Airport-Police-Auto, Weihnachts-Car und Mario-Kart:Thorsten Boller, Erfinder und Bauer der Funny-Cars mit seinen ersten Kreationen.
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Airport-Police-Auto, Weihnachts-Car und Mario-Kart:Thorsten Boller, Erfinder und Bauer der Funny-Cars mit seinen ersten Kreationen.

Exemplar für Lorenz Büffel

Petersberger bastelt aus gebrauchten Kinderautos bunte Funny-Cars - Frisierwerkstatt für Bobbycars

Ob „Büffel-Express“, „Mario Kart“, „Airport-Police“ oder Weihnachtsauto: Der Fantasie von Thorsten Boller sind keine Grenzen gesetzt. In seinem Wohnzimmer verwandelt er herkömmliche Bobbycars zu echten Hinguckern.

Petersberg - Die Idee, die kleinen knallroten Kinderautos aufzumotzen, kam Thorsten Boller bereits im Sommer 2019. Anlässlich des 60. Geburtstages seines Chefs folgte schließlich im vergangenen Jahr die Umsetzung. Dieser feierte seinen Ehrentag nämlich unter dem Motto „Zurück in die Vergangenheit“ mit Flugtickets als Einladungskarten. 

Aus Spaß rüstet der Petersberger sein erste Bobbycar als „Flughafen-Polizei-Auto“ um, mit dem er auf der Feier als Polizist auftrat. Die Gäste seien begeistert gewesen und zeigten erstes Interesse. „Viele haben gesagt, wie cool sie das finden und dass das auch etwas für sie wäre“, sagt Boller. 

Fulda: 37-Jähriger baut gebrauchte Bobbycars zu bunten Funny-Cars um

Schnell begeisterte er zwei Freundinnen von seiner Idee und holte sie in sein Team. Sara Schwarz kümmert sich seitdem um die grafische Umsetzung der zahlreichen Ideen und bringt diese zeichnerisch zu Papier. Boller baut die Autos schließlich um, ehe Judith Gracz die fertigen Exemplare fotografiert und auf sozialen Plattformen wie Facebook und Instagram unter funnycar.fulda vermarktet. (Lesen Sie hier: So einfach entsteht eine Kinderspielküche im eigenen Garten)

„Das Ganze ist mit viel Arbeitszeit verbunden“, erklärt der gelernte Elektriker. Von der Idee bis hin zum fertigen Produkt vergingen schnell zehn bis fünfzehn Stunden. So werden Zeichnungen erstellt, Lampen oder Lichterketten montiert und das Kinderauto lackiert. Bisher halte sich die Nachfrage jedoch noch in Grenzen. Zwar zeigten sich viele Menschen begeistert von der Idee und Umsetzung, doch zu vielen Aufträgen habe das bislang noch nicht geführt. „Die Menschen sind noch sehr verhalten. Aber ich denke, wenn es richtig anläuft, wird die Nachfrage steigen“, sagt Boller.

Einen prominenten Abnehmer hatte er bereits: Ballermannsänger Lorenz Büffel. Dieser hatte zu Beginn der Pandemie einen Foodtruck namens „Büffel-Express“ eröffnet. Als Fan des Entertainers machte es sich Boller zur Aufgabe, das Gefährt in Funny-Car-Manier nachzubauen. Gesagt, getan. 

Video: Petersberger bastelt aus gebrauchten Kinderautos bunte Funny-Cars

Mit viel Liebe zum Detail war das Auto samt Anhänger schließlich fertig. Fehlte nur noch die Übergabe an den zukünftigen Besitzers – der noch gar nichts von dem außergewöhnlichen Geschenk wusste. Boller setzte sich mit dessen Management in Verbindung und bekam tatsächlich die Möglichkeit, das Gefährt persönlich zu übergeben. Im Limburger Summerfield-Musik-Studio überrascht er den Partysänger. 

Doch wie kommt es zu dem Namen „Funny-Cars“? „Ursprünglich hatte ich es „Bobbycar Fulda“ getauft. Allerdings ist Bobbycar ein geschützter Name, weshalb wir nach etwas anderem suchen mussten. Es ist ja eine lustige Sache, deswegen fand ich Funny-Cars passend“, erklärt Boller.

Mittlerweile hat er sogar ein kleines Gewerbe mit seinen Funny-Cars angemeldet. Zudem hofft der 37-Jährige, bald nicht mehr in seinem Wohnzimmer bauen zu müssen: „Wenn die Nachfrage steigt, würde ich gerne eine Garage oder einen kleinen Raum mieten, in dem ich meine Arbeit von meinem Wohnraum separieren kann. Zudem wäre dort mehr Platz.“ Weitere Projekte sind bereits in Arbeit: So soll als nächstes ein Flammenflitzer gefertigt werden. (Von Celina Lorei)

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