Jeden Morgen neuer Müll: Die Sommerabende hinterlassen in den letzten Wochen Spuren auf dem Domplatz in Fulda.
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Jeden Morgen neuer Müll: Die Sommerabende hinterlassen in den letzten Wochen Spuren auf dem Domplatz in Fulda.

Treffpunkt an Sommerabenden

Domplatz in Fulda regelmäßig vermüllt - Jetzt reagiert die Stadt

Der Fuldaer Domplatz lockt gerade an Sommerabenden zahlreiche Besucher an. Dass die sich nicht immer korrekt verhalten, zeigen Bilder der Stadt Fulda. Auf ihnen ist zu erkennen, wie viel Müll regelmäßig hinterlassen wird. Nun will die Stadt reagieren.

Fulda - Die Corona-Lockerungen und das überwiegend schöne Wetter der vergangenen Wochen haben laut der Stadt Fulda dazu geführt, sich vermehrt in kleineren Gruppen in der Öffentlichkeit zu treffen. Beliebter Treffpunkt ist dabei der Domplatz, auf dessen weitläufigen Rasenflächen, Treppenbereichen und Bänken jedoch regelmäßig die Kehrseite der fröhlichen Gruppentreffen zu sehen ist.

„Viele lassen die Überreste von Essen und Getränken oder sonstigen Müll einfach auf den Stufen, im Gras oder auf der gepflasterten Fläche liegen – und das, obwohl die Stadt bereits reagiert hat und zusätzliche und größere Abfallgefäße, die sonst auf dem Weihnachtsmarkt im Einsatz sind, bereitgestellt hat“, heißt es von der Pressestelle der Stadt Fulda.

Domplatz in Fulda: Nach Sommerabenden türmt sich der Müll - Stadt reagiert

„Es freut mich zu sehen, wenn die Sehenswürdigkeiten Fuldas generationenübergreifend angenommen und gewertschätzt werden. Aber die Würde dieses Ortes muss gewahrt bleiben – Vandalismus, Lärm und Vermüllung haben gerade dort nichts zu suchen“, wird Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld (CDU) in der Mitteilung der Pressestelle zitiert. „Viele sind offenbar einfach zu bequem, ein paar Schritte zu gehen und den Müll in den Eimer zu werfen“, sagt Wingenfeld.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtreinigung mühten sich nach Kräften, den Domplatz mit Kehrmaschinen und manueller Reinigung in Schuss zu halten, jedoch habe das Ausmaß der Verschmutzung eine Dimension angenommen, die in diesem Bereich der Innenstadt bislang unbekannt war. „Offenbar wurde der abendliche Domplatz als stimmungsvoller Ort zum Verzehr mitgebrachten Essens entdeckt, als die Gastronomie in der Innenstadt lediglich Außer-Haus-Essen anbieten durfte“, teilt die Stadt mit. (Lesen Sie hier: Diese Fehler sollten Sie bei der Mülltrennung vermeiden)

Video: Hamburg: Lärm, Party und Müll

Stark verschmutzte Innenstädte - das kennt man eigentlich eher von Deutschlands Großstädten. Um der Müllflut am Fuldaer Domplatz zumindest teilweise Einhalt zu gebieten, kündigt Wingenfeld nun allerdings an, das städtische Ordnungsamt werde seine Streifen im Bereich des Domplatzes verstärken.

Dabei gelte natürlich auch, dass die Stadtpolizei nicht ständig und überall präsent sein könne. „Deshalb kommt es in unserer freiheitlichen Gesellschaft vor allem auf die Vernunft, den Anstand und die Verantwortung eines und einer jeden einzelnen an“, betonte Wingenfeld.

Der Müll auf dem Domplatz habe in den letzten Wochen unbekannte Dimensionen angenommen, hieß es von der Stadt Fulda.

Vor Kurzem wurde zudem bekannt, dass Fuldas Bürger auch beim Thema Bio-Abfall noch Nachholbedarf haben. Wie die bei der Stadt angestellten Umwelt-Ranger bei stichprobenartigen Kontrollen herausfanden, landet in den Bio-Tonnen häufig Rest- und Verpackungsmüll. Wie die Arbeit der Umwelt-Ranger abläuft, darüber berichtete Umwelt-Ranger Merlin Logaida. (akh)

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