Inzwischen sind die Pläne konkreter geworden – und gegenüber dem ursprünglichen Konzept, das unter Eingeweihten bereits heiß diskutiert wurde, hat es einige Veränderungen gegeben. „Weil wir glauben, dass sich durch Corona einiges dauerhaft verändern wird“, wie Dominik Frank sagt. Das Ausgehverhalten beispielsweise werde sich wandeln, weg von den klassischen Clubs, hin zu Events wie After-Work-Partys, glaubt Frank, der mit seiner Familie eine siebenstellige Summe in das Projekt investiert.
Nicht angetastet wurde bei der Planung das „Herz“ des Projekts, das Untergeschoss mit einem Fine-Dining-Restaurant und einem Bistro. In den beiden offenen Küchen wird Sternekoch Patrick Spies dirigieren – der Maestro stammt aus Eiterfeld-Leimbach und wurde während seiner Karriere in Top-Spots der gehobenen Gastronomie 13 Jahre lang kontinuierlich mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet.
Auch wenn der „Geist der Küche“, wie der 42-Jährige sagt, „nicht auf einen Stern ausgerichtet ist“, kann man sicher sein, dass hier durchaus der Anspruch besteht, in der obersten kulinarischen Liga zu spielen. 120 Plätze werden in den beiden Restaurants zur Verfügung stehen.
Ganz oben, unter dem Dach des Hauses, wird eine Eventlocation entstehen – und nicht, wie in Fulda schon spekuliert wurde, ein Club mit Rooftop-Bar. Vom Innenbereich führt der Weg auf eine rund 80 Quadratmeter große Dachterrasse, so dass genug Platz für Gesellschaften von bis zu 100 Personen ist. Mit dem Aufzug geht es vom zweiten Eingang in der Pfandhausstraße 4 direkt nach oben. Zwei voll ausgestattete Küchen im Obergeschoss bieten Spies zudem die Möglichkeit, Kochkurse durchzuführen.
Durch die besondere bauliche Situation, dass hier in der Vergangenheit zwei Häuser unter einem Dach zusammengeführt wurden, verfügt die Immobilie auch im mittleren Geschoss über ein enormes Raumangebot. Und auch hier gibt es Neues: Wo in den ersten Plänen von einer „Veranstaltungsetage mit Kleinkunstbühne“ die Rede war, entstehen nun neun individuell gestaltete Apartments mit 30 bis 50 Quadratmeter Fläche. Sie sollen das Projekt „rund machen“, wie Investor Frank sagt. Denn es ist davon auszugehen, dass das Haus, das noch keinen Namen hat, auch Auswärtige anzieht. Und diese als Gäste zu gewinnen, die nach den kulinarischen Genüssen noch etwas bleiben und die Stadt erkunden, ist das Ziel.
Die Verwandlung der Drogerie in ein Zentrum der Genüsse nimmt also immer mehr Formen an. Sternekoch Spies tüftelt bis dahin nicht nur an Speisekarten und kulinarischen Konzepten, sondern tut auch das, was er am liebsten macht: kochen. Zusammen mit seinem Freund Benjamin Kehl aus Lahrbach ist er immer wieder auf Events in der Region zu Gast – als „Die zwo Kütz“ zum Beispiel auch in den nächsten Tagen auf dem Fuldaer Weihnachtsmarkt im Regio-Bereich am Buttermarkt.