Comedy-Autor Tim Boltz alias Zeno Diegelmann war bei „Kultur. Findet. Stadt“ gemeinsam mit Musiker Harry Strupp zu Gast. 
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Comedy-Autor Tim Boltz alias Zeno Diegelmann (rechts) war bei „Kultur. Findet. Stadt“ gemeinsam mit Musiker Harry Strupp zu Gast. 

Garanten für gute Laune

Auftritt bei „Kultur.Findet.Stadt“ im Museumshof: Tim Boltz und Harry Strupp begeistern die Zuschauer

  • Anne Baun
    vonAnne Baun
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„Wenn Bengel reisen“ heißt das aktuelle Programm von Comedy-Autor Tim Boltz alias Zeno Diegelmann (45), mit dem er am Donnerstagabend bei „Kultur. Findet. Stadt“ im Fuldaer Museumshof gemeinsam mit Musiker Harry Strupp zu Gast war. 

  • Tim Boltz und Harry Strupp waren bei „Kultur.Findet.Stadt“ in Fulda zu Gast.
  • Der Comedy-Autor und der Musiker nahmen ihr Publikum auf einen verrückten Trip mit.
  • Das Publikum wurde auch auf eine „Reise in die Vergangenheit“ mitgenommen, wie Tim Boltz sagte.

Fulda - Rund 75 Zuschauer hatten sich im Museumshof in Fulda zu Kultur. Findet.Stadt. eingefunden, um auch in Zeiten von Corona mal wieder herzlich zu lachen. Zu Lande, zu Wasser und auf der Flucht - Tim Boltz und Harry Strupp nahmen ihr Publikum mit auf einen verrückten Trip. Was Ei-Scheiben mit den Körperwelten, Semino Rossi mit Entschleunigung und „Der geschnitzelte Kater“ mit dem „Knüppel aus dem Hack“ zu tun haben, das wissen nun die Zuschauer.

„Es ist so schön, mal wieder vor Menschen aufzutreten“, sagte Boltz zur Begrüßung, der auch Erfahrung mit einem Auftritt im Autokino hinter sich bringen musste und es nach eigenem Bekunden „richtig richtig Scheiße“ fand. 

„Kultur.Findet.Stadt“ im Museumshof: Tim Boltz und Harry Strupp sorgten für Stimmung

Boltz, der aus Fulda stammt und in Frankfurt lebt, ist ein Garant für gute Laune. Und er hatte nicht nur herrliche Reise-Geschichten von reservierten Sonnenliegen oder die Freuden am All-you-can-eat-Büffet mitgebracht, auch eine „Reise in die Vergangenheit“, wie Boltz es nannte, gab es für die vergnügte Zuschauerschar. „Die Musterung“ aus seinem Roman Zonenrandkind“ durfte natürlich nicht fehlen, wenn man sich in die Heimat begibt.

Rund 75 Zuschauer kamen in den Museumshof.

Und wenn man schon mit Musiker anreist, dann muss wohl auch gesungen werden. Boltz tat das, tatkräftig unterstützt von Harry Strupp. Ob „Kreuzfahrt-Medley“ oder „Veganes Medley“ – dass Boltz durchaus mehr als drei Töne geradeaus singen kann, hat er ja bereits in seinem Weihnachtsprogramm bewiesen.

Tim Boltz und Harry Strupp trugen Lieder und Gedichte im Fuldaer Museumshof vor

Gleich zwei neue Songs hatten Boltz und Strupp am Start: „Warentrennerschubschubschiene“ und „Seitenschläferkissen“. Doch mal ehrlich: An Strupps Gesang kommt der Boltz nicht ran. Das weiß er auch und lässt seinem Musiker genug Raum, sich zu entfalten. Bei „Hauttyp Transparent“ tobte der Hof.

Ein weiteres Highlight sind Boltz‘ Gedichte. Gerade erst hat er während der harten Corona-Phase die Lyrikbände „Reime & Gedichte“ und „Noch mehr Reime & Gedichte“ veröffentlicht. Und es heißt noch lange nicht, dass jemand gute Gedichte schreiben kann, nur weil er Autor ist. Boltz hat’s raus, wie er zum Beispiel mit seinen Reimen über die Uckermark bewies: „Es gibt noch was, wie du so trist, wo es noch viel schlimmer ist. Wo Trübsal herrscht gar Tach um Tach, es liegt am Main; heißt Offenbach.“

Vor seinem Auftritt hatte Tim Boltz in einem Interview mit unserer Zeitung bereits einen Ausblick auf den Abend gegeben. Außerdem hatte er im Mai eine Geisterspiel-Satire für unsere Zeitung geschrieben.

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