Die Polizei sucht nach dem achtjährigen Melvin.
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Der Achtjährige war 24 Stunden nach dem Verschwinden gefunden worden. Jetzt ermittelt die Polizei unter anderem gegen seine Eltern.

Eltern des Jungen im Visier

Vermisstenfall des 8-jährigen Melvin: Polizei ermittelt gegen vier Personen

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  • Jessica Vey
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  • Ann-Katrin Hahner
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  • Lea Marie Kläsener
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Der 8-jährige Melvin aus Fulda war erst in Fulda vermisst gemeldet und dann in Nordrhein-Westfalen gefunden worden. Jetzt nimmt die Polizei Ermittlungen gegen vier Personen auf. Das teilen Polizei und Staatsanwaltschaft Fulda am Freitag mit. Seine Eltern stehen im Visier der Ermittler.

Update vom 11. Dezember, 15.06 Uhr: Nachdem der 8-jährige Melvin am frühen Donnerstagabend (3. Dezember) - rund 24 Stunden nach seinem Verschwinden - in einer Wohnung im Bereich Medebach (NRW) wohlbehalten aufgefunden wurde, ermitteln Staatsanwaltschaft Fulda und Kriminalpolizei nun gegen vier Personen* im Alter zwischen 24 und 48 Jahren - darunter auch die nicht sorgeberechtigten Eltern des Vermissten.

Sie stehen im Verdacht, an dem Verschwinden des Jungen mitgewirkt und ihn aus der Obhut des Jugendamts entzogen zu haben, teilen Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Mitteilung mit.

Der in einer Wohngruppe getrennt von den Eltern lebende Melvin hatte sich am Mittwochabend (2. Dezember), gegen 18.40 Uhr, bei einem Treffen mit seiner Mutter in den Räumlichkeiten einer Jugendhilfeeinrichtung in der Weserstraße in Richtung Toilette begeben und war seither verschwunden.

Vermisstenfall in Fulda: Polizei ermittelt

Die Polizei leitete noch am Abend umfangreiche Such- und Ermittlungsmaßnahmen nach dem Jungen ein, die am Folgetag fortgeführt und weiter intensiviert wurden. Hierbei waren neben der Polizei auch die Feuerwehr Fulda und die Rettungshundestaffel Fulda - in Spitze mit Kräften im untersten dreistelligen Bereich - im Einsatz, erklären die Behörden.

Rund einen Tag später, am frühen Donnerstagabend, konnte Melvin schließlich nach intensiven Ermittlungen der Fuldaer Kriminalpolizei bei einer Bekannten in Medebach (NRW) angetroffen und dem Jugendamt in Obhut gegeben werden.

Neben den strafrechtlichen Ermittlungen wegen des Verdachts der Entziehung Minderjähriger prüft die Polizei derzeit, ob die Kosten für die Einsatzmaßnahmen in Höhe von mehreren Tausend Euro den Verantwortlichen in Rechnung gestellt werden können. *hna.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes

Die Suche nach dem Achtjährigen beschäftigte die Polizei Fulda zwei Tage lang.

Update vom 4. Dezember, 13.15 Uhr: Der Fall des vermissten Jungen (8) beschäftigt die Beamten der Polizei Osthessen auch weiterhin, nachdem der Achtjährige am Donnerstag (3. Dezember) wohlbehalten in der von Fulda rund 150 Kilometer entfernten Kleinstadt Medebach (Nordrhein-Westfalen) gefunden wurde.

„Die höchste Priorität hatte es zunächst, den Jungen zu finden. Nachdem das geglückt ist, geht es nun darum, aufzuklären, wie es zu dem Vorfall kam und was die Hintergründe des Falls sind“, sagte Polizeipressesprecher Patrick Bug auf Nachfrage der Fuldaer Zeitung.

Vermisster Junge aus Fulda: Polizei Osthessen weiter mit Ermittlungen beschäftigt

Beispielsweise ist die Frage, wie der Junge nach seinem Verschwinden nach Nordrhein-Westfalen gelangt war, Gegenstand der laufenden Ermittlungen. „Das werden jetzt die Ermittlungen zeigen müssen.“ Weitere Erkenntnisse zu dem Fall werden Polizei und Staatsanwaltschaft zu gegebener Zeit bekanntgeben.

In diesem Rahmen wird sich wohl auch die Frage nach den Kosten des Einsatzes und wer diese zu tragen hat, klären - ein Thema, was vor allem in den Sozialen Medien aufkam und einige Leser beschäftigt.

Der Achtjährige aus Fulda war am Abend des 2. Dezember als vermisst gemeldet worden, nachdem er nach einem Gespräch mit seiner Mutter aus einer ambulanten Jugendhilfe in Fulda verschwunden war. Mit einer unteren dreistelligen Anzahl von Beamten war die Polizei über Mittwoch und auch Donnerstag auf der Suche nach dem vermissten Jungen. Neben Polizei und Feuerwehr waren auch Mantrailer im Einsatz. Zudem wurde sich im Rahmen der Suche einer Drohne bedient. Am Donnerstagabend wurde der Achtjährige schließlich bei einer Bekannten der Familie - in Nordrhein-Westfalen - wohlbehalten aufgefunden.

8-Jähriger aus Fulda vermisst: Polizei findet Jungen nach langer Suche

+++Update 19.40 Uhr: Aufatmen bei Eltern und Einsatzkräften: Der achtjährige Junge ist am Donnerstagabend wohlbehalten im Bereich Medebach (Nordrhein-Westfalen) bei einer Bekannten der Familie aufgefunden worden.

„Die genauen Hintergründe und Umstände des Verschwindens sind derzeit noch unklar und Bestandteil der weiteren polizeilichen Ermittlungen“, heißt es in einer Mitteilung der Polizei Osthessen.

+++Update 14.08 Uhr: „Leider haben die umfänglichen Suchmaßnahmen noch nicht zum Auffinden des Jungen geführt“, berichtet Dominik Möller, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Osthessen. Es gebe bislang keine neuen Erkenntnisse zum Aufenthaltsort von Melvin.

Die Polizei werde die Suchmaßnahmen nach dem Achtjährigen zum frühen Nachmittag nach und nach einstellen. „Die Ermittlungen werden aber aufrecht erhalten und mit hoher Intensität weitergeführt“, versichert Möller.

Polizei sucht 8-jährigen Jungen - Suchmaßnahmen werden eingestellt, aber Ermittlungen laufen

Die Polizei hatte den Achtjährigen nach seinem Verschwinden mit Drohnen und Wärmebildkameras sowie Personenspürhunden, sogenannte Mantrailer, im Bereich der Weserstraße und dem Aueweiher gesucht. Dabei haben die Beamten laut Dominik Möller auch Geschäfte oder Örtlichkeiten, an denen der Junge die Nacht verbracht haben könnte, abgesucht. Weiter hätten die Polizisten Personen befragt und Durchsagen gemacht.

Die Suche sei „umfangreich gewesen“, aber habe nicht zum Finden von dem Jungen geführt. Jetzt werde sich die Polizei auf die Ermittlungen fokussieren, zu denen etwa Befragungen zählen. Außerdem gehe die Polizei Hinweisen aus der Bevölkerung nach.

Polizei und Feuerwehr suchen Fulda mit Drohnen nach Achtjährigem ab

+++Update 9.16 Uhr: Fulda - Seit Mittwochabend, 2. Dezember, wird der achtjährige Junge vermisst. Gegen 18.40 Uhr verließ der Junge bei einem Treffen mit seiner Mutter in den Räumlichkeiten einer Jugendhilfeeinrichtung in der Weserstraße den Raum in Richtung Toilette, schildert die Polizei nun, und wird seither vermisst.

„Die Polizei leitete sofort umfangreiche Such- und Fahndungsmaßnahmen nach dem Jungen ein“, melden die Beamten in einer Pressemitteilung. „Neben einer intensiven Absuche von Gebäuden und dem weiträumigen Bereich um die Weserstraße - unter anderem mit Unterstützung der Rettungshundestaffel mit ihren Maintrailern - wurden auch Ermittlungen zu möglichen Kontaktpersonen und entsprechende Befragungen durchgeführt.“

Der Achtjährige konnte dabei bislang jedoch nicht gefunden werden. (Auch merkur.de berichtet über das Verschwinden des Jungen (8).) „Die Such- und Ermittlungsmaßnahmen werden seit den Morgenstunden fortgeführt und intensiviert“, teilt die Polizei mit.

„Hierbei sind neben der Polizei Fulda, auch weitere Kräfte der hessischen Polizei und der Feuerwehr Fulda im untersten dreistelligen Bereich im Einsatz.“ Die Suchmaßnahmen umfassen den weiträumigen Bereich um die Weserstraße, unter Einbeziehung des westlichen Bereichs der Frankfurter Straße rund um den Aueweiher. Dabei kommt auch eine Drohne mit Wärmebildkamera zum Einsatz. Zudem führt die Polizei Lautsprecherdurchsagen und umfangreiche Bürgerbefragungen durch.

Update vom 3. Dezember, 8.50 Uhr: Die Polizei sucht immer noch nach einem Achtjährigen, teilen die Beamten mit. Über Nacht konnten noch keine neuen Erkenntnisse gewonnen werden.

Erstmeldung vom 2. Dezember: Fulda - Der achtjährige Junge wird seit 18.50 Uhr am Mittwoch vermisst. Das teilte die Polizei in Fulda am Mittwochabend mit. Der Junge sei nach einem Gespräch mit seiner Mutter aus einer ambulanten Jugendhilfe in Fulda abgehauen, berichtete ein Polizeisprecher auf Nachfrage unserer Zeitung.

Polizei in Fulda sucht Hinweise: Wer hat den Achtjährigen gesehen?

Nach Angaben der Beamten ist der Junge etwa 1,30 Meter groß und hat kurze, blonde Haare. Zum Zeitpunkt seines Verschwindens trug er einen orangefarbenen Pullover mit Tiger-Symbol, eine graue Hose und beigefarbene Schuhe. Bei winterlichen Temperaturen war er ohne Jacke unterwegs.

Hinweise über den Aufenthalt des Jungen bitte an das Polizeipräsidium Osthessen unter der Telefon (0661) 1050.

Erst vor zwei Tagen wurde die zweijährige Timnit von Polizei, Feuerwehr und DRLG gesucht. Die Suche nahm leider kein glückliches Ende: Der leblose Körper des Mädchens wurde im Fulda-Kanal gefunden.

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