Fulda: Zwei ehemalige Hersfelder am Altar auf dem Rathausplatz in Petersberg: Togar Pasaribu (links) wird von Stadtpfarrer und Dechant Stefan Buß als Pfarrer in der Pfarrei St. Lioba Petersberg/Ziehers Nord eingeführt.
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Zwei ehemalige Hersfelder am Altar auf dem Rathausplatz in Petersberg: Togar Pasaribu (links) wird von Stadtpfarrer und Dechant Stefan Buß als Pfarrer in der Pfarrei St. Lioba Petersberg/Ziehers Nord eingeführt.

Sonniger Start für Pfarrer

Zum Abschluss der Liobawoche: Togar Pasaribu offiziell in Petersberg ins Amt eingeführt

  • Andreas Ungermann
    VonAndreas Ungermann
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Zwei Jahre war Togar Pasaribu als Pfarradministrator am Petersberg eingesetzt. Zum Abschluss der Liobawoche wurde er jetzt offiziell als Pfarrer der Pfarrei St. Lioba Petersberg/Ziehers Nord eingeführt.

Petersberg - Bekannt war die Nachricht bereits seit Palmsonntag dieses Jahres: Togar Pasaribu soll nach Kaplanszeit und Pfarradministration, die er von Florian Böth übernahm, offiziell Pfarrer in Petersberg im Kreis Fulda und somit Nachfolger von Jan Kremer werden. Am vergangenen Wochenende feierten nun 400 Gläubige in Petersberg die Einführung des neuen Pfarrers – darunter dessen Familie aus Bad Hersfeld (Hessen). Mehr als zwei Dutzend Mitbrüder des 34-Jährigen zelebrierten den Gottesdienst mit, während Stadtpfarrer und Dechant Stefan Buß Pasaribu in sein Amt einführte.

Zwar sei Pasaribu nach fünf Jahren in Petersberg und zwei Jahren als Pfarradministrator kein neues Gesicht mehr in der Gemeinde, aber die Amtsregelung sei nun endlich unter Dach und Fach. Der Stadtpfarrer ging zudem auf eine Gemeinsamkeit ein: Mit einem Unterschied von 28 Jahren haben sowohl er als auch Pasaribu ihre Primiz in ihrer Heimatpfarrei St. Lullus-Sturmius in der Bad Hersfelder Innenstadt gefeiert. Bei den einstigen Rivalitäten zwischen Barock- und Festspielstadt sei es vor 50 Jahren kaum denkbar gewesen, dass zwei Hersfelder Pfarrer in der Fuldaer Stadtregion wirken würden, sagte Buß. (Lesen Sie auch: Pfarrer Togar Pasaribu hat viele Aufgaben - und einen vollen Terminkalender)

Fulda: Togar Pasaribu offiziell in Petersberg ins Amt eingeführt

Pünktlich zur Predigt des neuen Pfarrers hörte der Nieselregen auf und die Sonne begann zu scheinen. Pasaribu betonte in seinen Worten an die Gemeinde, dass das ehrenamtliche Engagement schon jetzt eine große und künftig eine zunehmende Bedeutung für die Kirche habe. Deshalb freue er sich, dass man in Petersberg auf viele Helfer zählen könne.

Die Freude auf die Zukunft und die Zusammenarbeit brachten zudem die Sprecherin des Pfarrgemeinderates, Tina Schwind, und Martin Schäfer vom Verwaltungsrat zum Ausdruck. Dem schlossen sich für die Politik Petersbergs Bürgermeister Carsten Froß, Landtagsabgeordneter Markus Meysner, Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt sowie – in Vertretung für Fuldas OB Dr. Heiko Wingenfeld – Franz Heimann (alle CDU) an. Sie hoben Pasaribus lockere Art und die unkomplizierte Zusammenarbeit hervor. Einen Blick auf die gute ökumenische Kooperation und die enge Zusammenarbeit warfen zudem die evangelischen Pfarrer Marvin Lange und Christian Pfeiffer, die einen musikalischen Gruß überbrachten.

Gottesdienst-Besucher gratulieren Togar Pasaribu nach Amtseinführung

Der neue Pfarrer hatte im Frühjahr im Gespräch mit unserer Zeitung betont, er ziehe im Alltag viel Kraft aus der Musik und messe ihr in ihrer gesamten Bandbreite eine große spirituelle Bedeutung für die Liturgie bei. Dementsprechend wurde die Feier am Sonntag auch vom Musikverein Petersberg sowie von Markus Goldbach, Ayleen Nüchter sowie Bodo und Hagen Pfaff mitgestaltet. Im Anschluss an den Gottesdienst nutzten die Besucher die Gelegenheit zur persönlichen Gratulation und zum Austausch mit ihrem neuen Pfarrer.

Bevor Togar Pasaribu an den Petersberg kam und dort an der Fusion der vormals zwei Gemeinden mitarbeitete, war er Kaplan in Neuhof. Sein Studium der Theologie und Philosophie absolvierte er in Fulda, Münster und Indonesien, wo er seine familiären und kulturellen Wurzeln hat.

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