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Polizei warnt vor Trickbetrügern: Fake-Anrufe der Behörde Europol

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Telefonbetrüger haben von einer Rentnerin in Unterfranken mehrere zehntausend Euro ergaunert. Die Polizei gibt Tipps zum Schutz (Symbolfoto).
Trickbetrüger geben sich in Osthessen am Telefon als Europol aus. (Symbolfoto) © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Die Polizei warnt vor Trickbetrügern in der Region Osthessen, die mithilfe von Fake-Anrufen der Europol ihren Opfern Geld aus der Tasche ziehen wollen.

Region - Erneut sind Telefonbetrüger in den osthessischen Landkreisen Fulda, Main-Kinzig-Kreis und Vogelsberg aktiv. Davor warnt nun die Polizei. Die Trickbetrüger hätten neue Vorgehensweisen ausgeheckt, um von ihren Opfern Geld zu erbeuten. Bei der neuen Masche handle sich um vermeintliche Telefonanrufe von der internationalen Polizeibehörde Europol, die beim Empfänger eine hohe Telefonrechnung verursachten.

Fulda: Polizei warnt vor Trickbetrügern - Fake-Anrufe der Behörde Europol

Die Täterinnen und Täter riefen auf den Mobiltelefonen ihrer Opfer an. Die Nummer, die auf dem Display erscheine, stamme dabei aus Deutschland. Werde das Gespräch dann entgegengenommen, starte eine automatische Bandansage in englischer Sprache, bei der die Angerufenen – angeblich durch Europol – auf ein Problem mit ihrer „ID-Card“, also ihrem Personalausweis, hingewiesen werden. Diese Bandansage fordere schließlich dazu auf, die Ziffer eins auf dem Tastenfeld einzugeben. Folgten Betroffene jedoch dieser Aufforderung, fielen bei ihnen hohe Telefonkosten an. (Lesen Sie hier: Vierstelliger Geldbetrag weg - 39-Jähriger aus Hofbieber fällt auf Trickbetrug herein)

Laut Polizei hätten bislang alle Menschen aus Osthessen, die Empfänger eines derartigen Anrufs waren, den Betrug entdeckt und die Behörde umgehend informiert. In diesem Zusammenhang warnt die Polizei vor Trickbetrügern. Wenn jemand am Telefon Geld fordert, solle man den Hörer auflegen. Außerdem sollte man Verwandte und die Polizei informieren. (lwe)

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