Rattenplage in Fulda? Als oberstes Gebot gibt die Stadt den Tipp, Müll zu vermeiden und keine Essensreste herumliegen zu lassen.
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Rattenplage in Fulda? Als oberstes Gebot gibt die Stadt den Tipp, Müll zu vermeiden und keine Essensreste herumliegen zu lassen. (Symbolfoto)

Maßnahmen gegen Nager

Ratten in Fulda: Stadt kämpft mit Köder-Stationen gegen die Plagegeister

  • Ann-Katrin Hahner
    VonAnn-Katrin Hahner
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Egal ob an der Ochsenwiese, am Fuldaer Universitätsplatz oder um den Bahnhofsvorplatz herum: Immer wieder werden von Passanten Ratten in der Innenstadt gesichtet. Was tut die Stadt Fulda gegen die Nager?

Fulda - Fest steht: Wie in den meisten eng besiedelten Städten gibt es auch in Fulda an mehreren Orten Rattenpopulationen. Diese versucht die Stadt seit Jahren mit einer externen Schädlingsbekämpfungsfirma unter Kontrolle zu halten. „Präventiv werden zum Beispiel Köder-Stationen aufgestellt. Die Tiere fressen die Köder direkt oder tragen sie in ihre Nester und verenden dort. Im Bereich der Kanalisation ist der Abwasserverband Fulda für die sogenannte Beköderung des öffentlichen Kanalnetzes gegen Ratten zuständig“, erklärt der Pressesprecher der Stadt Fulda, Johannes Heller, auf Nachfrage unserer Zeitung.

Fulda: Ratten in der Innenstadt - Köder-Stationen sollen Ausbreitung verhindern

An insgesamt 50 Stellen in der gesamten Innenstadt betreibt die Stadt solche Köder-Stationen, die man leicht an ihrem grünen Metallgehäuse und der Aufschrift „Rentokil“ erkennen kann. Mit einem erhöhten Aufkommen der Tiere stehen die ausgewählten Standorte allerdings nicht in Verbindung. Denn bei der Wahl eines Standorts müsse außerdem berücksichtigt werden, dass dadurch keine Gefahren für andere Tiere oder Kleinkinder entstehen, die versehentlich die Köder essen könnten.

Herrscht in Fulda ein großes Ratten-Vorkommen? Heller verneint dies. „Nach den Informationen, die uns aus anderen Städten vorliegen, ist die Problematik mit ähnlich großen Städten vergleichbar.“ Warum in Fulda trotzdem immer wieder Ratten zu beobachten sind, liege wohl daran, dass das Nahrungsangebot sie immer wieder aus der Kanalisation - ihrem eigentlichen Lebensraum - an die Erdoberfläche lockt.

Wie das Portal OsthessenNews berichtet, seien die Tiere in den vergangenen Tagen vor allem im Bereich der Müllcontainer auf der Fuldaer Ochsenwiese gesichtet worden. Dazu sagt Heller: „Die Situation an der Ochsenwiese muss noch eingehender geprüft werden. Am Freitag wurde der Platz jedoch von der beauftragten Firma gereinigt und zusätzlich von einem Kehrfahrzeug der Stadt Fulda befahren.“ (Lesen Sie hier: Ehemaliger Lehrer entdeckt 1,20 Meter-lange Schlange in den Fulda-Auen)

Video: Ratten-Invasion in Kölner Problem-Viertel - Hunderte Nager vor Ort

Sollte sich in Zukunft durch Hinweise aus der Bevölkerung oder von städtischen Mitarbeitern herausstellen, dass es in der Innenstadt ein erhöhtes Rattenaufkommen in bestimmten Gebieten gibt, werde die Stadt weitere Maßnahmen zur Bekämpfung der Tiere ergreifen. „Die von der Stadt beauftragte Firma kann auch mit zusätzlichen Maßnahmen eingesetzt werden“, sagt Heller. (Lesen Sie auch: Diese Schlangenarten sind in Deutschland beheimatet)

Ratten ohne Gift abwehren

- Kein Essen in der Toilette oder im Ausguss herunterspülen.
- Mülltonnen, Müllsäcke und Biotonnen verschließen und nicht mit Essensresten überquellen lassen.
- Keine Essensreste auf Komposthaufen werfen. Vor allem kein Fleisch und keine Knochen.
- Tierfutter lockt Ratten an. Dieses sollte nicht im Freien stehen.
- Taubenfütterung lockt Ratten an.
- Hof- und Gartentüren sowie Kellerfenster geschlossen halten - vor allem im Winter.

Allerdings können auch die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Fulda dazu beitragen, dass sich die Nagetiere nicht weiter in der Innenstadt ausbreiten. „Als oberstes Gebot gilt: Müll vermeiden, keine Essensreste liegenlassen und schon gar nicht die Tiere füttern“, mahnt Heller. Je weniger die Tiere finden, desto mehr schränke dies ihren Lebensbereich ein.

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