Nach der Absage des Romo hatten die Randstaaten eine Erklärung vom FKG-Präsident Michael Hamperl gefordert. Diese bekamen sie bei einem Treffen in Horas.
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Nach der Absage des Romo (hier ein Archivbild von einem früheren Umzug) hatten die Randstaaten eine Erklärung vom FKG-Präsident Michael Hamperl gefordert. Diese bekamen sie bei einem Treffen in Horas.

Treffen in Horas

Nach Absage durch FKG: Randstaaten haben Erklärungsbedarf - Gibt es einen Plan B für den Romo?

  • VonAnja Trapp
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Die kommende Fastnachts-Kampagne und der vorzeitig abgesagte Rosenmontagsumzug waren Themen beim Treffen der Rand- und Bundesstaaten sowie der Fuldaer Karneval-Gesellschaft (FKG). Es gab Redebedarf.

Fulda - Die Absage des Rosenmontagsumzuges durch FKG-Präsident Michael Hamperl vor zwei Wochen schlug bei den Verantwortlichen und den Aktiven der Rand- und Bundesstaaten von Fulda sprichwörtlich wie eine „Bombe“ ein. Da sie aus den Medien von der Absage erfuhren, bestand bei dem Treffen am Donnerstagabend im Adalbert-Endert-Haus in Fulda-Horas ein nachvollziehbarer Erklärungsbedarf. Der auch folgte.

FKG-Präsident Michael Hamperl erläuterte, dass unter den jetzigen Bedingungen ein Romo einfach nicht durchführbar sei, da neben dem Sicherheitskonzept auch ein Hygienekonzept durchgesetzt werden müsste.

Fulda: Nach Absage durch FKG - Gibt es einen Plan B für den Rosenmontagsumzug?

Alleine die Kontrollen wegen den Corona-Bedingungen wären nicht leistbar, so der Präsident. Außerdem würden der Verein und auch er als Präsident haften, wenn etwas während des Umzuges passieren würde. Weiterhin unterstrich er, dass er jeden anderen Verein unterstützen wolle, die einen Romo organisieren möchte. Sollten sich hingegen die Regelungen bis Dezember ändern, wolle er gerne noch etwas „auf die Beine stellen“, so der Präsident.

Unterstützung für seine Ausführungen erhielt er von Romo-Ausschuss-Mitglied Hans-Jürgen Dröge. „Bei 60.000 bis 70.000 Besuchern sei eine Kontrolle nicht möglich”, so Dröge. Einen Plan B oder C müsse man aber auf jeden Fall in Betracht ziehen.

Marion Haag vom Karnevalverein Südend schlug vor, dass es auf einem abgegrenzten Gebiet wie dem Airfield in Sickels vielleicht doch möglich sei, einen Romo durchzuführen, denn dort könne man alles kontrollieren. Ein abschließendes Gespräch mit den Vereinsvertretern in Sachen Romo und Foaset gibt es am 5. November mit dem Schirmherrn der Fulder Foaset, Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU).

Und obwohl die Ausführungen von FKG-Präsident Michael Hamperl wohl nicht alle überzeugt haben, waren sich alle Vorstände unisono einig, dass die Foaset stattfinden soll, wenn auch kleiner als noch vor Corona. Denn alle wollen zurück ins „Foaset-Leben”.

Video: Närrischer Beitrag von Günther Elm

Die Planungen für Sitzungen, für Outdoor-Veranstaltungen und vereinsinterne Treffen sind im vollen Gange. Bürgerhäuser und Säle sind reserviert, Kapellen bestellt und die Proben der Garden und der Akteure auf den Bühnen haben wieder angefangen. Man hat sich für 2G oder 3G, aber auch für Mischvarianten entschieden. Tollitäten stehen leider bis jetzt nur sieben zur Verfügung. Die Absage des Romo hat viele dazu gebracht, auch von ihrem Amt zurückzutreten.

Der Friedensgottesdienst der Karnevalisten, die Weiberfastnacht und das Brääder nie der sechs alten Randstaaten sowie das Fürstlichkeitstreffen finden auch in der kommenden Session wieder statt.

Im Adalbert-Endert-Haus in Horas hatte am Donnerstagabend der Randstaatenstammtisch stattgefunden.

Eines ist auf jeden Fall sicher: Das bunte Bild der Foaset in Föllsch Foll wird zwar kleiner, aber nicht weniger bunt sein, in der Kampagne 2022. Und vielleicht sind die Karnevalisten ja auf dem Weg in eine neue närrische Zukunft. Wer weiß dies denn schon so ganz genau?

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