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Von Fulda... nach Leogang: Herzwolken über der Jungfrau – Naturschauspiele und Abenteuer

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Leogang - Mit Hotelchef Friedl Herbst zum Birnbachloch wandern oder bei einer E-Bike-Tour mit ihm durch Leogang an Jochen Schweizers Haus vorbeiradeln. Danach kann man im Thermalpool entspannen und anschließend heimische Schmankerl von Juniorchef Andi Herbst, der kürzlich vom Schlemmer Atlas als Top-50-Koch ausgezeichnet wurde, genießen. Die Riederalm direkt an der Talstation Asitz ist ein Geheimtipp in Leogang.

Von Carolin Hartmann

Die Lage des Genießerhotels ist perfekt. Von hier startet man direkt vor der Haustüre auf die Piste. Und das aus einem ganz einfachen Grund: Die heutige „Riederalm“ war früher eine Skihütte. Direkt am Skicircus Leogang-Saalbach-Hinterglemm-Fieberbrunn mit 270 Pistenkilometern und am Bikepark Leogang mit 720 Kilometer Montainbikewegen gelegen, wird man zum Gipfelstürmer, und mit über 400 Kilometern Wanderwege ist für jeden und zu jeder Jahreszeit das Richtige dabei.

Von Skihütte zum 4-Sterne-Superior-Hotel

Ausflugstipps gibt es zu genüge – von und auch gerne mit Familie Herbst, die das Genießerhotel Riederalm führt. Vor 30 Jahren haben Seniorchefin Elfriede und ihr Mann Friedl die damalige Skihütte gekauft. Im Laufe der Jahre wurde aus dem kleinen Ort Leogang ein international beliebter Tourismusort – und aus der damals kleinen Riederalm ein 4-Sterne-Superior-Hotel. Eins hat sich jedoch nicht geändert. Die Riederalm ist ein Familienbetrieb, bei dem alle anpacken: Die Söhne Andreas und Thomas, die Schwiegertöchter Andrea und Hanni. Selbst die Enkel Juliana, Laurenz und Frida helfen gerne mit, und machen morgens mit ihrem Opa die Rühreier für die Gäste. Das eigentliche Zepter in der Küche hat jedoch Sohn Andreas mit seinem Team in der Hand.

Bünderfleisch, Jungrindschinken und Lamm-Käsekrainer

Andreas Herbst ist kein Unbekannter in der heimischen Kulinarikszene. Der Spitzenkoch hat lange in Top-Restaurants, unter anderem bei Mario Lohninger in Frankfurt, gearbeitet und gilt als Shooting-Star im Salzburger Land. Im November wurde er vom Schlemmer-Atlas ausgezeichnet.

Der Koch setzt auf das Nose-to-tail-Prinzip (von der Nase zum Schwanz). Die Küche verarbeitetet so gut wie alles vom Tier. So entstehen verschiedene Köstlichkeiten wie Bünderfleisch, Jungrindschinken oder Lamm-Käsekrainer. Basis seiner Küche ist ein Netzwerk von innovativen Produzenten aus der umliegenden Region. Er ist in ständigem Kontakt mit Landwirten, Jägern und Produzenten. So kommt Wild von befreundeten Jägern, Lamm wird exklusiv für ihn beim Vorderrainerbauer gezüchtet, Rind bei anderen Leoganger Bauern. Der Wolfsbarsch stammt von einem steirischen Biozüchter und sogar für Reis hat er mit Jakob Winter einen niederbayerischen Jungbauern gefunden. Verwendet werden also regionale Produkte höchster Qualität und Kräuter aus dem eigenen Garten.

Lavendelblüten-Honig-Ciabatta

Das alles kombiniert er zu täglich wechselnden Gerichten wie Leoganger Steinberg-Gams mit Kriecherl, Dampfnudeln, Kohlsprossen und wildem Wachholder. Dazu gibt es hausgebackenes Brot, unter anderem das Lavendelblüten-Honig-Ciabatta. Beim Essen erklärt der Koch die Zubereitung, und er lässt sich auch gerne über die Schultern schauen: Etwa bei der beliebten Küchengaudi, wo die Gäste einen Blick hinter die Kulissen werfen können und auch schon mit Appetithappen verwöhnt werden.

Beschallung mit Mozart und LED-Licht-Therapie für den Wein

Zu jedem Gericht finden Restaurantleiter und Sommelier Fernando Fanaro und Thomas Herbst den passenden Tropfen. Im hauseigenen Weinkeller „Weinblick“ werden wahre Schätze gelagert, und die Sommeliers setzen auf eine ganz besondere Behandlung. Die Weine werden rund um die Uhr beschallt mit Musik von Mozart und bekommen eine LED-Licht-Therapie. Das soll den Wein bei seiner Entwicklung fördern. Der Weinkeller ist auf 14 Grad temperiert, hat eine Luftfeuchtigkeit von circa 60 Prozent und ist UV-freie Zone. „Diese Art der Lagerung ist besonders schonend für den Wein“, sagt Thomas Herbst.

Wie hoch der kulinarische Anspruch der Riederalm ist, unterstreicht nicht zuletzt die Tatsache, dass sie in den elitären Kreis der „Genießerhotels & -restaurants“ aufgenommen wurde, die als gastronomische Opinion Leader im Alpenraum gelten.

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