Elke Hohmann (rechts) präsentiert mit zwei Mitarbeiterinnen die Schecks für die Sieger, die wegen Corona nicht anwesend sein konnten.
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Elke Hohmann (rechts) präsentiert mit zwei Mitarbeiterinnen die Schecks für die Sieger, die wegen Corona nicht anwesend sein konnten.

Bis Mitte Dezember

„Heute schon gelebt“: Der neue Palliativkalender ist im Stadtschloss ausgestellt

  • Sanja Winhold
    VonSanja Winhold
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Unter dem Motto „Letzte Fragen“ hat die Deutsche Palliativstiftung ihren neuen Kalender im Marmorsaal des Stadtschlosses in Fulda präsentiert. Zudem wurden die Gewinner der Fotoausstellung bekanntgegeben.

Fulda - Hätte man in seinem Leben eine Weltreise antreten, eine Familie gründen oder einfach viel häufiger auf einer grünen Wiese liegen sollen, um die Natur zu genießen? Welche Gedanken beschäftigt die Menschen und was möchten sie tun, bevor sie sterben? Dabei können die Antworten durchaus unterschiedlich ausfallen.

Beim Fotowettbewerb der Deutschen Palliativstiftung sollten diese Fragen behandelt werden. Dieser fand zum zwölften statt. Geschäftsführerin Elke Hohmann sagte in Fulda: „Wir möchten mit unserem neuen Kalender für das Thema Lebensende sensibilisieren.“ Stadtrat Bernhard Lindner (SPD) begrüßte stellvertretend für Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU) rund 30 Gäste.

Fulda: Palliativstiftung stellt neuen Kalender im Stadtschloss aus

Der Vorstandsvorsitzende Dr. Thomas Sitte wies darauf hin, wie wichtig es ist, dass es Menschen gut geht, die im Sterben liegen. Außerdem kamen dem Palliativmediziner die ersten Worte des Gelassenheitsgebet in den Sinn: „Gott, gib uns die Gnade, mit Gelassenheit Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann.“

Jedem Menschen stehe es frei, wie er sein persönliches Glück im Leben gestaltet. Nur man selbst könne wissen, was glücklich macht (lesen Sie auch hier mehr: Zwei Ex-Prinzen beim Kisten schleppen: Hilfe für Palliativstiftung bei Umzug nach Bronnzell).

Das besondere an der Preisverleihung: Weil der Punktestand der beiden Erstplatzierten am Ende genau gleich war, teilten sich Anne Kuhn und Jonas Beck den Sieg. Beide erhielten als Prämie 4000 Euro. Anne Kuhn beeindruckte mit ihrem Werk „La vie est belle“ und möchte ihr Preisgeld an die Krebsstation Kilimanjaro Christian Medical Centre spenden.

Fulda: Das Kalender-Titelbild stammt vom Fotografen Ferdinand Jendrejewski

Jonas Beck wird seinen Gewinn, den er mit seinem Kunstwerk mit dem Titel „Antworten“ errang, dem Hospiz Schöneberg-Stegliz überlassen. Der Drittplatzierte Andreas Steltner wurde mit einem Preisgeld in Höhe von 2000 Euro belohnt und überzeugte mit seinem Werk „Was will die Geisterfrau“ die Jury. Mit seinem Gewinn möchte er das Hospiz Bergstraße in Bensheim fördern.

13 Bilder schmückten die Fuldaer Vernissage. Das Titelbild „Heute schon gelebt“ stammt von dem Fuldaer Fotografen Ferdinand Jendrejewski. Die Ausstellung ist noch bis Mitte Dezember zu sehen (lesen Sie auch hier mehr: Politischer Paukenschlag in Fulda: Bernhard und Elke Hohmann gehen von CWE zu Volt).

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