1. Fuldaer Zeitung
  2. Fulda

Kurven bald Rikschas durch Fulda? IG „barrierefreies Fulda“ hofft auf Unterstützung

Erstellt:

Von: Suria Reiche

In einigen Städten kommen E-Rikschas bereits zum Einsatz. Ist diese Form der Mobilität auch etwas für Fulda?
In einigen Städten kommen E-Rikschas bereits zum Einsatz. Ist diese Form der Mobilität auch etwas für Fulda? © Nadine Weigel/dpa

Die Interessengemeinschaft (IG) „barrierefreies Fulda“ will ein ganz besonderes Projekt umsetzen: Wenn es nach den Mitgliedern rund um den Vorsitzenden Hanns-Uwe Theele geht, dann sollen bald Rikschas durch die Barockstadt fahren. Dafür sucht die IG Unterstützer.

Fulda - Die Interessengemeinschaft sei immer auf der Suche nach neuen Ideen, wie Menschen mit Mobilitätseinschränkung besser in der Stadt zurechtkommen, sagt der Vorsitzende Hanns-Uwe Theele auf die Frage, wie die IG auf die Idee gekommen ist, Rikschas nach Fulda zu holen.

In großen Städten in ganz Deutschland sind die Gefährte aus Japan, die von einer Person auf dem Fahrrad oder zu Fuß gezogen werden, keine Seltenheit. Touristen und Einheimische können die Rikscha samt Fahrer „mieten“ und durch die Stadt fahren. (Lesen Sie auch: Mobilität in Hessen - Im Vogelsberg gibt es die meisten Privatautos)

Fulda: Pläne IG „barrierefreies Fulda“ - Kurven bald Rikschas durch die Stadt?

Das Konzept, das die Interessengemeinschaft in Fulda umsetzen möchte, ist ein klein wenig anders: „Manche Menschen, die in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind, haben niemanden, der mit ihnen rausgeht“, sagt Theele. Genau ihnen soll geholfen werden.

Die E-Rikschas, die im Mai geliefert werden, sollen tage- oder wochenweise von ihnen gebucht werden können, damit sie mit ihnen umherfahren, beziehungsweise von einer anderen Person gefahren werden können.

„Das ist ein einzigartiges Projekt, das wir da in Fulda umsetzen wollen“, sagt Theele. Damit es Wirklichkeit wird, ist die IG auf der Suche nach Unterstützern. Die elektrischen Rikschas müssen zum einen finanziert werden, und es werden zum anderen ehrenamtliche Fahrer gesucht, die mobilitätseingeschränkten Menschen zu mehr Flexibilität verhelfen. (Lesen Sie hier: Mobilitätstage in Fulda - So lautet das Fazit der Veranstalter)

Video: Sightseeing mal anders - Grün durch Frankfurt fahren

Dies sei vor allem dann nötig, wenn Privatpersonen gefahren werden möchten. Weiterhin wird ein sogenannter Disponent gesucht. Also jemand, der eingehende Buchungen entgegennimmt.

Die Rikschas sollen aber auch Einrichtungen für Menschen mit Behinderung und Seniorenresidenzen für ihre älteren Bewohner zur Verfügung stehen. Theele rechnet mit Kosten in der Anschaffung von etwa 15.000 Euro. „Wenn jemand uns zudem eine Art Laden zur Verfügung stellen würde, in dem wir die Rikscha oder die Rikschas abstellen können, wenn sie nicht im Gebrauch sind, wäre das super.“

Man sieht: Es ist nicht wenig, was die IG da umsetzen möchte. Und ganz einfach ist es sicherlich auch nicht. „Aber wenn es klappt, wäre das toll“, so Theele. Potenzielle Unterstützer können sich unter der Telefonnummer (0661) 833900 melden.

Auch interessant