In dieser Straße in Fulda-Neuenberg ist am 15. Februar 2021 ein 41-Jähriger Syrer erschossen worden - der 37-jährige Tatverdächtige schweigt weiterhin zu der Tat.
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In dieser Straße in Fulda-Neuenberg ist am 15. Februar 2021 ein 41-Jähriger Syrer erschossen worden - der 37-jährige Tatverdächtige schweigt weiterhin zu der Tat.

Syrer mit Kopfschuss getötet

Mord in Fulda: 37-jähriger Verdächtiger schweigt weiterhin - Staatsanwaltschaft bereitet Anklage vor

  • Volker Nies
    vonVolker Nies
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Der Beschuldigte im Neuenberger Tötungsfall vom Februar schweigt weiter. Ein 41-Jähriger war vor seinem Haus mit einem Kopfschuss getötet worden. Die Staatsanwaltschaft bereitet unterdessen die Anklage vor.

Fulda-Neuenberg - Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Fulda im Fall der Bluttat von Neuenberg dauern an. Das Opfer, ein 41 Jahre alter Vater von fünf Kindern, war am 15. Februar vor seinem Haus in Neuenberg aus nächster Nähe erschossen worden. Er wollte frühmorgens mit seinem Auto zur Arbeit in der Bäckerei Pappert in Poppenhausen fahren, als ein Mann an das Auto herantrat und auf den Familienvater schoss. Einen Tag später wurde auf der Autobahn bei Dorsten ein Tatverdächtiger festgenommen – ein 37 Jahre alter Mann, und ebenso wie das Opfer ein Syrer.

Seitdem sitzt der 37-Jährige in Untersuchungshaft. Den Haftbefehl hatte das Amtsgericht Fulda auf Antrag der Staatsanwaltschaft Fulda erlassen. Erste Ermittlungen der Ermittlungsbehörde deuteten auf das Tatmotiv Eifersucht. Darauf ließen laut Staatsanwaltschaft Hinweise aus dem Umfeld des Tatverdächtigen schließen.

Mord in Fulda-Neuenberg: Der 37-jährige Verdächtige schweigt weiterhin zu der Tat

Mittlerweile hat die Staatsanwaltschaft weitere Zeugen vernommen. Auch Gutachten werden eingeholt – darunter Spurengutachten beim Hessischen Landeskriminalamt, wie Dr. Christine Seban, Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Fulda, unserer Zeitung berichtet. Auch die Mobiltelefone der Tatbeteiligten werden ausgewertet.

Eifersucht als mögliches Tatmotiv steht weiterhin im Raum. „Eine endgültige Bewertung eines möglichen Tatmotivs nach Aktenlage kann erst nach Abschluss der laufenden, umfangreichen Ermittlungen vorgenommen werden“, sagt Seban. Der inhaftierte Tatverdächtige äußere sich weiterhin nicht zu der ihm zur Last gelegten Tat, berichtet Seban: „Der Beschuldigte hat sich bisher nicht zur Sache eingelassen.“

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Wann die Staatsanwaltsanwalt Anklage beim Landgericht Fulda erhebt, sei derzeit noch nicht absehbar. „Mit einer Anklageerhebung ist aber sicher nicht innerhalb der nächsten vier Wochen zu rechnen“, äußert die Staatsanwältin.

Der mutmaßliche Täter und sein Opfer hatten sich gekannt – so gut, dass der später inhaftierte 37 Jahre alte Syrer schon wenige Stunden nach der Tat ins Blickfeld der Ermittler rückte. Zeugen hatten offenbar von früheren Konflikten zwischen dem Opfer und seinem Bekannten, dem später Festgenommenen, berichtet. Und früh nahm die Staatsanwaltschaft an, dass das Tatmotiv in den persönlichen Beziehungen der beiden Syrer zu suchen sein könnte.

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