet“, erzählt der Workshopleiter.

Zum Thema „Ein Tag im Kaufhaus“ hatten sich beispielsweise die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von der Grundschule „Am Rippberg“ aus Neuhof mehrere Geschichten ausgedacht und aufgenommen. Tatsächlich sei eher eine Mischung aus Podcast und Hörspiel entstanden. Das tat der Begisterung aber keinen Abbruch. „Einige Kinder sagten mir im Anschluss, dass sie beruflich nun Podcaster werden wollen.“

Die nächsten MINT-Labortage finden voraussichtlich Ende September 2022 statt. Das Programm wird noch vor den Sommerferien unter www.hs-fulda.de/mint-labortage veröffentlicht. Dort sind auch Anmeldemöglichkeiten für Schulklassen zu finden. (sec)

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