Dem Trio wird vorgeworfen, es in den Jahren 2017 bis 2019 auf Geldautomaten in Sachsen und Hessen abgesehen zu haben.
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Dem Trio wird vorgeworfen, es in den Jahren 2017 bis 2019 auf Geldautomaten in Sachsen und Hessen abgesehen zu haben.

Viertelmillion Euro Beute in Kalbach

„Explosionsverbrechen“: Prozess gegen mutmaßliche Bande von Geldautomaten-Sprengern in Fulda gestartet

  • Sebastian Reichert
    vonSebastian Reichert
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Am Landgericht Fulda ist am Dienstag ein Prozess gegen eine mutmaßliche Bande von Geldautomatensprengern gestartet. Die Männer aus Ungarn sollen ab 2017 mehrere Automaten gesprengt, bei einer Tat im Landkreis Fulda sogar eine Viertelmillion Euro erbeutet haben.

Fulda - Am Dienstag ab 11 Uhr wurde am Landgericht Fulda zum Prozessauftakt gegen die mutmaßliche Bande von Geldautomatensprengern zunächst nur die Anklage verlesen. Den Männern im Alter von 40 bis 45 Jahren wird vorgeworfen, es in wechselnder Besetzung in den Jahren 2017 bis 2019 auf Geldautomaten in Sachsen und Hessen abgesehen zu haben.

Geldautomaten-Sprenger erbeutet Viertelmillion Euro in Kalbach

Bei zwei Fällen in Sachsen gab es keine Explosion. Im Kreis Fulda und im Kreis Hersfeld-Rotenburg, im Oktober 2017 in Nüsttal-Hofaschenbach und im Februar 2018 in Hohenrode-Mansbach explodierten Automaten, an Geld kamen die Täter seinerzeit aber nicht.

Dafür soll die Bande Anfang Dezember 2017 bei einer Tat in Kalbach-Uttrichshausen im Landkreis Fulda über 264.000 Euro erbeutet haben. Am Gebäude und der Filialeinrichtung sei zudem einen Schaden von rund 44.000 Euro entstanden. Die Sprengungen der Automaten nahmen die Täter mit Hilfe von Gas vor.

Völlig zerstört ist eine Bankfiliale, nachdem der Geldautomat gesprengt worden ist.

Die aufwendigen Ermittlungen führte die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt. Das Trio wurde im Dezember 2019 in Dresden festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Die Anklage in Fulda lautet auf Verdacht des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und des schweren Bandendiebstahls in drei Fällen sowie des Verdachts der Vorbereitung eines Explosionsverbrechens in zwei Fällen sowie Sachbeschädigung. In dem Verfahren sind bislang Fortsetzungstermine bis in den November hinein vorgesehen. Der Prozess soll am 12. Oktober in Fulda fortgesetzt werden.

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