Wie viele Pilze gibt es im Herbst 2021? Der September war trocken, im Oktober gab es Regen-Tage. Wie sieht es nun für die Sammler in der Region Fulda aus?
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Wie viele Pilze gibt es im Herbst 2021? Der September war trocken, im Oktober gab es Regen-Tage. Wie sieht es nun für die Sammler in der Region Fulda aus?

Experte-Einschätzung

Finden die Sammler in der Region Fulda in diesem Herbst 2021 viele Pilze im Wald?

Im Sommer haben die Experten angenommen, dass das Pilzjahr 2021 volle Körbe für die Sammler bringt. Doch dann kam der trockene September – und die Körbe blieben bisher nahezu leer. Wie sieht es nun nach ein paar regnerischen Tagen in der Region Fulda aus?

Fulda - Jochen Rümann war lange Zeit Förster im Forstamt Fulda und ist selbst Pilz-Liebhaber und -sammler. Gerade kommt er aus dem Wald in Ziegel. Zwar war der ehemalige Forstmann nicht zum Pilzsammeln da, doch wie immer hat er auf seinem Weg den Blick nach unten gerichtet, um herauszufinden, wie gut die Pilzsaison läuft. Sein Fazit: „Eher schlecht.”

Schuld daran sei der trockene September gewesen. „Hätte es im vergangenen Monat gescheit geregnet, würde das anders aussehen”, so Rümann. Eigentlich hatte der Sommer ein gutes Pilzjahr 2021 versprochen. Mitte Juli sah es zumindest bei den Pfifferlingen auch so aus: „Die waren gut”, so Rümann.

Fulda: Finden die Sammler in diesem Herbst 2021 viele Pilze im Wald?

Anfang Oktober hatte der ehemalige Förster noch darauf gewartet hat, dass es ordentlich regnet. Denn besonders nach Niederschlag sprießen die Pilze aus dem Boden. Haben die vereinzelten Regenfälle in den vergangenen Tagen denn etwas gebracht? „Höchstens ein bisschen“, sagt Rümann.

So sammelt man Pilze richtig

Pilze sollten entweder vorsichtig abgedreht oder abgeschnitten werden, damit der eigentliche Pilz – ein unscheinbares Geflecht unter der Erde – nicht zerstört wird. Oberstes Gebot beim Sammeln: Nur solche Pilze mitnehmen, die auch essbar sind. Als Anfänger sollte man sich an Steinpilze, Maronen oder Rotkappen halten – sogenannte Röhrenpilze.

Erst vor Kurzem sei er im Wald auf Pilzsuche gewesen. „Eineinhalb Stunden lang war ich unterwegs.“ Am Ende hätte die Ernte in seinem Korb aber nicht einmal für eine Mahlzeit gereicht. „Eine ganze Familie bekommt man von den Pilzen, die man gerade findet, auf keinen Fall satt“, so Rümann.

Video: Steinpilz und Pfifferling: Das sind die beliebtesten Speisepilze!

Steinpilze zum Beispiel habe er nicht gefunden. Dafür ein paar Maronen und Pfifferling-Reste aus dem Sommer. „Für ein richtiges Pilz-Abendesssen lohnt es sich dieses Jahr leider nicht, in den Wald zu gehen. Höchstens, wenn man danach noch beim Metzger oder beim Bäcker vorbeischaut.“

Übrigens: Im Wald ist man im Wohnzimmer der Wildtiere unterwegs, so Torsten Reinwald vom Deutschen Jagdverband. Für ein harmonisches Miteinander sollte man nicht nachts oder in der Dämmerung unterwegs sein. Da sind die Tiere auf Futtersuche oder unterwegs. Vom Unterholz sollte man sich ganz fernhalten, denn einerseits ziehen sich die Wildtiere hier zurück, andererseits wachsen dort keine Pilze, weil sie kein Licht abbekommen. (von Suria Reiche)

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