Entwarnung nach einem Ausfall der Notrufnummern 110 und 112. Sie funktionieren wieder. Die Telekom schließt einen Hackerangriff als Ausfallursache aus.
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Entwarnung nach einem Ausfall der Notrufnummern 110 und 112. Sie funktionieren wieder. Die Telekom schließt einen Hackerangriff als Ausfallursache aus.

Nummern 110 und 112

Bundesweiter Notruf-Ausfall laut Telekom kein Hacker-Angriff - auch Polizei in Osthessen war betroffen

  • Sebastian Reichert
    VonSebastian Reichert
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  • Ann-Katrin Hahner
    Ann-Katrin Hahner
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Nach einem bundesweiten Ausfall der Notrufnummern 110 und 112 am Donnerstag sind aus mehreren Ländern Entwarnungen gemeldet worden. Im Gebiet des Polizeipräsidiums Osthessen, wo die Störung gegen 4 Uhr morgens auftrat, sind die Dienste inzwischen auch wieder zu erreichen.

Fulda - In mehreren Bundesländern fielen am Donnerstagmorgen die Notrufnummern 110 und 112 von Polizei und Feuerwehr aus. Warnmitteilungen gab es neben Hessen unter anderem auch aus Berlin, Brandenburg, Baden-Württemberg, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

Ein Sprecher der Telekom, die die technische Infrastruktur für den Notruf bereitstellt, sagte: „Es gab am frühen Morgen eine Störung.“ Diese sei inzwischen behoben worden. Ursache der Störung sei wohl ein technischer Fehler bei der Telekom gewesen, hieß es von Behördenseite. „Einen Hackerangriff als Ursache schließen wir aus“, sagte ein Telekom-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Fulda: Notruf-Ausfall kein Hacker-Angriff - auch Polizei in Osthessen betroffen

Im Landreis Fulda meldete die Polizei gegen 5.50 Uhr, dass seit etwa einer Stunde eine Störung des Notrufs bestünde. Auch der Notruf in Hersfeld-Rotenburg und dem Vogelsbergkreis sei betroffen. Um 8.10 Uhr informierte die Polizei in Fulda dann, dass die Notrufprobleme behoben seinen.

„Das Leitstelle des Polizeipräsidiums Osthessen ist wieder unter der 110 erreichbar“, erklärte ein Sprecher der Polizei. Bürgerinnen und Bürger waren am frühen Morgen über Ansagen im Rundfunk sowie über Meldungen der Warn-Apps Nina und Katwarn aufgefordert worden, sich während der Störung direkt bei den Polizeistellen vor Ort zu melden. 

Video: Notrufnummern in mehreren Bundesländern gestört

„Die Notrufnummern sind enorm wichtig, denn bei einem Schlaganfall oder einer anderen Notlage zählt jede Minute“, sagte der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Armin Schuster. Der Austausch mit der Telekom zu der Störung am Morgen sei sehr schnell und reibungslos gewesen. Die Landesinnenministerien seien dadurch zügig informiert worden, so dass regional sehr schnell Warnmeldungen zu dem Ausfall veröffentlicht worden seien.

Einen überregionalen, vorübergehenden Ausfall der beiden Notrufnummern hatte es bereits am 29. September gegeben. Grund war damals eine bundesweite Störung im Netz der Deutschen Telekom - betroffen waren Anrufe aus dem Mobilfunk in das Festnetz, wie das Unternehmen mitteilte. Der neuerliche Ausfall soll eine andere technische Ursache gehabt haben als die Störung im September.

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