Jetzt kann man auch in Fulda die Parkgebühren mit dem Handy zahlen
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Jetzt kann man auch in Fulda die Parkgebühren mit dem Handy zahlen

Wie in 160 anderen Städten

Jetzt kann man auch in Fulda die Parkgebühren mit dem Handy zahlen

Das Parken in Fulda wird noch einfacher: Ab sofort können Autofahrerinnen und Autofahrer ihre Parkgebühren an allen städtischen Straßenparkplätzen, die mit Parkscheinautomaten betrieben werden, auch per Mobiltelefon zahlen.

Fulda - Dafür kooperiert die Stadt mit smartparking, einer Initiative für digitale Parkraumbewirtschaftung, teilte der Magistrat am Mittwochnachmittag mit. Demnach stehen für das Handyparken in Fulda diese sieben Anbieter zur Auswahl: „EasyPark“, „PARK NOW“, „moBiLET“, „Yellowbrick/flowbird“, „paybyphone“, „Parkster“ und „PARCO“.

Fulda: Parkgebühren mit dem Handy zahlen – neuer Smartphone-Service

Die Parkscheinautomaten bleiben nach Stadt-Angaben uneingeschränkt in Betrieb. „Bei den neuen Bezahlmöglichkeiten handelt es sich um einen zusätzlichen Service“, erklärte Stadtsprecher Johannes Heller. „An allen Parkscheinautomaten sind in Kürze Informationen zu den neuen Dienstleistern sowie Anleitungen für die ersten Schritte zum Handyparken zu finden.“

Fuldas Bürgermeister und Verkehrsdezernent Dag Wehner zeigte sich bei der offiziellen Inbetriebnahme am Parkstreifen vor dem Palais Altenstein in der Schlossstraße sehr angetan von den Möglichkeiten des Handyparkens: „Das eröffnet gerade für jüngere Nutzerinnen und Nutzer einige bequeme Perspektiven. Gleichzeitig ändert sich für alle, die wie bisher mit Münzen zahlen möchten, gar nichts.“

Über die Einrichtung der zusätzlichen Serviceleistungen beim Bezahlen der Parkgebühren an den Straßenparkplätzen (Onstreet-Parken) hinaus plant der EGB Parkstätten Fulda, der die städtischen Parkhäuser im Auftrag der Stadt Fulda betreibt, diese zusätzlichen Serviceleistungen noch in diesem Jahr auch in den Parkhäusern (Offstreet-Parken) anbieten zu können. „Die Vorbereitungen hierfür laufen auf Hochtouren“, hieß es.

Den Parkvorgang beim Handy-Parken startet der Autofahrer laut Stadt per App, Anruf oder auch per SMS. Seine Parkzeit kann er nach Ablauf der Mindestlaufzeit ganz nach Bedarf stoppen oder bis zur zulässigen Höchstparkzeit verlängern. „Für die Parkplatznutzer ist somit zukünftig wesentlich einfacher, bei den Parkgebühren einerseits unnötige Überzahlungen und andererseits auch drohende Verwarngelder wegen abgelaufener Tickets zu vermeiden.“

Für diese zusätzliche Serviceleistung und den Komfort, kein Münzgeld für Bezahlung der Parkgebühr vorhalten zu müssen, addieren die verschiedenen Systemanbieter unterschiedliche Zuschläge auf die kommunale Parkgebühr. Ob ein digitales Ticket gelöst wurde, kann durch die jeweiligen Kontrolleure am Kennzeichen erkannt werden.

In mehr als 160 Städten verfügbar

Auch in vielen weiteren Städten (insgesamt in 160 bereits) lassen sich Tickets mit dem Smartphone lösen, zum Beispiel auch in Bad Hersfeld, Büdingen, Wetzlar, Köln, Wiesbaden, Berlin, Frankfurt und Hamburg. Die sieben Anbieter unterscheiden sich in der Verbreitung, im Preis und in der Technik: PARK NOW setzt beispielsweise auf eine kostenfreie App, die dem Autofahrer neben dem bargeldlosen Parken am Straßenrand auch eine ticketlose Ein- und Ausfahrt in angeschlossene Parkhäuser ermöglicht. Die Anwendung ist auch ohne Registrierung sofort nutzbar.

Hintergrund: Der Anbieter Smartparking

smartparking („die Initiative für digitale Parkraumbewirtschaftung“)– gibt es seit Herbst 2015. Geschäftsführer ist der ehemalige Hamburger Erste Bürgermeister Ole von Beust. Zu den Gründungsmitgliedern gehören die Anbieter EasyPark, ParkNow und Mobile City. smartparking unterstützt Städte und Gemeinden bei der Einführung von effizienten und bürgernahen Lösungen für das bargeldlose Bezahlen von Parkgebühren.

EasyPark läuft ebenfalls über eine kostenlose App. Mit dieser lässt sich die Parkzeit intuitiv starten, verlängern und stoppen. Ole von Beust, Geschäftsführer von smartparking, erläutert: „Unsere Plattformlösung ist offen für alle Handyparken-Anbieter auf dem deutschen Markt. Damit lässt sie Autofahrern die Freiheit, sich für die Technik zu entscheiden, die ihnen am meisten zusagt. Und die Städte können Handyparken sehr schnell einführen – ohne aufwendige Ausschreibung.“ (sar)

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