Bei Polizei-Kontrollen am „Sicherheitstag“ hat ein Arzt vor Ort auf einem Parkplatz an der Autobahn A7 Blut bei Fulda abgenommen. Ein Pkwfahrer musste dort übernachten.
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Bei Polizei-Kontrollen am „Sicherheitstag“ hat ein Arzt vor Ort auf einem Parkplatz an der Autobahn A7 Blut bei Fulda abgenommen. Ein Pkwfahrer musste dort übernachten

Zahlreiche Verstöße

Polizei kontrolliert auf A7-Parkplatz mehr als 100 Fahrzeuge - Audifahrer muss dort übernachten

Straftaten im öffentlichen Raum bekämpfen - das war das Ziel des länderübergreifenden Sicherheitstags, der zum vierten Mal stattfand. Das Polizeipräsidium Osthessen in Fulda führte verdachtsunabhängige Kontrollen an der A7 durch.

Fulda - Wie das Polizeipräsidium Osthessen in Fulda berichtete, war an den Kontrollen auf dem Parkplatz Pilgerzell an der A7 auch der Zoll und das Bundesamt für Güterkraftverkehr beteiligt. Zudem begleiteten Spezialisten aus den verschiedensten Deliktsfeldern die Maßnahmen, koordiniert von der Polizeiautobahnstation Petersberg.

In Osthessen wurden laut Polizei im Zuge des länderübergreifenden Sicherheitstages über 111 Fahrzeuge mit 162 Insassen überprüft und 173 Dokumente durch einen Urkundenvorprüfer in Augenschein genommen. Damit dem Verdacht bei möglichen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz direkt nachgegangen werden konnte, war auch ein Arzt direkt auf dem Parkplatz im Einsatz.

Fulda: Polizei-Kontrolle auf A7 - Audifahrer muss auf Parkplatz übernachten

„Bei insgesamt neun Fahrzeugführern mussten aufgrund positiver Drogenvortests Blutentnahmen angeordnet werden, die durch einen Arzt direkt vor Ort durchgeführt wurden“, teilten die Beamten mit. „Lediglich eine Person musste zur späteren Stunde für die Blutentnahme mit zur Polizeiautobahnstation Petersberg.“ (Lesen Sie auch hier: Loch im Kopf und Trunkenheit am Steuer: Nachts auf Streife mit zwei Beamten der Fuldaer Polizei)

Bei den Kontrollen stellten die Polizistinnen und Polizisten nach eigenen Angaben mehrere Gramm Betäubungsmittel sicher. Auf die Fahrer kommt nun ein Straf- und/oder Ordnungswidrigkeitsverfahren zu. Die Beamten stellten auch mehrere Verstöße gegen die Straßenverkehrs- und Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVO / StVZO) fest.

Zwei angehaltenen und überprüften Pkws untersagte die Polizei die Weiterfahrt. „Manipulationen an der Auspuffanlage sorgten für eine viel zu laute Geräuschemission“, heißt es in dem Bericht. „Ein Gutachter überprüfte eines der Fahrzeuge auf der Hebebühne und bestätigte den Verdachtsfall.“ (Lesen Sie auch hier: Rot-Raser fährt nachts in Fulda der Polizei davon - und gibt sich dann auf Lidl-Parkplatz geschlagen)

Die Beamtinnen und Beamten kontrollierten auch einen Fahrzeugführer aus dem Raum Stuttgart. Eine Blutentnahme wegen des Verdachts auf Einnahme von Betäubungsmitteln wurde bei ihm durchgeführt. Und auch an dem Audi TT stellten die Experten technische Veränderungen fest, heißt es.

„Der Fahrer durfte seine Fahrt nicht fortsetzen und musste - da ihn niemand abholen konnte - eine Nacht auf dem Parkplatz verbringen“, kommentierte ein Sprecher der Polizei in Fulda und merkte an: „Für ihn glücklicherweise kein Problem: Er befand sich auf der Rückfahrt eines Camping-Urlaubs und war bestens ausgestattet.“

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Nach dem Sicherheitstag zogen die osthessischen Einsatzkräfte ein positives Fazit. Von vielen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern habe es positives Feedback zu den Kontrollmaßnahmen gegeben. „Das freute die Beamtinnen und Beamten natürlich ganz besonders“, erklärte die Polizei in Fulda abschließend.

In ganz Hessen waren den Angaben zufolge über 800 Polizeivollzugsbeamte im Einsatz. Neben Hessen beteiligten sich Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland an dem länderübergreifenden Kontrolltag der Polizei.

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