St. Andreas in Neuenberg ist die neue Pfarrkirche.
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St. Andreas in Neuenberg ist die neue Pfarrkirche.

7000 Katholiken

Unter einem Dach: Aus vier Pfarreien wird St. Martin Fulda - St. Andreas in Neuenberg ist Pfarrkirche

Einen gemeinsamen Pfarrer hatten sie bereits, doch seit Neujahr sind vier Pfarreien im Westen des Landkreises offiziell zu der Gemeinde St. Martin Fulda verschmolzen. Der neue Name hat einen gemeinsamen Ursprung in der Geschichte der Kirchen.

Fulda - Vor 15 Jahren wurde dem Haimbacher Pfarrer Markus Schneider Maberzell als zweite Gemeinde anvertraut. Damit begann ein stetiger Prozess des Zusammenwachsens, andere Pfarreien kamen mit der Zeit hinzu: Giesel und Neuenberg. Nun sind die Orte nicht mehr nur durch einen gemeinsamen Pfarrer verbunden, sondern tragen auch einen gemeinsamen Namen: Katholische Pfarrgemeinde St. Martin Fulda. „Wir haben lange darauf hingearbeitet. Nun ist es endlich Zeit, dass wir auch auf dem Papier eine Pfarrei werden“, freut sich Pfarrer Schneider über den Zusammenschluss.

Die neue Pfarrei schreibt in einer Pressemitteilung, dass vieles schon lange gemeinsam läuft: Die Erstkommunionkinder und die Firmlinge bereiten sich gemeinsam auf ihre Feiern vor. Auch Angebote wie Abende der Versöhnung oder zuletzt die Christmette werden für alle Gemeinden zusammen angeboten. Viel ändert sich für die rund 7000 Katholiken der neuen Pfarrei daher nicht. Sie kommen aus den früheren Pfarreien St. Andreas Neuenberg (mit der Fulda-Galerie und dem Münsterfeld), St. Markus Haimbach (mit Sickels, Niederrode, Reinhards, Rodges und Besges), St. Hubertus Oberrode (mit Mittelrode), St. Laurentius Giesel und Hl. Kreuz Maberzell (mit dem Trätzhof).

Aus vier Pfarreien wird St. Martin Fulda - St. Andreas in Neuenberg ist Pfarrkirche

Die Gläubigen werden aktuell durch viele Ehrenamtliche, zwei Priester, zwei Gemeindereferentinnen, vier Sekretärinnen und zwei Seelsorger in der Ausbildung betreut. Als älteste Kirche wird St. Andreas in Neuenberg die neue Pfarrkirche. Das neue zentrale Pfarrbüro wird im Haimbacher Markushaus angesiedelt. (Lesen Sie hier: Aus St. Peter und St. Paulus wird St. Lioba - Zusammenschluss seit Neujahr perfekt).

Über die Ortsbestimmungen und den neuen Namen haben die Vertreter bereits im vergangenen Jahr entschieden. Die Idee für den Namen kommt aus der Geschichte der Orte der Pfarreien. Die heutige Markuskirche in Haimbach war von 1462 bis 1633 dem Heiligen Martin geweiht. Zur damaligen Zeit zählten Maberzell und Giesel schon einmal zu Haimbach. „So wurde der weite Mantel des Heiligen Martin zum Symbol der neuen Pfarrei, in dem alle Gemeinden geborgen sind“, heißt es in der Pressemitteilung des Pfarrteams.

Markus Schneider: „Nun ist es endlich Zeit, dass wir auch auf dem Papier eine Pfarrei werden“

Durch die Neugründung der Pfarrei sollen die einzelnen Orte ihr Profil nicht verlieren. Alle Kirchen bleiben erhalten, das Vermögen der Pfarreien fließt zusammen. „Bei der Neugründung geht es darum, sich zu vernetzen, zu unterstützen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Das kann besonders durch einen gemeinsamen Pfarrgemeinderat gelingen“, schreibt das Pfarrteam.

Einen großen Festakt zur Neugründung konnte es durch die Corona-Pandemie nicht geben. „Das holen wir spätestens am Martinsfest im November nach“, heißt es aus der Pfarrei. (msf)

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