Die blaue Sirene eines Polizeiwagens.
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Rund 60 Fahrzeuge wurden durch die Beamten des Polizeipräsidiums Osthessen in der Fuldaer Innenstadt kontrolliert. (Symbolfoto)

„Sehen und gesehen werden“

Umgebaut und viel zu laut: Polizei stellt in Fulda neun „getunte“ Autos sicher

  • Selina Eckstein
    vonSelina Eckstein
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Bei mehreren Kontrollen im Bereich der Fuldaer Innenstadt sind den Beamten des Polizeipräsidiums Osthessen mehrere „getunte“ Fahrzeuge aufgefallen. Insgesamt neun Autos stellte die Polizei sicher.

Fulda - Rund 60 Fahrzeuge wurden durch die Beamten des Polizeipräsidiums Osthessen in Fulda kontrolliert. 52-mal sei die Betriebserlaubnis „aufgrund von baulichen Veränderungen“ erloschen - und die Weiterfahrt wurde untersagt. Neun Fahrzeuge wurden durch die Polizei sichergestellt. Deren Bauart war so verändert worden, dass ein Sachverständiger nun ein technisches Gutachten erstellen wird. So auch bei einem Ford Focus. Ein Umbau der Auspuffanlage führe hier zu einer „erheblichen Lärmbelästigung“, gab das Polizeipräsidium in einer Pressemitteilung bekannt.

Zwar habe der Fahrzeugführer eine Vielzahl an Eintragungen für sein Fahrzeug vorweisen können, diese stimmten jedoch nicht mit den tatsächlich eingebauten Teilen überein, so dass auch in diesem Fall die Betriebserlaubnis des Fahrzeuges erloschen war. Eine Ordnungswidrigkeitenanzeige, die Kosten der technischen Untersuchung inklusive eines Gutachtens und die Kosten für den Rückbau des Fahrzeugs kommen nun auf den Mann zu.

Verkehrskontrollen in Fulda: Die Autos waren viel zu laut

Außerdem seien in einigen Fällen die Abgasanlagen der meist hochwertigen und hochmotorisierten Autos so verändert worden, dass ihr Betrieb unzulässigen Lärm verursache. Oder anders gesagt: Die Autos waren viel zu laut. Das Motto der meist jungen männlichen Fahrer sei laut Polizei: „Sehen und gesehen werden“. Wer jedoch unzulässige Veränderungen an seinem Fahrzeug vornehme, stelle nicht nur ein Sicherheitsrisiko für alle Verkehrsteilnehmer dar, sondern belaste auch die Umwelt, betonen die Beamten.

Die Polizei hob aber das „fast durchweg verständnisvolle Verhalten der kontrollierten, meist männlichen Fahrer“ hervor.

Polizeipräsidium Osthessen möchte Autofahrer durch Kontrollen sensibilisieren

„Ziel der auch in Zukunft stattfindenden Kontrollen ist es jedoch nicht, nur Verstöße zu ahnden, sondern die Fahrzeugführer auch hinsichtlich der bestehenden Gefahren und Risiken zu sensibilisieren. Neben den ordnungswidrigkeiten- und strafrechtlichen Konsequenzen kann es bei schweren Unfällen zu schlimmen gesundheitlichen Folgen und Schadensersatzansprüchen kommen. Das Bestreben der Polizei ist es, in Gesprächen mit den Fahrzeugführern ein Gefahrenbewusstsein zu wecken, damit die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen und die Lärmbelästigung durch unzulässige Fahrzeugveränderungen zu reduzieren“, so Pressesprecher Stephan Müller.

Auch in den kommenden Wochen will das Polizeipräsidium Osthessen weitere Verkehrskontrollen durchführen.

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