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Vernetzung unter neuer Dachmarke: Fuldaer Museen wollen stärker zusammenarbeiten

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Von: Sabrina Mehler

Freuen sich über die Vereinbarung für eine verstärkte Zusammenarbeit und das neue Logo (von links): Astrid Schlegel , Frank Verse, Winfried Jäger, Ingmar Süß, Timo Heumüller, Yvonne Petrina, Bernd Müller-Strauß, Grafik-Designerin Sonja Hilpert und Rolf Schamberger.
Freuen sich über die Vereinbarung für eine verstärkte Zusammenarbeit und das neue Logo (von links): Astrid Schlegel , Frank Verse, Winfried Jäger, Ingmar Süß, Timo Heumüller, Yvonne Petrina, Bernd Müller-Strauß, Grafik-Designerin Sonja Hilpert und Rolf Schamberger. © Sabrina Mehler

Die Stadt Fulda verfügt über eine breite und lebendige Museumslandschaft. Weil die verschiedenen Häuser festgestellt haben, dass sie bei der Kooperation untereinander noch eine Schippe drauflegen könnten, gibt es nun eine neue Dachmarke. Die Ziele sind ambitioniert.

Fulda - Eine stärker vernetzte Museumslandschaft in Fulda könnte die Chance bieten, noch mehr regionale Besucher und Touristen anzuziehen. Die Kooperation starte zwar „nicht bei Null“, wie Dr. Frank Verse, der Leiter des Vonderau Museums bei der Vorstellung am Mittwoch erklärte. Die Zusammenarbeit sei im Alltagsgeschäft aber mitunter auf der Strecke geblieben. Nun wird dafür erneut Anlauf genommen.

„Wir haben eine ganze Palette an Ideen und wollen zum Beispiel bei Ausstellungen verstärkt zusammenarbeiten“, erklärte Dr. Frank Verse, Leiter des Vonderau Museums bei der Vorstellung der Pläne. Das heißt: Das gleiche Thema soll in verschiedenen Häusern – vom Dommuseum über die Kinder-Akademie bis hin zum Umweltzentrum – präsentiert werden, um dadurch größere Besucherströme anzusprechen. (Lesen Sie hier: Zeitzeugengespräch mit Harry Raymon im Vonderau Museum)

Auch soll in den Häusern verstärkt auf andere Museen aufmerksam gemacht werden. „Im Vonderau Museum zum Beispiel soll eine Vitrine aufgestellt werden, in der sich auch andere präsentieren können“, sagte Verse.

Fulda: Neue Dachmarke - Museen wollen stärker zusammenarbeiten

Ein erstes gemeinsames Highlight stellt der Internationale Museumstag am kommenden Sonntag dar, der einladen soll, die Vielfalt der Museen zu entdecken. Im kommenden Jahr soll die „Lange Nacht der Museen“ aufleben und überdies ein abwechslungsreiches Kulturprogramm entwickelt werden, dass an die Landesgartenschau anknüpfen und sie bereichern soll.

Timo Heumüller, einer der Geschäftsführer des Umweltzentrums, erklärte: „Es geht uns darum, dass die Besucherinnen und Besucher die vielen großen Einrichtungen als eine einzige Museumslandschaft wahrnehmen – obwohl sie aus vielen einzelnen Inseln besteht.“

Diesem Bild schloss sich Dr. Yvonne Petrina, Geschäftsführerin der Kinder-Akademie, an: „Wir wollen zwischen diesen Inseln Brücken bauen.“ Sie sei sich sicher, dass alle Beteiligten in den kommenden Monaten und Jahren kreativ werden: „Die Chemie untereinander stimmt, und wir sind gespannt, wohin die Reise künftig geht.“ Astrid Schlegel vom Dommuseum des Bistums zeigte sich zuversichtlich, dass es viele Themen gebe, die alle Beteiligten verbinden. Und Rolf Schamberger, Leiter des Feuerwehrmuseums, unterstrich: „Diese gemeinsame Marke wird uns helfen, einfacher nach außen zu agieren.“ (Lesen Sie auch: US-Pop-Art-Legende zu Gast in Fulda - Ausstellung im Bilder Fuchs)

Kooperation erhält neues Logo

Um die Kooperation in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen und gemeinsame Aktivitäten kommunizieren zu können, hat die Fuldaer Grafikdesignerin Sonja Hilpert eigens ein Logo geschaffen: Ein „M“-förmiges Gebäude und ein umgelegtes „F“, das für „Fulda“ steht, vereint die unterschiedlichen Museen symbolisch unter einem Dach. Eine Lücke auf der linken Seite des Logos soll eine Eingangstür darstellen.

Verbund

Zum Verbund gehören das Vonderau Museum am Jesuitenplatz, die Historischen Räume und das Fastnachtsmuseum im Stadtschloss, das Dommuseum des Bistums Fulda, die Kinder-Akademie in der Mehlerstraße, das Blackhorse Museum in Fulda-Galerie sowie das Deutsche Feuerwehr-Museum, das bald um eine THW-Ausstellung ergänzt wird, und das Umweltzentrum in der Fulda-Aue mit dem Programm im Tiergarten in Neuenberg.

Noch steht die Kooperation ganz am Anfang, betonten die Beteiligten am Mittwoch. Ziel sei es zwar, dort Synergien zu schaffen, wo es möglich ist – aber stehts unter der Prämisse, die Identität des eigenen Hauses zu erhalten.

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