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Polizei kontrolliert Lkw- und Autofahrer: Illegales Überholen und ein gefälschter Führerschein

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Verkehrskontrolle
Die Polizei Osthessen hat am Dienstag Lkw- und Autofahrer im Kreis Fulda kontrolliert. (Symbolbild) © Jonas Güttler/dpa

Die Polizei hat in Fulda Kontrollen zu den Schwerpunkten „Truck and Bus“ und „Alkohol und Drogen“ durchgeführt. Dabei wurden mehrere Verstöße festgestellt.

Fulda - Um für mehr Verkehrssicherheit zu sorgen und das Risiko von Verkehrsunfällen zu reduzieren, hat die Polizei Osthessen am Dienstag Kontrollen zu den Schwerpunkten „Truck and Bus“ und „Alkohol und Drogen“ durchgeführt. Dazu waren die Kontrollkräfte zwischen 10 Uhr und 17 Uhr im Stadtgebiet von Fulda und auf den umliegenden Bundes- und Landstraßen unterwegs, heißt es in einer Mitteilung.

Seit Jahren sei zu beobachten, dass der gewerbliche Güter- und Personenverkehr stetig wachse. Daraus resultierend komme es auch immer wieder zu Verkehrsunfällen unter Beteiligung von Güterkraftfahrzeugen. Lkw-Unfälle ziehen oftmals besonders schwere Unfallfolgen für andere Verkehrsteilnehmer nach sich. (Lesen Sie hier: Polizei erwischt mehrere Autofahrer unter Drogeneinfluss und ohne Führerschein)

Fulda: Polizei-Kontrollen - Illegales Überholen und falscher Führerschein

Bei den gestern durchgeführten Kontrollen im Rahmen der Roadpol-Aktionswoche „Truck & Bus“ legten die Beamtinnen und Beamten deshalb ein Hauptaugenmerk auf die Einhaltung der vorgeschriebenen Geschwindigkeiten, die Ladungssicherung und die Verkehrstüchtigkeit der Fahrzeugführenden und deren Fahrzeuge.

An diesem Tag führten die Beamtinnen und Beamten zusätzlich eine Geschwindigkeitsmessung im Bereich der Kontrollstelle durch.
Da die Hauptunfallursache immer noch überhöhte Geschwindigkeit ist und das scheinbare Ignorieren der entsprechenden Verkehrszeichen in der Vergangenheit sehr auffällig war, entschloss man sich am Dienstag zu dieser punktuellen Messung. Die Kontrollstelle an der B254 liegt in einem langgezogenen Gefällstück und ist weithin gut einsehbar. Die Geschwindigkeitsreduzierung beginnt etwa 400 Meter davor.

In zwei Fällen überholten Pkw-Fahrer vor ihnen langsam fahrende Lkw im Überholverbot. Dabei überfuhren sie - in den Gegenverkehr hinein - die doppelt durchgezogenen Mittellinien. Dass dabei kein schwerer Verkehrsunfall passierte, war reines Glück. In mehreren Fällen legten Fahrzeugführende eine Vollbremsung in Höhe der Kontrollstelle hin, so dass Andere fast aufgefahren wären.

Schwerpunkkontrollen der Polizei: „Truck and Bus“ und „Alkohol und Drogen“

Insgesamt fuhren in knapp zwei Stunden mehr als 700 Fahrzeuge an der Messstelle vorbei, 208 von ihnen begingen Geschwindigkeitsverstöße. Dies ist eine Beanstandungsquote von 28 Prozent. Der Spitzenreiter wurde bei erlaubten 30 km/h mit 103 km/h gemessen. Auf ihn kommt nun ein Bußgeld von 600 Euro, zwei Punkte in Flensburg und zwei Monate Fahrverbot zu.

Ein polnischer Autofahrer passierte mit 88 km/h die Messstelle. Dieser wurde von einer Streife angehalten und zur Kontrollstelle zurückgebracht. Er musste das Bußgeld von 510 Euro in Form einer Sicherheitsleistung hinterlegen. Bei den angehaltenen Lkw konnten die Kontrollkräfte erfreulicherweise nur vereinzelt Verstöße registrieren. Lediglich in zwei Fällen verstießen Fahrer gegen die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten.

Im Stadtgebiet von Fulda hatten weitere Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten ein Auge auf die Fahrttüchtigkeit von Fahrzeugführenden und kontrollierten zum Schwerpunkt „Alkohol und Drogen“. Über den Tag hinweg nahmen sie dazu 69 Fahrzeuge und 147 Personen in Augenschein. Dabei wurden insgesamt sieben Ordnungswidrigkeiten festgestellt und zwei Strafverfahren eingeleitet.

Gegen 11 Uhr fuhr ein 38-jähriger Mitarbeiter eines Paketdienstes mit seinem Auslieferungsfahrzeug in die Kontrollstelle in der Leipziger Straße. Der eigentliche Kontrollgrund war ein nicht angelegter Sicherheitsgurt. Doch kurze Zeit später stellten die Beamtinnen und Beamten bei ihm eine Fülle von Verstößen fest. Der vorgelegte rumänische Führerschein wurde überprüft. Dabei kam heraus, dass es sich um eine Totalfälschung handelte. Im Zuge weiterer Ermittlungen wurde auch die vorgelegte rumänische ID-Card als Falsifikat erkannt.

Video: „Speedmarathon“ im Kreis Fulda: Polizei hat Raser im Visier

Der Auslieferungsfahrer räumte schließlich ein, aus Aserbaidschan zu stammen und unter falscher Identität für den Paketdienst gearbeitet zu haben. Sein echter aserbaidschanischer Pass konnte später in dessen Privat-Pkw an der Firmenanschrift aufgefunden werden. Der Mann muss sich nun unter anderem wegen Urkundenfälschung, Verschaffen von falschen amtlichen Ausweisen, illegalen Aufenthalts, unerlaubter Arbeitsaufnahme sowie Fahren ohne Fahrerlaubnis verantworten.

Kurze Zeit später wurde ein weiterer Verkehrsteilnehmer kontrolliert, der motorische Auffälligkeiten zeigte. Der Verdacht, dass der Fahrzeugführer unter Drogeneinfluss stehen könnte, wurde durch einen Drogenvortest bestätigt. Eine Blutentnahme wurde angeordnet und durchgeführt. (Lesen Sie auch: Alkohol und Drogen am Steuer: Fuldaer Polizei hielt am Wochenende zahlreiche Autos an)

Erfreulicherweise hielten die Kontrollkräfte am Dienstag nur einen Verkehrsteilnehmer an, dessen Verkehrstüchtigkeit nicht gegeben war. Dennoch ist festzustellen, dass die Teilnahme am Straßenverkehr unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen eine der Hauptursachen für Verkehrsunfälle mit schwerwiegenden Folgen ist. Vor diesem Hintergrund führt die osthessische Polizei fortwährend Kontrollen durch, um so für mehr Verkehrssicherheit zu sorgen. (ah)

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